Frage von therealrock, 46

Müssen die Kosten des Türeinbaus vom Vermieter übernommen werden?

Ich bin in eine studentische Wohngemeinschaft gezogen, an die Haus vermieter wird. Mein Zimmer ist direktenneben der Küche und hat lediglich eine halbdurchsichtige Schiebetür, durch die man alles hindurchhört. Ich werde immer geweckt wenn jemand in der Küche ist und meine Gespräche in meinem Zimmer kann man problemlos auch von der Küche und Flur mithören, fühle mich in meiner Privatsphäre sehr gestört. Die Vermietung lehnt die Kostenübernahme des Einbaus einer Tür samt Zarge ab. Ist das rechtens? Muss die Vermietung diese nicht tragen? Die Vermietung gibt 500€ Einbaukosten an, die ich selber tragen müsste, was mir für eine(!) normale Innentür doch recht teuer vorkommt! Was kann ich tun? Ich lebe von Bafög und kann mir so einen Einbau nicht leisten.

Antwort
von DerHans, 26

Die Räumlichkeiten waren ja bereits so, als du sie angemietet hast.

Es hat dich doch niemand gezwungen, dieses Zimmer zu mieten. Mit welchem Recht glaubst du, jetzt Änderungen verlangen zu können?

Wenn du glaubst, du kannst einen solchen Umbau billiger machen, kannst du das ja tun. Du müsstest dann aber damit rechnen, beim Auszug den ursprünglichen Zustand wieder herstellen zu müssen.

Antwort
von LiselotteHerz, 22

Nein, das muss der Vermieter nicht tragen. Als Du dort eingezogen bist, konntest Du schließlich sehen, welches Zimmer Dir zugewiesen wird und dass eine Glastür nicht schalldicht ist, sollte jedem klar sein.

Der Vermieter ist nicht verpflichtet, sozusagen die Wohnung räumlich verändern zu lassen.

Wenn Du Dir das nicht so schlimm vorgestellt hast, gibt es nur die Alternative in eine andere WG zu ziehen.

Ein Schreiner kostet nunmal so viel Geld, das sind nicht die Materialkosten, sondern der Stundenlohn, der diesen Preis so in die Höhe treibt. lg Lilo

Antwort
von ChristianLE, 23

Nein, Du hast keinen Anspruch auf einen Einbau einer neuen Tür.

Grundsätzlich heißt es "gemietet, wie gesehen", d.h. der Vermieter schuldet nur den vereinbarten Zustand, bzw. den Zustand bei Besichtigung der Wohnung.

Wenn also im Mietvertrag kein Einbau einer Tür vereinbart wurde, kannst Du hier nichts tun.

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 11

Die Vermietung lehnt die Kostenübernahme des Einbaus einer Tür samt Zarge ab. Ist das rechtens? 

Ja ist rechtens. Diese halbdurchsichtige Schiebetür war bei Besichtigung und Mietbeginn vorhanden. Und vermutlich wurde vertraglich auch keine andere Tür zugesichert.

Folglich mußt Du mit der vorhandenen Tür leben, die Kosten für eine andere Tür tragen, evtl. auch für den Rückbau bei Mietende oder Dir eine andere Bleibe suchen.

500 € für eine Innentür inkl. Einbaukosten ist nicht teuer.

Antwort
von imager761, 3

Die Vermietung lehnt die Kostenübernahme des Einbaus einer Tür samt Zarge ab. Ist das rechtens?

Ja: Privatspähre ist dir nicht vermietet, sondern ein Zimmer mit Schiebetür und Glasfüllung :-.)

Sofern hier kein Umbau zugesichert wurde, trägst du den gewünschten Umbau selbst und müsstest den bei Rückgabe der Mitsache sogar wieder zurückbauen.

Kostengünstiger wäre eine Dämmmaßnahme: Wie wäre es mit einem rollenden Bücherregal, das man vor die Tür schöbe, wenn man Ruhe wünscht?

G imager761

Antwort
von tanzegern, 24

Die Mietsache muss im vertragsgemäßen Zustand sein. Wenn du das Zimmer so akzeptiert hast, sehe ich da keine Chance.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten