Frage von Wekknd, 215

Müssen Arbeitgeber auf die Religionsfreiheit achten?

...oder zählen nur die eigenen Hausordnungen? Wenn es z.B. drei Bewerber gibt, die Frau mit der Burka ist eindeutig die Fähigste, aber der Arbeitgeber möchte die Frau nicht einstellen, weil sie eine Burka trägt. Kann der Arbeitgeber dafür verklagt werden? Beim tragen der Burka wird ja auf die Religionsfreiheit verwiesen.

Antwort
von Hamburger02, 70

Rechtlich gesehen ist es so, dass ein Arbeitgeber (AG) niemanden wegen seiner Herkunft, Glauben oder Geschlecht benachteiligen darf.

Er hat allerdings auch das Recht, auf den Betriebsfrieden zu achten, Kleidervorschriften zu machen oder das Beten zu verbieten, wenn es den Betriebsablauf stört. Ein AG hat das Recht, jegliche politische oder religiöse Betätigung in seinem Betrieb zu verbieten. Es gilt ganz eindeutig: Wenn Arbeit und Religion in Konflikt geraten gilt: während der Arbeitszeit geht die Arbeit vor Religion. Religion vor Arbeit ist auf die Freizeit beschränkt.

Es ist also durchaus möglich, eine Burkaträgerin abzulehnen, weil sie entweder den Betriebsfrieden stört oder weil sie das Erscheinungsbild der Firma nach außen stört. Ein Nachweis, dass Burka unbedingt zur freien Ausübung des Islams gehört, dürfte nicht gelingen. Dazu findet man selbst bei Islamwissenschaftlern genügend Argumente.

Die Burka kann danach durchaus als politisches Bekenntnis zur Unterdrückung der Frau gewertet werden und das darf mit Hinweis auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau abgelehnt werden.

Und praktisch sieht das nochmal ganz anders aus. Sollte ein AG eine Burkaträgerin ablehnen, wird er das kaum in das Ablehnungsschreiben reinschreiben. Die übliche Formulierung ist die, "dass ein geeigneterer Bewerber/in gefunden wurde". Da das Gegenteil zu beweisen ist praktisch unmöglich.

Antwort
von matmatmat, 73

Die einzigen Arbeitgeber in Deutschland die *alle* angestellten, egal ob Reinigungskraft oder Pressesprecher diskriminieren dürfen wegen ihrer Religion sind die beiden großen Kirchen. Wer nicht katholisch genug putzt kann fristlos gekündigt werden oder wird erst gar nicht eingestellt. Siehe: www.gerdia.de

Es gibt noch sogenannte "Tendenzträger", also zum Beispiel der Pressesprecher einer Partei, da kann die Partei verlangen, das er auch das Vertritt, was die Partei vertritt. Da darf diskriminiert werden. Das sind aber seltene Ausnahmen und einzelne Jobs.

Arbeitskleidung gehört bei manchen Jobs auch dazu, da geht es dann aber nicht um Religion oder Ideologie, sondern darum, das man sich nicht in Geräten verfängt oder Hygienevorschriften eingehalten werden. Da kann (und muß) der Arbeitgeber drauf bestehen.

Alle anderen Arbeitgeber dürfen das nicht.

Antwort
von MAB82, 114

Es ist das Recht des Arbeitgebers, die Arbeitskleidung vorzuschreiben. Ist die Bewerberin einverstanden die Burka während der Arbeit nicht zu tragen, kann sie deswegen nicht diskriminiert werden.

Ist doch gerade erst durch die Medien gegangen, dass eine Behörde/Verwaltung eine Praktikantin entlassen hat, weil sie sich weigerte das Kopftuch abzunehmen.

Antwort
von Suboptimierer, 82

Für viele Jobs gibt es Kleidervorschriften. Ein Blaumann auf dem Bau, Feuerwehranzüge bei der Feuerwehr, Standardgaderobe für den Autoverkauf, Imbiss-Werbeshirt im Imbiss, ...

Es ist dem Arbeitgeber mit Sicherheit erlaubt, dem Arbeitenden vorzuschreiben, was er anziehen soll. Es gibt sogar sehr wenige Jobs, bei denen man sich so anzieht, wie man es privat tun würde.

Antwort
von Panazee, 99

Der Arbeitgeber hat immer die Möglichkeit andere Gründe zu finden, die er angeben kann. Er muss aber eigentlich gar keinen Grund angeben, wenn er jemanden nicht einstellt.

Es gibt aber auch Bereiche, da kann der Arbeitgeber darauf verweisen, dass eine Burkaträgerin an dieser Arbeitsstelle sein Geschäft schädigen würde. Hat man viel Publikumsverkehr und macht Beratung, dann könnte man so argumentieren. Das sind Geschäfte wo man Vertrauen aufbauen muss. Viele Menschen vertrauen eher Menschen, deren Gesicht sie sehen können.

Die Einzigen, die einen Menschen aufgrund seiner Religionszugehörigkeit bzw. deren nicht vorhanden sein, ablehnen dürfen sind interessanterweise Religionsgemeinschaften. Einrichtungen der katholischen Kirche dürfen darauf bestehen, dass du katholisch bist, wenn du dort arbeiten willst.

Antwort
von Interesierter, 104

Der Arbeitgeber kann, sofern betriebliche Gründe vorliegen, die Arbeitskleidung vorschreiben.

Im Übrigen verletzt dieses Verbot der Burka am Arbeitsplatz nicht die durch das Grundgesetz garantierte freie Religionsausübung. Die Burka ist Muslimen nicht vorgeschrieben.

Weiter wird der Arbeitgeber, wenn er die Beweberin wirklich ablehnen will, kaum die Burka als Begründung nennen. Vielmehr wird er eines der vielzitierten Standard-Schreiben mit den Worten "...trotz ihrer Qualifikation konnten wir sie bei der Vielzahl an Bewerbern leider nicht berücksichtigen..."

Dagegen kann ein Bewerber gar nichts machen, da er zum Einen die Zahl der Bewerber und zum Anderen die Qualifikation der anderen Bewerber nicht kennt.

Kommentar von Nightstick ,

I "Die Burka ist Muslimen nicht vorgeschrieben." (Zitat)

So ist es wohl, denn auch aus den Suren 24:31 und 33:59 kann man dies nicht ableiten - dies gilt sowohl für das Kopftuch als auch für die Burka.

Antwort
von archibaldesel, 70

Religionsfreiheit bedeutet, dass jeder seine Religion ungehindert ausüben darf. Das bedeutet aber nicht, dass er es auch während seiner Arbeitszeit zu jeder Zeit kann. Religion ist Privatsache und ist in der Freizeit auszuüben.

Es gibt jede Menge Berufe, in denen einen Burka schlicht unangemessen ist. Eigentlich jeder Beruf mit Publikumsverkehr...

Ganz nebenbei wird ein Arbeitgeber seine Absage kaum damit begründen, dass ihm die Kleidung nicht gefällt. Er wird sie im Zweifel gar nicht begründen.

Kommentar von Hamburger02 ,

Es gibt jede Menge Berufe, in denen einen Burka schlicht unangemessen ist. Eigentlich jeder Beruf mit Publikumsverkehr...

z.B. Gogotänzerin in der Disco ;-)

Kommentar von archibaldesel ,

Da hast du Publikumsverkehr jetzt aber irgendwie fehlinterpretiert ;-)

Kommentar von Hamburger02 ,

Tänzerinnen sind im Allgemeinen nicht käuflich. Da wird in der Branche sehr fein getrennt. Motto: Man arbeitet entweder vor oder hinter der Bar. Eine Mischung darf es nicht geben. Tänzerinnen gehören zu "hinter der Bar".

Kommentar von earnest ,

Als Hamburger kennst du dich da aus, nicht wahr?

;-)

Antwort
von Zicke52, 41

Wie schon die meisten Nutzer geantwortet haben, steht es natürlich jedem AG frei, einzustellen, wen er will.

Trotzdem wäre es interessant, die grundsätzliche Regelung zu kennen, denn die käme zum Tragen, wenn jemand, der schon einen festen Anstellungsvertrag, plötzlich konvertiert und mit Burka zur Arbeit kommt. Dürfte er dann entlassen werden?

Ich würde es hoffen. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ein AG nicht das Recht hat, das Gesicht seiner Angestellten zu sehen, und das ganz unabhängig davon, ob sie Publikumsverkehr haben oder nicht.

Aber ich würde doch weiter gehen: eine Frau mit Burka - und sogar mit Kopftuch - signalisiert ganz eindeutig, dass sie ferngesteuert ist. Darf ein AG nicht bestimmen, dass er keine ferngesteuerte Mitarbeiter haben möchte, sondern solche, die selbstbestimmt handeln und in der Realität verankert sind? Sowas zählt für mich durchaus zu den zulässigen Auswahlkriterien eines AN.

Zudem signalisiert die Burka noch eine ideologische Unterstützung der finstersten, verfassungsfeindlichen Seite des Islam, und ich finde, die Religionsreiheit sollte nicht soweit gehen, dass man ostentative Zeichen dieser Ideologie in seinem Haus dulden muss.

Antwort
von Hexe121967, 81

Noch darf ein Unternehmer denjenigen einstellen den er einstellen möchte. Und wenn er die Frau mit Burka nicht einstellen möchte, so stellt er eben jemand anders ein.

Antwort
von skjonii, 86

Ich bin mir da nicht so sicher, aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es rechtswidrig ist, denjenigen einzustellen, den man möchte. 

Oder eben denjenigen nicht einzustellen, den man nicht mag. Da bis dato ja noch kein Verhältnis zustande gekommen war, hat die Bewerberin auch kein Recht irgendwas einzuklagen, denke ich. Qualifikation hin oder her. 

Antwort
von Jogi57L, 47

Im Grunde kann der Arbeitgeber einstellen, wen ER will.

Es gibt keine Pflicht nach "Befähigung" einzustellen.

ein Arbeitgeber kann z.B. auch aus Mitleid, Sympathie, oder weil er jemanden eine Chance geben will, oder weil es die Tochter seines Kumpels ist....o.ä.einstellen.

Natürlich muss er seine Entscheidung auch nicht begründen.

Sollte er gefragt werden UND antworten wollen/müssen, würde die einfache Aussage reichen:

" Mir persönlich erscheint die Bewerberin trotz mangelnder Qualifikation insgesamt am geeignetsten, und am besten zu unserer Unternehmenskultur zu passen. Die Qualifikation vermittle ich ihr schon noch..."

o.ä.

Er könnte sogar auch sagen:

"sie sind die Fähigste, aber ich will, dass sie Gesicht zeigen, das ist bei uns so üblich und es gibt keine Aussnahmen"

Was er NICHT sagen sollte ist:

" ich stelle sie wegen ihrer Religion nicht ein"

Wobei es ja keinesfalls gesagt ist, dass eine Burka-Trägerin eine Muslima ist... es kann auch eine Frau sein, die es einfach gut findet....."

Kommentar von suesstweet ,

Das Aussehen spielt auch eine sehr große Rolle, nicht wahr?

Kommentar von Jogi57L ,

Das denke ich auch.. wenn ich meine Chefin so ansehe... bzw... die Männer die sie einstellt... dann muss ich erkennen, dass ich wohl "out" bin.... 

Kommentar von suesstweet ,

Ach was. Du bist bestimmt die rechte Hand deiner Chefin. :-)

Kommentar von Jogi57L ,

:-)... nein das war ich als der Chef noch lebte... 

... der neue Chef ist der Sohn... aber die "Oberchefin" halt die Mom.....

und da frage ich mich manchmal schon... WONACH die aussucht.....

bodygebuildet, schlank, 1,80-1,90 groß... und dunkle Haare....

( ok, wir haben aber u.a. auch zwei Muslimas... die der Junior eingestellt.... hat... beide haben sehr lange Haare bis zum Aa..a ?... ....aber du weisst schon ?.... 

und können schauen.... "dass es einem Mann "ganz anders" wird....)

Antwort
von eccojohn, 53

Eindeutig JA - aber bestimmt nicht so, wie man es sich oft vorstellt.

Religion ist reine Privatsache - hat also nichts mit der Arbeit zu tun - theoretisch.

Wirkt es sich eine Religionsausübung oder auch nur die Zugehörigkeit für den Arbeitgeber durch irgendwelche Punkte nachweislich negativ aus, die eindeutig und nur auf die Religion und das sich deutlich dazu bekennende zurückzuführen sind, so muß er dies nicht hinnehmen. 

Hier ist es dann meist eher so, das der AN nicht sorgfältig genug zwischen Arbeit und Freizeit unterschieden hat. Der AG darf zwar die Rel. bzw. die Zugehörigkeit nicht als Maß aller Dinge setzen, muß aber z.B. auch nicht akzeptieren, das sein AN z.B. jedem Kunden / Gast ect. kundtut, das er einer bestimmten Rel. angehört - egal ob mündlich oder sonst wie.

Dazu:   Er kann eine Ablehnung oder Absage begründen - muß dies aber nicht. Es ist seine rein persönliche Entscheidung, mit wem / welchen Menschen er sich umgibt.

Antwort
von josef050153, 18

Im Prinzip gilt auch in einem Betrieb Religionsfreiheit. Wenn allerdings Arbeit und Religion gegeneinander stehen, hat der Chef zu bestimmen, was Sache ist.

Deshalb ist es rechtlich z.B. vollkommen in Ordnung wenn ein Arbeitgeber einer Angestellten verbietet, einen Hijab oder eine Burka zu tragen bzw. sie deshalb bei einer Bewerbung ablehnt. Allerdings wird so etwas wahrscheinlich nie in einem Ablehnungsschreiben stehen.

Ein Arbeitnehmer muss die Ablehnung eines Stellenbewerbers genau genommen nicht einmal begründen, auch wenn meist ein Standardsatz wie 'wir haben einen geeigneteren Bewerber gefunden' drinnensteht.

Daneben gibt es auch so etwas wie ein Hausrecht. Ich darf auch jede Frau aus meiner Wohnung verweisen, wenn sie einen Hijab trägt und muss den Verweis nicht einmal begründen.

Antwort
von Ontario, 1

Hamburger02 hat das sehr gut und nachvollziehbar erklärt. Ein Arbeitgeber hat das Recht, seinen Mitarbeitern Kleidervorschriften zu machen. Wenn eine Mitarbeiterin mit tief ausgeschnittenem Dekolletee am Arbeitspaltz erscheint, darf er sie auffordern, sich anders zu kleiden. Er muss eine Frau die eine Burka trägt und unter den Bewerberinnen die besten Voraussetzungen für eine Mitarbeiterin hätte, diese nicht einstellen. Verklagt werden kann er deshalb nicht. Er wird eben sagen, dass er einer geeigneteren Bewerberin den Vorzug gab. Der Arbeitgeber kann zudem verbieten, dass sich Mitarbeiter in seinem Betrieb zu  religiöser oder politischer  Einstellung äussern, die dann den Betriebsfrieden stören können. Das Tragen einer Burka hat mit Religionsfreiheit nichts zu tun. Darauf kann sich keine Muslima berufen. Sie kann in ihrer Freizeit ihre Religion ausüben und somit ihr Recht auf Religionsfreiheit ausüben die es bei uns gibt. In einem Betrieb geht die Arbeit vor und hat in jedem Falle Priorität, unabhängig davon, welcher Religionsgemeinschaft man angehört. Das Tragen einer Burka hat mit Vermummung zu tun. Wir haben ein Gesetz und das verbietet die Vermummung. Ob da nun jemand freiwillig oder unter Zwang, oder rein aus Provokation eine Burka trägt, ist im Grunde ein Verstoss gegen das Vermummungsverbot. 

Antwort
von thetee99, 85

Arbeitgeber, die mit ihrem Unternehmen in Deutschland ansäßig sind, unterstehen immer zuerst dem deutschen Gesetz und dürfen ihr Unternehmen natürlich nur im Rahmen des deutschen Rechts/Verfassung führen.

Ein Arbeitsvertrag, oder eine Hausordnung hebelt das deutsche Recht nicht aus. Der Vertrag muss im Rahmen des Gesetzes vereinbart werden, zumindest alles was für den Arbeitnehmer zum Nachteil wäre (längere Arbeitszeiten, weniger als Mindestlohn, weniger Urlaub usw.). Wenn es zum Vorteil für den AN ist, kann es hingenommen werden, wenn dadurch nicht gegen andere Gesetze verstoßen wird... Steuerhinterziehung o. ä.

Aber der Arbeitgeber hat natürlich die Freiheit zu entscheiden, wen er einstellt und wen nicht... (abgesehen von Frauen- und Behindertenquoten...xD).

Unterm Strich sollten Religion und Politik Privatangelegenheiten sein die im Beruf bei der Personalauswahl nicht thematisiert werden... aber Arbeitgeber sind auch nur Menschen ;)

Kommentar von Nightstick ,

Auch einen Behinderten muss er nicht einstellen - er kann dafür die Ausgleichsabgabe zahlen.

Ob er sich gegen eine Frauenquote wehren kann, weiß ich nicht, aber dies betrifft ohnehin wohl nur Behörden oder große Unternehmen.

Antwort
von 1988Ritter, 67
  • Als Arbeitgeber habe ich das Hausrecht und kann die Bekleidung vorschreiben.
  • Die Burka hat zudem nichts mit Religion zu tun. Die Burka ist ein Ausdruck der Gesinnung.
  • Als Arbeitgeber habe ich einen Anspruch auf neutrales und gesinnungsfreies Erscheinungsbild meiner Mitarbeiter.

In dem Zusammenhang darf ich wiederholt reklamieren, wenn unsere Politiker in der Lage sind Gutachten zur Rasenmäherverordnung zu erstellen, dann sollte endlich jetzt ein Gutachten in Auftrag gegeben werden, ob die Verhüllung im Islam überhaupt gegeben ist.

So eindeutig wie die Verhüllung immer als Religionsbestandteil dargestellt wird, ist es tatsächlich nicht. Hierzu gibt es in diversen islamischen Gruppierungen selbst große Kontroversen.

Bezüglich der Religionsfreiheit in Deutschland wird das GG gleichsam missbraucht. Die Religionsfreiheit endet dort wo Andere in ihrer Freiheit eingeschränkt oder gar beschwert werden. Religionsfreiheit ist eine Privatsache, sprich die Religion für sich privat zu wählen und auszuüben. Mehr nicht.

Ansonsten wäre die derzeitige Interpretation der Religionsfreiheit zweifelhaft, da jeder auch eine Religionsgemeinschaft gründen kann, wie zum Beispiel (von mir jetzt gerade erfunden)

Gemeinschaft der jüdisch und chrsitlichen Nachkommen Adam und Eva

.....und dann rennen die als Nudisten rum. Das gäbe von den Burkas bis zu den Nudisten ein feines Geraffel.

Kommentar von reziprok26 ,

Sehr guter Kommentar DHxxx

Kommentar von HabibiAnatolia ,

Ein Arbeitgeber (AG) darf niemanden wegen seiner Herkunft, Glauben oder Geschlecht benachteiligen. Wer es tut, steht ihm sehr hohe Geldstrafen!

Kommentar von 1988Ritter ,

Falsch. Das Interesse des Unternehmens steht im Vordergrund.

Einem Prozess hinsichtlich einer eventuellen Geldstrafe kann man folglich gelassen entgegen sehen.

Antwort
von glaubeesnicht, 89

Der Arbeitgeber muß nicht sagen, warum er die Frau mit Burka nicht einstellt. Er entscheidet sich einfach für eine andere und kann somit auch nicht belangt werden.

Antwort
von OnkelSchorsch, 37

Das Tragen der Burka ist kein Bestandteil einer Religion. Es handelt sich dabei nur um eine kulturelle, vermutlich vorislamische, Besonderheit aus dem vorderen Orient.

Kommentar von ArbeitsFreude ,

...was wieder einmal belegt - schon dieser und vielen anderen Diskussionen hier auf GF zu entnehmen -

lieber OnkelSchorsch,

dass es UNMÖGLICH ist, KULTUR und RELIGION zu trennen - es somit auch weder hilfreich noch zielführend ist, zwischen Kultur und Religion zu unterscheiden - VOR ALLEM, wenn es um den Islam geht...

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Genau diese Differenzierung ist es jedoch, die nötig ist. Denn so kann sehr vielen Muslimen klar gemacht werden, dass das, was sie für "Religion" halten, nichts mit ihrer Religion zu tun hat, sondern bloß eine veraltete kulturelle Tradition ist und problemlos aufgegeben werden kann, ohne der jeweiligen Religion zu widersprechen.

Kommentar von ArbeitsFreude ,

tja, wenn, das den "eingefleischten" Muslimen vermittelbar wäre, lieber OnkelSchorsch, dann wäre das prima! -

Angesichts der Diskussionen hier auf GF habe ich eher Bedenken, dass das Kultur-Argument als Vollwaschmittel benutzt wird,
um jedesmal, wenn etwas Unschönes im Namen des Islam passiert, den Islam auf den den hehren Olymp der Reinheit zu heben und den ganzen "Schmutz" in der "Kultur" zu belassen...

Antwort
von suziesext10, 47

also wäre ich eine Personalchefin, und da sässe mir eine vollvermummte Person nicht erkennbaren Geschlechts in weiblicher Salafisten-Uniform gegenüber, würde ich dieser Person aus lauter Herzensgüte einen neuen Vorstellungstermin gewähren und sie auffordern, das nächste mal in Zivil, nicht uniformiert vorzusprechen. Ebenso würde ich auch keinen Bewerber anderer politischer Religionen, zb. in SA-Uniform, im Braunhemd oder FDJ-Hemd zu einem Vorstellungsgespräch anhören - er käme gar nicht dazu, seine Bewerbungsmappe zu öffnen.

Und ich möchte den Richter erleben, der den AG wegen Diskriminierung verknackt. Das Rechtsprinzip "wehrhafte Demokratie" ist ein höheres Rechtsgut als die freie Religionsausübung. Sonst dürfte ja auch jeder Hindu in DE demnächst seine Witwen verbrennen und jeder Dajak dürfte sich, zb im Regierungsviertel zu Berlin, ungestört der natur-religiösen Kopfjagd widmen, nicht wahr?

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Eine Bekannte hatte als HR-Managerin tatsächlich mal eine Bewerbung erhalten, auf der als Bewerbungsfoto ein verhülltes Etwas prangte.

Diese Bewerbung hing zur allgemeinen Belustigung einige Zeit am schwarzen Brett und landete dann im Müll.

Die HR-Managerin gab der Bewerberin aber einige Anschriften von islamischen Betrieben, die Mitarbeiterinnen suchten, allerdings waren auch dort die Chancen gleich null, wie sie mitteilte, da die dortigen (islamischen) Chefs selbstverständlich ebenfalls keine "Verhüllten" einstellten.

Kommentar von earnest ,

Also, den Dajak finde ich eindrucksvoll. 

Noch eindrucksvoller aber der Hindu, der seine Witwen verbrennt.

;-)

Kommentar von Nightstick ,

Witwenverbrennung ist selbst in Indien verboten - wie es hier in Deutschland ist, weiß ich nicht... ;-)) 

Kommentar von suziesext10 ,

nein, die britischen Kolonialherren haben diesen schönen Brauch verboten, nicht die indische Regierung. Die Briten hatten ja sogar Kühe gefressen.

Kommentar von Nightstick ,

"Schöner" Brauch????? Wie meinst Du das denn eigentlich?

Kommentar von suziesext10 ,

muss man denn auf Gutefrage wirklich jeder Satire ne Kuh-Glocke umhängen, damit sie als solche erkannt wird?

Kommentar von Nightstick ,

Du hättest es z.B. in "..." setzen können - dafür sind sie da !!

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Wer Suziesext kennt, lieber Nightstick, weiß, wie sie was meint - vielleicht solltest Du sie besser kennenlernen:)... (würde sich lohnen;)

Kommentar von Nightstick ,

Da bin ich mir nicht sicher... ;-)

Antwort
von suesstweet, 69

Nein ich glaube nicht. Denn die Kopftuchfreiheit der Lehrkräfte ist ganz spät erlaubt worden. Burka ist so ziemlich tabu bei den Arbeitgebern. Wenn das Kopftuch ein Dorn im Auge ist, dann auch die Burka. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass muslimische Märkte es auch nicht erlauben würden, außer das Geschäft gehört ihnen selbst. 

Und neulich habe ich gehört, dass es auch Arbeitgeber (Ärzte zb) gibt, keinen mit islamischer Religionsangehörigkeit annehmen. 

Kommentar von Maximilian112 ,

dass es auch Arbeitgeber (Ärzte zb) gibt, keinen mit islamischer Religionsangehörigkeit annehmen. 

Und so formuliert ist es eindeutig gegen das Gesetz und kann mEn eine Schadensersatzforderung nach sich ziehen.

Kommentar von KaeteK ,

Und neulich habe ich gehört, dass es auch Arbeitgeber (Ärzte zb) gibt, keinen mit islamischer Religionsangehörigkeit annehmen. 

Mein Arzt hatte noch nie Probleme damit eine Muslima einzustellen, aber ohne Kopftuch natürlich.

Kommentar von suesstweet ,

Das ist aber ein aufmerksamer Arzt.

Kommentar von KaeteK ,

Hier, wo ich lebe, geht es noch friedlich zu. Dieser Kleinkrieg zwischen Ausländern und Deutschen ist nicht zu spüren.

Kommentar von suesstweet ,

Wo lebst du? Ich komme auch. :-)

Kommentar von Nightstick ,

Wahrscheinlich auf einer bayerischen Alm (mit morgendlichem Kuhglockengeläut :))

Kommentar von suesstweet ,

HAHAHAHAHAH :D DAS DACHTE ICH MIR AUCH 😂😂😂😂😂

Antwort
von Weinberg, 46

"Religionsfreiheit" kann man auch als "frei von Religion" definieren...

Wenn der Dienstgeber in seinem Betrieb keine Zurschaustellung von Religiösität duldet, wird er weder eine Burka- noch eine Kopftuchträgerin einstellen. 

Und auch niemand, der ein Nonnenhabit anzieht. 

Kommentar von Nightstick ,

Der Weise braucht keine Religion mehr - die hat er hinter sich...!

Kommentar von Klaraaha ,

Tja eigentlich sollte man seine Religion nicht zur Schau stellen. Nicht umsonst gibt es die Vorschrift, dass der AG beim Bewerbungsgespräch nicht nach der Religionszugehörigkeit fragen darf. Wer natürlich gleich mit Burka oder Kopftuch auftaucht will ja absichtlich auf seine Religion hinweisen. Ist ja eigentlich ein No go. In religiösen Tendenzbetrieben dagegen ist es erlaubt nach der Religionszugehörigkeit zu fragen.  Ich weiss nicht, ob Nonnen überhaupt irgendwelche Probleme bei der Einstellung bekommen, denn die arbeiten ja ausschließlich in ihren eigenen Betrieben. 

Antwort
von reziprok26, 4

Der Staat sieht es und duldet es, die Burka ist eine Versklavung von Männern an Frauen >Textile Käfighaltung<

Antwort
von lesterb42, 56

Wäre schon ganz nett, wenn ich als Arbeitgeber erkennen kann, wer da unter der Kutte zu Arbeit kommt.

Antwort
von reziprok26, 2

und wenn deswegen die Kunden weg bleiben, wer seiner Reli so verhaftet ist, der muss auch die Nachteile aushalten.

Antwort
von Nunuhueper, 26

Keine Burka-Trägerin sucht Arbeit. Das erlaubt schon nicht mal ihr Mann und der Imam.

Und der Arbeitgeber erst recht nicht. Warum auch?

Solche Frage ist nur theoretisch konstruiert.

Kommentar von Nightstick ,

... zeigt aber das soziale Konfliktpotential auf, das uns unsere Regierung geschaffen hat!

Antwort
von HugoGuth, 45

Eine Burka bedeutet, dass man auch das Gesicht nicht sieht! Das muss kein Arbeitgeber in Europa dulden! Was anderes ist Kopftuch oder so!

Antwort
von Dave0000, 83

Solang der Arbeitgeber die Religion nicht als Grund anführt kann man ihm ja nix

Kommentar von Mojoi ,

Und wenn er so dämlich ist und das erwähnt, wird es teuer für ihn.

Kommentar von Cr33p ,

Eigentlich geben die generell gar keinen Grund an

Kommentar von Dave0000 ,

Genauso ist es
Aber Arbeitgeber wissen sowas ja und können Bewerber auch unbegründet ablehnen

Antwort
von Klaraaha, 47

Gegenfrage. Wie oder wo, könnte eine Burkaträgerin überhaupt berufstätig sein? Außer dass auch die Augen verhüllt sind durch ein Netz, müßte diese auch noch Handschuhe tragen. Im Prinzip dürften Burkaträgerinnen auch keine Harz4 Empfänger sein, weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Ehemann bzw. Familienangehörige müßten sie ernähren.

Kommentar von KaeteK ,

Im TV habe ich letztens Burkaträgerinnen gesehen, die  selbstständig waren, aber in nicht in Europa.

Kommentar von Klaraaha ,

Die kennen dort auch keine Berufsgenossenschaft.

Antwort
von earnest, 49

Das Problem stellt sich in der Praxis nicht, da kein Arbeitgeber, der nicht gerade den IQ eines Kohlkopfs hat, die Nichteinstellung einer Burkaträgerin ausgerechnet mit der Burka begründen würde.

Das geht diskreter.

Aber ich glaube auch nicht, dass sich eine Burkaträgerin als Empfangsdame bei einer hiesigen Firma bewerben würde.

Und schließlich: Wie viele Burkaträgerinnen gibt es überhaupt hierzulande? Und wie viele von ihnen sind arbeitssuchend?

Gruß, earnest

Antwort
von najadann, 12

Nein, eine Burkaträgerin schränkt sich selber ein.

In einer Burka kann man weder arbeiten noch Kundschaft bedienen.../ und mit Religion hat es auch nichts zu tun.

Eine Burka ist für nix zu gebrauchen, ...höchsten falls für ein Kostümball  :-)

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