Frage von beelzeboss852, 52

Müssen raten weiter an das Inkasso gezahlt werden, wenn es das Geschäft nicht mehr gibt?

Mein Cousin hatte vor edlichen Jahren mal einen Vertrag mit einem Fitnesstudio.Irgendwann konnte er aber die Beiträge nicht mehr Zahlen und er wurde gekündigt.Er musste seit dem an ein Inkasso unternehmen die Forderungen abzahlen.Er meinte, es waren knapp 1000 euro die er zahlen sollte und er hat es in 20euro Raten abgezahlt.Nach einem Jahr oder so, wollte er wissen was er noch zahlen muss und die vom Inkasso sagten ihm, es wären noch irgendwas um die 1500.also mehr als am Anfang, obwohl es doch weniger geworden sein müsste.Er hat wohl nicht weiter nachgehakt und zahlt inzwischen schon seit 6 Jahren monatlich 20 euro ab.Ist das überhaupt möglich, dass die summe steigt obwohl er regelmäßig zahlt?Auf jeden Fall hat er jetzt gehört, dass es das Fitnesstudio garnicht mehr gibt und meint er bräuchte auch nichts mehr zahlen.Ist das so richtig?Ich habe ihm versucht klar zu machen, dass er sich auf jeden Fall mal bei dem Inkasso melden sollte und sich da informieren sollte, aber er hat da wohl keine Lust drsuf und wartet jetzt ab, was passiert.Bestehen denn da noch weiter Ansprüche vom Inkasso?

Antwort
von franneck1989, 32

Er musste seit dem an ein Inkasso unternehmen die Forderungen abzahlen.

Falsch. Er hat eine völlig unnötige Ratenvereinbarung mit dem Inkasso getroffen.

Er hat wohl nicht weiter nachgehakt und zahlt inzwischen schon seit 6 Jahren monatlich 20 euro ab

Er hat also insgesamt über 4000 Euro verbraten. In Worten: Viertausend! Da kann ich nur sagen: Selbst Schuld. Wer in finanziellen Angelegenheiten so nachlässig handelt, hat es wohl nicht besser verdient.

Für deine Frage ist wichtig: Hat er denn jemals eine Vereinbarung mit dem Inkasso unterschrieben? Wie ist der Inhalt?

Er soll sich mal eine aktuelle Forderungsaufstellung zukommen lassen und dann kann er versuchen, die zuviel gezahlten Raten zurück zu fordern. Viel Spaß!

Auf jeden Fall sollte er die Zahlungen einstellen

Kommentar von Geheim0815 ,

Wie zur hölle kommst du auf 4000€? 20*12*6 gibt bei mir 1440€.

Kommentar von franneck1989 ,

oh ja... Trotzdem vermutlich viel zu viel

Kommentar von mepeisen ,

Mal unabhängig von dem kaputten Taschenrechner hat Franneck völlig Recht.

Ich würde sofort die Zahlungen einstellen und würde dem Inkasso folgendes schreiben: "Wertes Inkasso. Sie werden aufgefordert, umgehend eine detaillierte Forderungsaufstellung zukommen zu lassen. Zudem habe ich Informationen erhalten, dass die Gläubigerin schon seit geraumer zeit nicht mehr existiert. Sie werden daher aufgefordert, mir zu erläutern, wohin mein Geld verschwunden ist und zudem ggf. eine Vollmacht des Insolvenzverwalters vorzulegen. Sie haben 14 Tage Zeit."

Kommentar von Geheim0815 ,

"Sie werden daher aufgefordert, mir zu erläutern, wohin mein Geld
verschwunden ist und zudem ggf. eine Vollmacht des Insolvenzverwalters
vorzulegen. Sie haben 14 Tage Zeit."

Das macht auf jeden Fall Sinn.

Antwort
von Geheim0815, 25

@bestehen Ansprüche:

sofern die Forderung verkauft wurde ja, ansonsten bestehen ansprüche durch das Fitnessstudio (selbst wenn geschlossen) oder deren rechtsnachfolger oder ggf. dem Insolvenzverwalter

Kommentar von Georg63 ,

Dann solltest du aber auch drauf hinweisen, dass er im Falle eines Verkaufs der Forderung schon über 400 Euro zuviel gezahlt hat.

Kommentar von Geheim0815 ,

Ratenvereinbarungen mit Inkassobüros sind immer das finanziell schlechteste was man erreichen kann, jedoch kann es wenn einem die eigene Bonität wichtig ist es trotzdem der richtige weg sein (wobei ich glaube wer nur 20€ raten zahlen kann muss sich da sowiso keine sorgen machen). Die Raten beim Gerichtsvollzieher zahlen wäre in jedem Fall billiger gewesen.

Was auch noch zu erwähnen wäre ist das eine Kündigung seitens des Fitnesstudios nur max. 50% des Monatsbeitrages ab diesem Zeitpunkt als Schadensersatz möglich macht. Da hätte er vermutlich noch mehr sparen können.

Wichtig ist erstmal zu wissen wem die Forderung aktuell gehört, das sollte das Inkassobüro erstmal benennen. Die Raten einfach einzustellen ist trotzdem der falsche weg.

Kommentar von mepeisen ,

Die Verzugszinsen machen auch einiges aus. Das hat aber am Anfang schon nicht gestimmt, denn die gesetzlichen Verzugszinsen waren niemals so hoch, dass man mit einer 20€ Rate die Schuld noch hat steigen lassen von 1000€ auf 1500€.

Antwort
von Kirschkerze, 34

Muss natürlich weiter an das Inkassounternehmen gezahlt werden weil die Forderung da hin verkauft uwrde

Kommentar von franneck1989 ,

Kannst du hellsehen?

Kommentar von kevin1905 ,

Hast du die Abtretungsurkunde dazu in Kopie? Ich nicht! :o

Kommentar von Georg63 ,

Kirschkerze hilft wiedermal den Abzockern beim betrügen.

Falls die Forderung verkauft wurde, hat er schon über 400 Euro zuviel gezahlt!

(und falls nicht, dann auch)

Kommentar von Geheim0815 ,

@400€ zuviel: sofern diese über eine Ratenvereinbarung entstanden sind geht das ja auch bei einer verkauften forderung, das ist ja ein neuer Vertag bei dem beide Parteien genau ausmachen wie der Vertrag aussieht und beide zustimmen.

Antwort
von WiiUSpieler, 38

im grunde schon zwar gibs das geschäft nicht mehr aber die schulden sind ja jetzt beim inkasso unternehmen also muß schon weiter gezahlt werden

probir es aus zahl nicht und schau was kommt ( würd ich aber nicht machen )

Kommentar von franneck1989 ,

aber die schulden sind ja jetzt beim inkasso unternehmen

Woher hast du diese Informationen?

Kommentar von mepeisen ,

Ohne Abtretung ist da gar nichts beim Inkassounternehmen gelandet. Selbst wenn: Sollte es abgetreten worden sein, dürfte das Inkasso keine Gebühren fordern.

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