Frage von Hunkpapa, 74

Müsste es möglich sein, dass an forderster Front mit Stephen Hawking bewiesen wird, dass es gar keinen Gott gibt?

Antwort
von Zakalwe, 47

Nein, wie sollte dieser Beweis denn wohl aussehen? Wie bei Douglas Adams?

"Der Babelfisch ist klein, gelb und blutegelartig und wahrscheinlich das Eigentümlichste, was es im ganzen Universum gibt. Er lebt von Gehirnströmen, die er nicht seinem jeweiligen Wirt, sondern seiner Umgebung entzieht. Er nimmt alle unbewussten Denkfrequenzen dieser Gehirnströme auf und ernährt sich von ihnen. Dann scheidet er ins Gehirn seines Wirtes eine telepathische Matrix aus, die sich aus den bewussten Denkfrequenzen und Nervensignalen der Sprachzentren des Gehirns zusammensetzt. Der praktische Nutzeffekt der Sache ist, dass man mit einem Babelfisch im Ohr augenblicklich alles versteht, was einem in irgendeiner Sprache gesagt wird. Die Sprachmuster, die man hört, werden durch die Gehirnstrommatrix entschlüsselt, die einem der Babelfisch ins Gehirn eingegeben hat.

Nun ist es aber verdammt unwahrscheinlich, dass sich etwas so wahnsinnig, Nützliches rein zufällig entwickelt haben sollte, und so sind ein paar Denker zu dem Schluss gelangt, der Babelfisch sei ein letzter und entscheidender Beweis dafür, dass Gott nicht existiert. Die Argumentation verläuft ungefähr so: "Ich weigere mich, zu beweisen, das ich existiere", sagt Gott, "denn ein Beweis ist gegen den Glauben, und ohne Glauben bin ich nichts!" - "Aber", sagt der Mensch, "der Babelfisch ist doch eine unbewusste Offenbarung, nicht wahr? Er hätte sich nicht zufällig entwickeln können. Er beweist, dass es dich gibt, und darum gibt es dich deiner Argumentation zufolge, nicht. Quod erat demonstrandum." - "Ach, du lieber Gott", sagt Gott, "daran habe ich gar nicht gedacht", und löst sich prompt in ein Logikwölkchen auf.

"Na, das war ja einfach", sagt der Mensch und beweist, weil es gerade so schön ist, dass schwarz gleich weiß ist, und kommt wenig später auf einem Zebrastreifen ums Leben. "

Kommentar von scatha ,

Dieser Beweis der Nichtexistenz Gottes (wahrscheinlich von Oolon Colluphid) ist in seiner parodistischen Energie einfach brilliant.

Antwort
von scatha, 10

Man kann mit materialistischen Axiomen und Logik nichts beweisen oder widerlegen, was nicht dem Gültigkeitsbereich dieser materialistischen Axiome zugerechnet werden kann ;)

Antwort
von KlausSchmid123, 2

Es gibt keinen einzigen Beweis dafür, dass Gott irgendwas erschaffen hat. Es gibt hunderttausende Beweise dafür, dass Menschen Götter erschaffen haben.

Ich denke, das genügt.

Antwort
von SiViHa72, 42

Credite quia absurdum.

Kommentar von Hunkpapa ,

Hoch lebe die Wahrheit. Sie lebe hoch.

Antwort
von YStoll, 46

Es ist unmöglich die Nicht-Existenz von Etwas zu beweisen, wenn nicht klar definiert ist, wie sich dieses Etwas auf seine Umwelt auswirkt.

Antwort
von Garfield0001, 22

zum einen wäre die frage, ob Hawkings das überhaupt möchte. 

zum anderen Stelle ich mir immer die Frage: warum? warum muss mit aller Macht bewiesen werden,  das Gott nicht existiert? 

gehen wir davon aus dass Gott nicht existiert. und nun? Die,  die immer noch glauben wollen,  dass das nicht so ist,  werden auch weiterhin glauben,  das er doch existiert und in eurer Logik ein Fehler ist. Dann gibt es die, die vielleicht enttäuscht sind. was werden sie tun? entweder werden sie sich ins stille Kämmerchen zurück ziehen oder sie werden sagen "jetzt erst recht." schließlich können Sie ja all das tun,  was sie bisher nicht wagen durften oder wollten. ob das nun sexuelle Dinge sind oder ... nun ja,  vielleicht hasse ich ja meinen nachbarn und bringe ihn um. klar. komme vielleicht in den Knast. na und? 

was werden die anderen Religionen machen? meinst du das die Moslems, die, ihrer Meinung nach, an denselben Gott glauben DAS zulassen? ich vermute dann hättest du einen heiligen Krieg vor der Haustür und wünscht dir,  diese Frage vielleicht nicht gestellt zu haben. was ist mit den Religionen,  die keinen Gott haben? dürfen sie, deiner Meinung nach,  weiter glauben - oder willst du all das auch vernichten? 

Wie würde es weiter gehen in der Weltgeschichte? 

Und ... tja ... was wäre ... ja was wäre,  wenn Hawking herausfindet, dass es DOCH einen Gott gibt Wie ihn die Bibel beschreibt? Wenn all das wahr wäre was über Himmel und Engel und so gesagt würde.  Was würdest DU dann tun? Würdest DU dann sagen: autsch, habe ich mich getäuscht?

Kommentar von Hunkpapa ,

"Die Wahrheit braucht immer einen Mutigen, der sie auch ausspricht" (Martin Luther King)

Kommentar von scatha ,

...aber wenn niemand zuhört, nützt es auch nichts. Da hat damals Jesus schon gestöhnt "Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht." .. Ganz viele aber glauben sogar TROTZ Zeichen und Wunder nur das, was sie im Elternhaus und in der Schule gelernt haben.

Antwort
von MisterRobot, 44

Man kann nicht beweisen dass es keinen Gott gibt.
Mann kann ebenso wenig beweisen dass es einen Gott gibt.

Und solange man nicht beweisen kann dass es einen Gott gibt, braucht man auch nicht zu Beweisen, dass es keinen Gott gibt.

Ich kann mich auch ein Geschöpf ausdenken und sagen es muss existieren.
Und? Macht sich dann die ganze Welt verzweifelt auf die Suche nach einem gegenbeweis, sonst muss sie Akzeptieren, dass es mein ausgedachtes Geschöpf gibt? Nein!

Das ist absolut verwerflich.

Antwort
von Aaron2Mose, 10

Das kann niemand, und wird niemals jemand können. 

Gott lässt uns nur wissen, was wir wissen sollen. Deshalb wird er weder widerlegt noch belegt. Das macht in zu dem was er/sie/es ist. 

Eine unantastbare höhere Macht.  

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community