Frage von GuteFrage140300, 2.292

Müssen Beamte Steuern zahlen?

Hallo zusammen,
Stimmt das das Beamte (zum Beispiel Polizisten) keine Steuern zahlen müssen?
Außerdem würde ich gerne noch wissen was die Vorteile sind Beamter zu sein (das man nicht gefeuert werden kann weiß ich, aber was gibt es noch für Vorteile?)
Ich hab mal gehört das man auch in der Art Privatversichert ist.
Ich freue mich über eure Antworten :-)

Antwort
von Akka2323, 1.458

Beamte zählen Steuern wie jeder andere auch. Sie zahlen keine Rentenversicherung, müssen aber ihre Krankenversicherung privat bezahlen.

Antwort
von Apolon, 1.992

Stimmt das das Beamte (zum Beispiel Polizisten) keine Steuern zahlen müssen?

Falsch - Beamte zahlen sogar eine höhere Lohnsteuer als Angestellte!

Außerdem würde ich gerne noch wissen was die Vorteile sind Beamter zu sein (das man nicht gefeuert werden kann weiß ich, aber was gibt es noch für Vorteile?)

Auch dies ist falsch - Beamte können wohl gefeuert werden !

Ich hab mal gehört das man auch in der Art Privatversichert ist.

Diese Entscheidung, ob Private oder gesetzliche Krankenversicherung, trifft der Beamte selbst.

Wenn Du Fragen hast, bitte etwas genauer stellen, aber bitte ohne solche unsinnigen Anmerkungen.

Kommentar von Akka2323 ,

Nein, Beamte müssen sich privat versichern.

Kommentar von Apolon ,

Nein, Beamte müssen sich privat versichern.

Unsinn - der Beamte hat die Wahl, wie er sich versichert.

Kommentar von Katzenhai3 ,

@Apolon...........Man wird diese Gerüchte wohl nie aus der Welt schaffen können :-(

Kommentar von furbo ,

Auch dies ist falsch - Beamte können wohl gefeuert werden !

Auch dies ist falsch. Beamte können aus dem Dienst entfernt werden auf verschiedene Art und Weise... Gefeuert aber niemals.

Kommentar von Apolon ,

Beamte können aus dem Dienst entfernt werden auf verschiedene Art und Weise... Gefeuert aber niemals.

Und wo liegt der Unterschied ?

Die Entlassungsgründe, kann man im Beamtenstatusgesetz nachlesen.

Und ich denke gerade mal an § 24 (Verlust der Beamtenrechte)

http://www.gesetze-im-internet.de/beamtstg/__24.html

Antwort
von Midgarden, 945

Quatsch - natürlich zahlen sie auch Steuern

Nur die Sozialversicherung entfällt, weil es für sie ein anderes System gibt

Antwort
von Dunacsilla, 1.752

Da gibt es viele Gerüchte. Beamte zahlen genauso Steuern, Kranken- und Sozialversicherungsbeiträge wie Angestellten. Je nach Besoldungsstufe kommt mal weniger mal mehr dabei heraus als wenn sie in der freien Wirtschaft tätig wären. Beamten haben kaum finanzielle Vorteile. Der Vorteil des Beamtenstatus ist die Unkündbarkeit, also die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Viele Beamten verdienen weniger als wenn sie mit der gleichen Ausbildung in die Wirtschaft gegangen wären.

Kommentar von Dunacsilla ,

Die Antwort von Meandor ist besser, muss ich zugeben :-)

Antwort
von Meandor, 1.354

Beamte bezahlen Steuern wie jeder andere auch. Da sie jedoch im Krankheitsfall eine Beihilfe in Höhe von 50% - 100% vom Dienstherren erhalten, sind sie nicht gesetzlich krankenversichert. Den fehlenden Teil der Krankheitskosten können sie privat versichern.

Das Beamtenverhältnis ist im Regelfall ein Verhältnis auf Lebenszeit. Der Beamte bleibt ein Leben lang beim Staat, dafür sorgt der Staat im Ruhestand für ihn, mit einer Pension. Daher zahlen Beamte auch nicht in die Rentenversicherung.

Aus der Tatsache der Lebzeitverbeamtung ergibt es sich auch, dass Beamte nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlen müssen.

Ebenfalls aus der Besonderheit dieses Fürsorgestatus ergibt sich, dass der Staat seinen Beamten unterstützt, wenn sich dessen Familienstand ändert, z.B. auf Grund einer Heirat oder von Nachwuchs.

Das letzte Problem ist dann das Gehalt. In der Wirtschaft kann man mit dem selben Bildungshintergrund eventuell mehr verdienen und weiter aufsteigen, dafür fehlen halt die oben genannten Punkte.

Kommentar von Apolon ,

Noch einer - der sich nicht auskennt !

Da sie jedoch im Krankheitsfall eine Beihilfe in Höhe von 50% - 100% vom Dienstherren erhalten, sind sie nicht gesetzlich krankenversichert. Den fehlenden Teil der Krankheitskosten können sie privat versichern.

Ein Beamter erhält nie 100 % an Beihilfe. Auch für den Beamten gilt die Krankenversicherungspflicht und er hat die Möglichkeit sich entweder in der GKV oder in der PKV zu versichern.

Das Beamtenverhältnis ist im Regelfall ein Verhältnis auf Lebenszeit.

Nein - die Verbeamtung beginnt mit der Ausbildungszeit als Beamter auf Widerruf.  Danach darf er eine Probezeit absolvieren als Beamter auf Probe. Erst danach wird er Beamter auf Lebenszeit.

Aus der Tatsache der Lebzeitverbeamtung ergibt es sich auch, dass Beamte nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlen müssen.

Auch diese Anmerkung ist totaler Blödsinn.

Arbeitslosenversicherung zahlen nur Arbeitnehmer. Aber ein Beamter ist kein Arbeitnehmer und hat auch keinen Arbeitsvertrag.

Also ist er auch nicht Sozialversicherungspflichtig.

Kommentar von Meandor ,

Feuerwehrtechnische Beamte zum Beispiel haben einen Beihilfesatz von 100%, es wird jedoch lediglich als "Freie Heilfürsorge" bezeichnet.

Ich gebe zu, ich habe vergessen, dass es inzwischen einen Krankenversicherungspflicht gibt, und die auch den unversicherten Teil des Beamten umfassen kann

Klar beginnt man erst als Beamter auf Widerruf, dann auf Probe, etc. pp. Das ändert aber nichts daran, dass das Beamtenverhältnis nach den Grundsätzen des Berufsbeamtentums als lebenslanges Schutz- und Treueverhältnis ausgestaltet ist.

Die Frage ist, warum sind Beamte von der Sozialversicherung befreit? Nicht weil Sie keine Arbeitnehmer sind, sondern weil sie Beamte sind und nach den Grundsätzen des Berufsbeamtentumes sind sie in allen Lebenslage vom Dienstherren zu allimentieren und zu versorgen.

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 937

Es gibt viele Arten von Steuern. Man kann das nicht verallgemeinern. Beamte zahlen Mehrwertsteuer, KFZ-Steuer, Grundstückssteuer, Einkommenssteuer ... welche STEUERN meinst du?

Krankenversicherung ist mit mindestens 50% selbst zu finanzieren. Freie Heilfürsorge gibt es nur noch in ganz wenigen Bundesländern. Wieviel man da bezahlt, kommt drauf an, welche Vertragsinhalte und Tarife man wählt.

Arbeitslosenversicherung wird so wie für Arbeitnehmer nicht gezahlt. Der Beamte ist kein Arbeitnehmer im üblichen Sinn. Dennoch kann er seinen Job verlieren und steht dann unter Umständen ziemlich blöd da. Er tut also gut daran, sich gegen eine PDU zu versichern und zahlt auch dementsprechend dafür.

Beamter auf Lebenszeit kommt nach mindestens 3 Jahren Beamter auf Widerruf und auch mindestens 2 Jahren Beamter auf Probe. Wer also gerade beginnt, hat noch lange keinen Job auf Lebenszeit.

Gruß S.

Kommentar von Sirius66 ,

PS: Vielleicht sollte man hier generell die Begriffe Steuern und Sozialversicherungsabgaben sortieren.

Gruß S.

Antwort
von dsELMO, 565

Du zahlst ja bei jedem Brötchen steuern! Sollte das für die extra gerechnet werden oder wie stellst du dir das vor?

Antwort
von basiswissen, 642

Das ist Unfug. Beamte unterliegen auch der Steuerpflicht. Das Gerücht hält sich-warum auch immer- sehr lange schon.

Antwort
von Ninombre, 744

Das mit den Steuern ist völliger Unsinn. Beamter bezahlten keinen Rentenversicherungsbeitrag, aber ganz normale Steuern. Hinsichtlich der privaten Krankenversicherung: Beamte erhalten eine sog. Beihilfe für die Krankheitskosten, nicht immer in voller Höhe sondern meist um die 75%. Den Rest können sie mit einer privaten Krankenversicherung abdecken, die dann entsprechend günstig ist. Anders als bei anderen Jobs spielt auch die Anzahl der Kinder eine Rolle für die Bezahlung. Wenn man will, kann man positiv sehen, dass man was für die Allgemeinheit tut (nicht nur als Polizist, sondern generell als Staatsbediensteter, auch wenn viele das kritisch sehen).

Nachteile: Vergleiche das Geld mit der Bezahlung in der freien Wirtschaft. Da ist für eine vergleichbare Position wesentlich mehr zu holen, wenn es einem aufs Geld ankommt.

Kommentar von Apolon ,

Noch so ein Schwachspieler!

Beamter bezahlten keinen Rentenversicherungsbeitrag, aber ganz normale Steuern.

Sozialversicherungsbeiträge müssen sie nicht zahlen, da sie in keinem Arbeitsverhältnis stehen.

Sie zahlen aber einen höheren Steuersatz als Arbeitnehmer.

Hinsichtlich der privaten Krankenversicherung: Beamte erhalten eine sog. Beihilfe für die Krankheitskosten, nicht immer in voller Höhe sondern meist um die 75%.

Unsinn.  Der Beamte kann entscheiden ob er sich privat oder gesetzlich versichert.

Die Beihilfesätze richten sich nach den Beihilfevorschriften der einzelnen Bundesländern.  In den meisten Bundesländern (Ausnahme Hessen und Bremen) erhalten sie 50 % Beihilfe (Ausnahme bei mindestens 2 Kindern  oder als Versorgungsbeamte 70 % Beihilfe)

Anders als bei anderen Jobs spielt auch die Anzahl der Kinder eine Rolle für die Bezahlung.

Was haben denn die Kinder mit der Bezahlung zu tun ???

Wenn man will, kann man positiv sehen, dass man was für die Allgemeinheit tut (nicht nur als Polizist, sondern generell als Staatsbediensteter, auch wenn viele das kritisch sehen).

Was hat denn dies mit einem Beamten zu tun. Jeder Mensch hat die Möglichkeit hier seinen Beitrag zu leisten.

Antwort
von Gestiefelte, 627

Wo hast du den Quatsch denn her? Und nur weil jemand privat versichert ist, bedeutet das nicht ,dass er dafür nicht (viel) Geld bezahlt!

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