Frage von noroom, 58

Müssen meine Eltern beim Psychiater dabei sein?

Hey,

ich hatte heute meinen ersten Termin beim Psychiater. Es war soweit alles in Ordnung und habe ihm von meinen Depressionen und Sozialphobie erzählt.

Er meint aber für den nächsten Termin ist es nötig, dass ein Elternteil mitkommt. Die wissen davon jedoch nicht viel, bzw. ich hab zu ihnen kein wirklich gutes Verhältnis. Ich wohne übrigens noch bei meinen Eltern, bin aber schon 19.

Ich habe den Psychiater gefragt, ob das sein muss und er meinte ja... stimmt das wirklich?

Grüße...

Antwort
von AriZona04, 25

Ich denke, mit 19 kannst Du das selbst entscheiden, ob Deine Eltern mitkommen sollen oder nicht. Dennoch: Wenn es Dir angeraten wird, hat es einen Grund. Schließlich wohnst Du noch bei Deinen Eltern und sie kennen Dich und können Ihr Verhältnis zu Dir beschreiben. Für eien Therapie ist das wohl wichtig.

Antwort
von Leihla118, 7

Frag doch mal nach warum ein Elternteil mitkommen soll. Meine Psychologin hat mir direkt gesagt,dass es nicht ins Detail gehen wird und dass sie nur meine Mutter befragen wird mehr nicht. Das tat sie auch. Sie versuchte also mehr über meine Vergangenheit aus der Sichtweise meiner Mutter zu sehen. Da ich ein recht enges Verhältnis zu meiner Mutter hatte,war es für mich auch kein Problem etwas mehr ins Detail zu gehen das beschränkte sich darauf bspw. ,dass ich ihr erklärte,dass das was sie als "ein paar Hänseleien" in Erinnerung hatte,für mich schon der schlimmste Teil meines Lebens ist und Hauptgrund für meine Depression ist. Ich glaube der Psychologe will nur herausfinden wie deine Eltern dich wahrnehmen und wie die Beziehung zwischen euch ist. Dadruch kann er auf bestimmte Sachen zurückschließen. Ich würde deinen Psychiater nochmal genau fragen was er vor hat. Aber zwingen kann er dich auf keinen Fall.

Antwort
von Rendric, 19

Es ist zu empfehlen. Wenn du aber volljährig bist, kann er dich nicht zwingen.

Da du aber bei deinen Eltern wohnst, ist es zu empfehlen.

Er klärt dann deine Eltern über deine Probleme auf und wie sie dich bei der Therapie unterstützen können. Er nimmt Ängste und Unsicherheiten.

Da du bei ihnen wohnst, nimm lieber jemanden mit.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Selbst wenn er minderjährig wäre, könnte er ihn nicht dazu zwingen, die ärztliche Schweigepflicht gilt auch dann.

Kommentar von Rendric ,

Es redet auch keiner von Zwang, sondern von einer Empfehlung für eine entsprechend gute Therapie.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Du hattest halt in der ersten Zeile was von Zwang geschrieben^^

Antwort
von Rollerfreake, 10

Mit 19 Jahren bist du volljährig, deine Eltern sind somit nichteinmal mehr erziehungsberechtigt. Frage ihn doch einfach mal warum er das möchte, vielleicht geht es auch nur um die Krankenversicherung, vorausgesetzt du bist noch bei deinen Eltern mitversichert. 

Kommentar von noroom ,

Ist ein Privatarzt, hat also nichts mit der Krankenkasse zu tun ^^

Antwort
von daisyjasmine, 6

Ich bin der Meinung nein. Zunächst musst du selbst in eine Situation kommen in der es dir besser geht. Dann kannst du wenn du bereit bist und es dir hilft weiter arbeiten und deinen Eltern das erzählen wozu du bereit bist.

Antwort
von tiniwuzz, 7

Meiner Meinung nach ist es wichtig für einen Therapeuten, Hintergründe und Stories nicht nur aus der einseitigen und ggf. verschobenen Sicht des Patienten kennenzulernen. Dabei kann es zunächst genügen, dass er mit einem Elternteil alleine spricht, ohne dass du dabei sein musst. Der Therapeut hat Schweigepflicht, d.h. du kannst ihn ganz oder teilweise davon entbinden ggüber deinen Eltern.
Nichtsdestotrotz halte ich es für wichtig, mit dem Therapeuten als Mediator, auch mit den Eltern selbst zu reden!

Antwort
von DerSchokokeks64, 20

Nein, stimmt nicht. Eventuell denkt der Psychiater, das es die Behandlung voranbringen könnte, wenn er deine Eltern einbezieht. Aber rein rechtlich haben deine Eltern nicht mehr viel mit dir zu tun, also MUSST du sie nicht mitnehmen. Es könnte dich aber bei deiner Behandlung vorwärtsbringen.

Antwort
von Evoluzzer213, 8

Grundsätzlich macht es schon Sinn, dass deine Eltern wissen, was in dir vorgeht damit sie dir entsprechend helfen können.

Das würde zumindest Sinn machen. Allerdings braucht dein Psychiater deine Einverständniserklärung bevor er mit anderen über deine Diagnosen spricht und das wiedergibt, was du ihm im Vertrauen erzählt hast. Alles andere ist schlicht illegal.

Deswegen kannst du ja deinem Psychiater sagen, was er deinen Eltern erzählen kann oder du bist dabei während er mit deinen Eltern redet, das ist keine schlechte Idee.

Es muss natürlich nicht sein, wie gesagt hat gerade dein Psychiater eine ärztliche Schweigepflicht zu erfüllen aber er will dir natürlich auch helfen. Und das geht auch, indem dein Umfeld bis zu einem gewissen Grad von dir weiß, damit es entsprechend auf dich reagieren kann.

Prinzipiell kannst du das auch ablehnen und deine Eltern völlig im Dunkeln lassen, das kannst du alles entscheiden

Kommentar von noroom ,

also..., kann ich ihm sagen er darf über die Antriebslosigkeit und Angst erzählen aber nicht über Ritzen, Suizid, usw.?

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Ja das kannst du. Du kannst ihm spezifisch darlegen, was er erzählen darf und was nicht, besonders da deine Einverständniserklärung streng genommen schriftlich vorliegen muss.

Sonst zieht er vor Gericht nämlich den Kürzeren.

Denk aber drüber nach ob du das deinen Eltern nicht erzählen willst, oder vielleicht deinem besten Freund oder so.

Ich weiß aus eigener Erfahrung dass eine große Last von einem abfällt wenn man das jemandem erzählen kann, zu dem man einen guten Draht hat

Antwort
von Sillexyx, 14

Wenn der Arzt das sagt, scheint es ihm Wichtig zu sein. 

Antwort
von robi187, 12

19 jahre? dann wird arzt nur um eine oder 2 termine handeln wo die eltern dabei sein sollten?

sonst würde ich mir ein anderer arzt suchen?

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