Frage von chazen, 69

Müssen Einnahmen unter 450 € auch angemeldet werden?

Hallo,

Ich habe hier und da immer mal wieder kleinere Verkäufe von Gegenständen, die ich nicht mehr gebrauche und mache damit ein wenig Taschengeld im Monat. Solange ich unter 450 € verdiene, bin ich dem Finanzamt doch keine Auskunft schuldig, oder?

Grüße

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 41

Wenn Du was privates verkaufst, hat das mit dem Finanzamt nichts zu tun (ausser teure Dinge, die Du vorher gekauft hast).

die 450,- Euro Grenze hätte aber, für den Fall Du würdest handeln) keine Bedeutung haben. Das ist die Minijobgrenze und gilt nur bei Anstellungen.

Kommentar von Vyled ,

Und für was für einen Zeitraum würde die Grenze gelten?

Wie wäre es, wenn eine Person Online aus Spielen etwas virtuelles gegen Echtgeld verkauft? 

Kommentar von chazen ,

Wenn ich jetzt aber Dinge kaufen- und teurer verkaufen würde. Beispielsweise ein MacBook. Gilt die Regel dann immernoch?

Kommentar von wfwbinder ,

  Wenn ich jetzt aber Dinge kaufen- und teurer verkaufen würde. Beispielsweise ein MacBook

Wenn Du es nicht gewerblich machst, also mit der Absicht es noch öfter zu machen, wäre es ein privates Veräußerungsgeschäft gem. § 23 EStG und würde bis 600,- Euro im Jahr (Freigrenze) steuerfrei sein.

Kommentar von wfwbinder ,

    Wie wäre es, wenn eine Person Online aus Spielen etwas virtuelles gegen Echtgeld verkauft? 

Das klingt nach Handel mit Software. das wäre gewerbliche Tätigkeit und zu versteuern.

WAs anfällt, hängt von der GRößenordnung ab.

Kommentar von chazen ,

Ja aber das ist eben die Frage! Wenn ich jetzt ein MacBook für 300 € kaufe und für 400 verkaufe. Liegt das ja immernoch unter der monatlichen 450 € Grenze. Ich mache das ja nur ein mal im Monat.

Kommentar von TomRichter ,

> Ich mache das ja nur ein mal im Monat.

Was ist daran unklar? Jeden Monat wieder ist klar gewerblich.

Was sollen die 450 Euro - Du hast nunmal keinen Minijob als MacBookVerkäufer, sondern bist selbständig tätig.

Kommentar von wfwbinder ,

so ist es.

Kommentar von chazen ,

Wer sagt das ich MacBook Händler bin? Ich habe lediglich ein Beispiel gebracht. Bitte genauer lesen!

Kommentar von wfwbinder ,

Und @TomRichter hat nur die Auswirkung Deines Beispiels beschrieben. monatlich ein Notebook zu handeln, wäre gewerblich.

DEine gesamte Überlegung um eine 450,- Euro GRenze ist völlig falsch, weil 450,- Euro die Minijobgrenze ist.

Aber etwas verkaufen ist, wenn es nicht mehr privat ist, eine gewerbliche Tätigkeit, wo es solche Grenzen nicht gibt.

Kommentar von chazen ,

Alles klar, Danke!

Antwort
von BenLam, 21

Hallo chazen,

die Grenze von 450€ hat für dich keine Bedeutung, da es sich nicht um einen Minijob handelt.

Eine private Veräußerung ist erst einmal steuerfrei. Handelst du allerdings regelmäßig und kaufst hierzu sogar Sachen an, dann handelt es sich vermutlich um eine gewerbliche Tätigkeit. Diese muss angemeldet werden und ist somit dem Finanzamt bekannt.

Antwort
von TimmyEF, 41

Da Privatverkauf geht das dem Finanzamt nichts an. Selbst der erlös bei Autos die privat bei Ebay Kleinanzeigen verkauft werden müssen nicht gemeldet werden.

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