Frage von FrankoLogo, 120

Müssen sich Christen nach ihrem christlichen Glauben/Bibel umbringen lassen, oder ist Gewalt anwenden zum eigenen Schutz erlaubt?

Antwort
von kloogshizer, 69

Ich bin zwar kein Christ, aber ich vermute doch stark, dass das Christentum in Deutschland nicht so dogmatisch praktiziert wird, wie die Frage suggeriert.

Die entsprechende Person wird in solchen Fällen auf andere Prinzipien zurückgreifen.

Antwort
von chrisbyrd, 26

Die Bibel ist ein praktisches Buch. Wenn Jesus davon spricht, "die andere Backe hinzuhalten", geht es darum, sich bei großen Beleidigungen (im griech. steht das Wort "rhapizo", das eine starke Beleidigung bedeutet) nicht rächen soll. Es geht dabei nicht um eine Selbstverteidigungssituation, in der man sich nach dem deutschen Strafrecht übrigens auch nicht rächen darf. Unser Gesetz erlaubt die Abwehr eines Angriffs mit verhältnismäßigen Mitteln, verbietet aber weitere Aktionen (=Rache), wenn der Angriff abgewehrt ist. Es ist sehr sinnvoll, auf Rache zu verzichten.

Ich zitiere mal ein paar interessante Aussagen des bekannten reformierte Pfarrers Dr. Peter Vogelsanger, der zum Thema "Christentum und Selbstverteidigung/ Notwehr" interviewt wurde:

"In Römer 13, also im Römerbrief des Paulus, finden sich die ganzen Ausführungen über die Schwertgewalt des Staates. Da wird gesagt: Der Staat ist die Ordinatio Dei - die Ordnung Gottes -, die eingesetzt ist auf dieser Welt zur Eindämmung des jederzeit lauernden und Macht an sich reißenden Bösen: "Sie trägt das Schwert nicht umsonst," (die Obrigkeit) "... sondern zur Bestrafung der Bösen und zur Belohnung der Guten." Das heißt, es ist die primäre Aufgabe des Staates, dem Bösen in dieser Welt Widerstand zu leisten, und Paulus sagt in diesem Zusammenhang: Es ist Pflicht des Christen, den Staat in dieser Funktion zu unterstützen...

..."Du sollst nicht töten" im Alten Testament heißt ganz eindeutig: "Du sollst nicht MORDEN". Also nicht einfach ein absolutes Tötungsverbot, so daß man keine Fliege und kein Kaninchen töten dürfte. Es ist damit auch kein absolutes Tötungsverbot in Bezug auf das menschliche Leben gemeint. Das kennt nämlich das Alte Testament nicht. Das Alte Testament kennt ja auch die Todesstrafe, und so weiter, und damit ist sicher auch die Notwehr inbegriffen. Wenn aus diesem alttestamentlichen Gebot eine Verneinung der Notwehr abgeleitet würde, wäre das nicht textgernäß...

... "Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen", und dem Zitat wegen der Ohrfeige (Bergpredigt). Ich glaube aber, daß Jesus dort gar keinen Angriff auf das Leben im Auge hat. Er hat die Feindesliebe im Auge. Das heißt, meine Liebe soll so stark sein, daß sie auch den Feind einschließt und durch das Gute zu überwinden und zu gewinnen versucht, statt durch Gewalt. Damit ist aber nicht so sehr der Feind gemeint, der mein Leben bedroht, als einfach der Feind, der mich beleidigt. Das geht ja aus der Stelle mit der Ohrfeige hervor: Es ist der Beleidiger, dem ich nicht mit der selben Waffe heimzahlen soll.Es geht um den Beleidiger. Den soll ich entwaffnen durch die stärkere Kraft meiner Liebesfähigkeit. Daß die Vertreter der Gewaltlosigkeit sich auf diese Stelle in der Bergpredigt berufen, halte ich zwar nicht für einen Irrtum, aber für eine viel zu weitgehende Folgerung aus dem, was Jesus dort meint: den persönlichen Feind, der mir Schaden zufügen will und der mich haßt. Deshalb ist diese Aufforderung nicht übertragbar auf das Problem der Notwehr...

...Liebe heiß im eigentlichen Sinne des Neuen Testaments, unter Absehung von allen sentimentalen Mißverständnissen: Schutz und Bewahrung allen Lebens, soweit dies in meinem Verantwortungsbereich liegt. Man könnte als Christ vielleicht sagen: Ich will lieber leiden, will lieber den Angriff erdulden, als daß ich Gewalt ausübe, als daß ich den Gegner vernichte, Ich könnte die Bergpredigt so auffassen. Also: Ich dulde den Angriff und nehme halt unter Umständen das Martyrium oder den Tod auf mich und habe mir damit reine Hände bewahrt...

... Ich verteidige ja nicht nur mein eigenes Leben, sondern auch das Leben meiner Nächsten. Man kann noch weitergehen und sagen: Indem ich mich wehre gegenüber dem eindeutig bösartigen Angreifer, tue ich zweierlei: Erstens verteidige ich mein eigenes Leben deshalb, weil dieses Leben ja nicht nur mir gehört, so daß ich es wegwerfen könnte, wenn ich angegriffen werde. Zum Beispiel als Pfarrer gehöre ich ja nicht nur mir selber, ich gehöre auch der Gemeinde, die mir zur Seelsorge anvertraut ist. Als Arzt gehöre ich meinen Patienten, als Lehrer meinen Schülern; ich bin nicht nur Individualperson, sondern ich bin immer irgendwie Mensch in der Gemeinschaft, und indem ich mein eigenes Leben verteidige, bewahre ich auch ein Leben vor der Vernichtung, das einen Schutz und einen Wert für andere darstellt..."

Antwort
von josef050153, 14

Wahrscheinlich beziehst du dich auf das Gebot 'Du sollst nicht töten'.

Da gibt es aber zu beachten, dass diese populäre Übersetzung nicht so ganz richtig ist, obwohl sie von einem Säulenheiligen wir Marin Luther populär gemacht wurde. Eigentlich müsste es heißen 'Du sollst nicht morden'.

Im Christentum ist eben nicht alles bis ins kleinste Detail vorgeschrieben, sondern viel der eigenen Entscheidung überlassen. Bereits in der anfänglichen Kirche gab es zwei Gruppen. einerseits die Judenchristen, die sich streng an das jüdiscche Gesetz hielten (teilweise sogar Eiferer dafür waren) und di Heidenchristen, welche die jüdischen Rabbis eher gute Männer sein ließen.

Allgemein kann aber gesagt werden, dass es in der Bibel KEIN Gebot gibt, das eine Tötung in einer Notwehrsituation verbietet. Selbst im Alten Testament existieren schon Vorschriften dafür. Jesu Gebot beinhaltet die Feindesliebe (z.B. auch 'die andere Wange hinhalten'), es gibt aber keine Vorschrift, sich einfach abschlachten zu lassen.

Antwort
von Firecookwolf, 70

In diesem Fall ist es erlaubt. Auch unabhängig vom Glauben. Immer wenn Dein Leben in Gefahr ist.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Nicht ganz unabhängig. Gibt auch Christen, die sich NIEMALS wehren, z.B. die Amish People.

Antwort
von me2312la, 47

wie jedes religiöse buch ist auch die bibel sehr uneindeutig..

einerseits wird: "auch die andere wange hinhalten" gefordert ... für die fans der gewalt gibt es aber auch: "auge um auge, zahn um zahn"

es ist für jeden was dabei ;) 

Kommentar von Shiranam ,

Liegt ja auch daran, dass sie eigentlich nur EIN Buch ist, sondern viele Bücher...

Kommentar von me2312la ,

trotzdem machen solche widersprüche keinen sinn... die bibel soll schließlich das buch gottes sein- und das mit allen inhalten... 

Kommentar von crashy2002 ,

Es sind keine Widersprüche, Jesus hat einen NEUEN Bund mit Gott Geschlossen also ist es kein Widerspruch sondern eine Erneuerung.

Kommentar von me2312la ,

einen neuen bund geschlossen? klingt nach politischen verhandlungen und nicht nach einer verbindung zwischen vater und sohn

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Das mit der anderen Wange ist quasi als Update von Jesus auf die Auge-um-Auge-Passage zu verstehen (er nimmt darauf sogar direkt Bezug). Das Auge-um-Auge-Prinzip bedeutete für das Judentum nicht, dass man, egal was einem angetan wird, dem Agressor genau das selbe antun MUSS, sondern allerhöchstens bei der Vergeltung das selbe antun DARF. Dort wurde eine Linie gezogen, um Verhältnismäßigkeit zu gewährleisten.

Beispiel: Wenn jemand deinem Sohn einen Zahn ausschlägt, überfalle NICHT mit deiner ganzen Sippe dessen Hof, brenne NICHT alles nieder, schlachte NICHT sein Vieh und seine Sklaven ab, vergewaltige NICHT seine Frau und seine Töchter und weide den Typen dann NICHT bei lebendigem Leibe aus, es ist aber okay, wenn du ihn soweit prügelst, dass der Typ dabei auch einen Zahn verliert.

Die Auge-um-Auge soll also Gewalteskalationen verhindern. Leider wurde sie sehr oft missverstanden, und in der Scharia wird sie zum Beispiel absolut fehlgedeutet: Dort MUSS jemandem, der einen anderen das Augenlicht nimmt, ebenfalls das Augenlicht genommen werden - selbst dann, wenn der Geschädigte dem Angreifer verzeiht.

Kommentar von me2312la ,

aber genau das ist das problem JEDER religion...die menschen die es für sich so auslegen, wie es gerade passt.. wenn ich gewalt ausüben möchte finde ich die legitimation  auch in der bibel...

Antwort
von Unsinkable2, 11

Müssen sich Christen nach ihrem christlichen Glauben/Bibel umbringen lassen, oder ist Gewalt anwenden zum eigenen Schutz erlaubt?

"Bibel" und "christlicher Glaube" sind zwei grundverschiedene Ansätze.

Während in der Bibel Jesus sogar einen Römer, der ihn gefangen nimmt (um ihn später ermorden zu lassen), in Schutz nimmt und Petrus, weil er das Schwert erhebt und dem Römer ein Ohr abhackt um Jesus zu verteidigen und zu schützen, ausschimpft, haben die Christen aller Zeiten Waffen gesegnet und Feldgottesdienste, in denen es darum ging, zu behauten, Gott sei auf der eigenen Seite, abgehalten.

Folgt man also dem Vorbild Jesus' in der Bibel, so ist Gewalt in jeder Situation völlig ausgeschlossen. Genau dieser Ultra-Pazifismus war ja das Neue an der Religion. Denn er setzte in den damaligen Zeiten der ständigen Gewalt ein ungeheures Signal.

Die meisten Christen (ausgenommen die Zeugen und einige andere kleinere Sekten) sahen und sehen das sehr viel pragmatischer. Sie halten sich bis heute an den alten Wahlspruch:

"Caedite eos. Novit enim Dominus qui sunt eius. - Tötet sie alle. Und lasst Gott sie aussortieren." (Wörtlich: "Tötet sie alle. Der Herr kennt die Seinen.")

Der steht zwar so nicht in der Bibel, wurde aber von den Christen, die auch sonst nicht gerade einfallslos waren, wenn es um das Umgehen von Geboten und Vorschriften ging, so aus der Bibel herausinterpretiert. (s. 2 Tim 2, 19)

Weit verbreitet wurde es übrigens nach einer Belagerung, die die Christen gewonnen hatten. Damals kamen die Söldner zu ihren christlichen Herren und sagten: "Was sollen wir machen? Wir können nicht zwischen Christen und Abtrünnigen unterscheiden?", worauf ihnen mit eben dieser Antwort des zuständigen christlichen Abtes weitergeholfen wurden: "Tötet sie alle. Gott kennt die Seinen."

Es gab zwar auch Christen, die das dann doch ein bisschen zu martialisch fanden. Doch die beschränkten sich bei ihren Massakern und Kriegen in der Regel nur auf "Deus lo vul!Gott will es!" oder "Deus est cum nobis! - Gott ist mit uns!", widersprachen also ebenfalls dem biblischen Jesus diametral...

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Deine Frage ist also zweigeteilt zu beantworten:

  • Folgt man der Bibel (und hier insbesondere Jesus), haben die Christen gar kein "Gewaltpotenzial". Sie sind Ultra-Pazifisten.
  • Folgt man dem christlichen Glauben, so sind die Christen "gläubige (potenzielle) Gewalttäter", die nicht zögern, Gewalt anzuwenden. (Davon gibt es nur wenige Ausnahmen, wie beispielsweise die Zeugen und andere kleinere christliche Sekten.)
Kommentar von Unsinkable2 ,

Aus gegebenem Anlass - Nachtrag:

Um zu zeigen, wie kreativ Christen mit der Bibel umgehen, sei chrisbyrds Antwort in diesem Thread zitiert:

Du sollst nicht töten" im Alten Testament heißt ganz eindeutig: "Du sollst nicht MORDEN". Also nicht einfach ein absolutes Tötungsverbot, so daß man keine Fliege und kein Kaninchen töten dürfte. Es ist damit auch kein absolutes Tötungsverbot in Bezug auf das menschliche Leben gemeint. Das kennt nämlich das Alte Testament nicht. Das Alte Testament kennt ja auch die Todesstrafe, und so weiter, und damit ist sicher auch die Notwehr inbegriffen.

Quelle: chrisbyrd (in diesem Thread)

Das Gebot, auf das er sich bezieht, beschreibt Jesus so:

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten!«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. (Mt 5, 21)

Dabei sagt Jesus unzweideutig: Wer tötet, macht sich "des Gerichts schuldig" und wird bestraft. Punkt. 

Er macht auch nicht die geringste Ausnahme im Sinne von "... naja, wenn es sein muss, darfst du schon hier und da mal töten." oder so. Im Gegenteil: Er VERSCHÄRFT DAS ULTIMATIVE TÖTUNGSVERBOT sogar noch dramatisch: 

Vertrage dich mit deinem Gegner sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich der Gegner nicht dem Richter überantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest.  (Mt 5, 25)

Daraus machen Christen - ich erwähnte ihre Kreativität ja bereits - ein spannendes: "Töten heißt eigentlich Morden. Also darf ich töten, aber nicht morden."

Und sie begründen das mit "... schließlich gab es ja auch die Todesstrafe."; doch sie vergessen dabei, dass Jesus sich zu damaligen profanen Sitten bestenfalls beiläufig äußerte, weil er eine völlige Änderung der Welt, quasi einen "Neustart der gesamten Welt nach seinem Vorbild", im Sinne hatte.

Und genauso, wie heute niemand mehr über die Dampfmaschine redet, wenn er bewundernd in den Motorraum eines modernen Autos schaut, redete Jesus eben nicht von der Vergangenheit der Welt, sondern von ihrer Zukunft. In seiner Vision existierte sie bereits; denn sie könnte sofort existieren, wenn die Menschen nur bereit wären, Jesus wirklich NACHZUFOLGEN. Nicht nur mit dem Mund; sondern in ihren Taten.

Mit der gleichen Rechtfertigung, die die Christen für "Töten/Morden" für sich adaptieren, kann man nämlich auch Sklaverei rechtfertigen. Oder, dass ich meine Frau kräftig verprügeln soll, wenn sie mir nicht gehorcht. Doch NICHTS DAVON hat Jesus erwähnt. Es sind alles Deutungen von Dritten, die sich dabei bevorzugt auf Paulus, der Jesus nie persönlich kennenlernte, stützen.

Im Übrigen ist auch die Argumentation mit "... dann dürfte man ja auch keine Fliege töten." nur an den Haaren herbeigezogen. Die gesamte Bibel spricht kaum über Tiere; und wenn dann nur beiläufig; etwa, wenn es um Essensvorschriften geht. Das Töten von Tieren ist also NICHT vom Gebot erfasst. Weder Moses, noch Jesus kamen jemals auf die Idee, derart einfallsreich wie die Christen zu sein, wenn es um das Beugen und Brechen von Geboten geht...

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Und weil es gerade passt, noch ein Beispiel zum Einfallsreichtum der Christen:

Zur Fastenzeit war der Verzehr von Fleisch streng begrenzt. Also kamen ein paar pfiffige Christen auf die Idee, das Fleisch mit Brot zu umhüllen. "Das sieht Gott dann ja nicht. Also können wir es essen.", war die Begründung dieser findigen Christen.

... Und weil diese Erfindung auf so leckere Weise das Fastengebot umging, gibt es sie bis heute: Sie heißen heute "Maultaschen". ;)

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Es gab aber weitaus kreativere Christen, denen es gelang, die Bibel noch sehr viel spannender auszulegen:

So war in der Fastenzeit nur der Verzehr von Fisch und einigen Vogelarten gestattet. Wild und anderes herzhaftes Fleisch durfte in dieser Zeit nicht gegessen werden.

Darauf kamen die Christen auf eine glorreiche Idee: "Rehe, die beim Durchqueren eines Flusses oder Sees getötet werden, sind ja sowas wie Fische." Also darf man sie auch in der Fastenzeit essen. Aber natürlich nur jene, die beim Durchqueren des Flusses oder Sees getötet wurden...

... Das sind keine Scherze: Das sind leibhaftige Christen bei der praktischen Interpretation ihrer biblischen Glaubensvorschriften. Und es gibt noch Dutzende - zum Teil hochgradig amüsanter - Beispiele, wie die Christen ihre Bibel interpretieren; um nur ja nicht unangenehme Dinge, wie etwa "um Gottes Willen nicht töten", tun zu müssen.

Antwort
von RicSneaker, 46

Schutz des eigenen Lebens oder Verteidigung ist ein Instinkt der Menschen, da hat Religion nicht reinzufuschen... Sich umbringen lassen... soweit kommts noch.

Antwort
von Genoraldix, 27

Nein - Verteidigung ist erlaubt. Auch ist sie nicht unbedingt eine Glaubenssache, sondern eine reflexartige Reaktion aus dem Überlebenswillen. Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen - das gilt für die Angreifer. Christus selbst wurde gewalttätig im Tempel, als er sah, dass dieser zu einer Markthalle umfunktioniert wurde.

Antwort
von MarkusKapunkt, 21

Das kommt drauf an, wie gläubig man ist. Eigentlich lehnt ein Christ jede Form von Gewalt ab.

Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin (Matthäus 5,39)

Einige fundamentalistische schristliche Glaubensrichtungen wie die Amish People in den U.S.A. leben diese Gewaltlosigkeit so stark aus, dass sie sich niemals wehren, nicht einmal dann, wenn sie bedroht, gedemütigt oder angegriffen werden. Kennst du den Film "Der einzige Zeuge"?

Antwort
von Shiranam, 26

Ich finde, man kann lebendig besser anderen Menschen helfen oder den Glauben praktizieren. Jesus bildet dafür wohl eine Ausnahme.

Antwort
von exxonvaldez, 11

Im Prinzip nein.

Jesus lehnt in der Bergpredigt jede Gewalt inklusive Selbstverteidigung ab:

„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet, der seine Sonne aufgehen lässt über Böse und Gute, und es regnen lässt über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr nur jene liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das gleiche nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Freunde grüßt, was tut ihr da Besonderes? Tun das gleiche nicht auch die Heiden? Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“



Antwort
von crashy2002, 21

In den 10 Geboten wird das Töten verboten, aber im Hebräischen gibt es viele Verschiedene Bedeutungen für das Wort.

Was in den 10 Geboten verboten wird ist das Morden und Morden ist nicht gleich Töten, wenn ich jemanden ohne ersichtlichen Grund ein Messer in den Kopf stecke ist das Morden, also Verboten.

Anders sieht es dabei aus wenn jemand sich selbst, seine Familie oder sein Land verteidigen muss, dann ist es nicht mehr Morden sondern Töten und Töten tut man auch Tiere nur als Beispiel jetzt Gott hat uns doch auch nicht verboten Fleisch zu essen? Genau im Gegenteil Jesus half seinen Jüngern Fische zu fangen und so weiter.

Also Morden nein, Töten nur im Notfall.

Antwort
von MML88, 41

Ich denke du kannst dich wehren. Die Christen im Mittelalter haben ja auch genügend Menschen umgebracht

Kommentar von crashy2002 ,

Ich korrigiere dich, das wahren keine Christen sondern Katholiken!

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