Frage von Cicada1996, 166

Müssen Angehörige für Sachschaden bei Suizid zahlen?

Hallo. Angenommen man würde mit einem schnellen Motorrad auf der Autobahn mit Höchstgeschwindigkeit hinten auf einen Auflieger auffahren und wäre dadurch tot, müsste dann die hinterbliebene Familie für den dadurch angerichteten Schaden zahlen?

Antwort
von flirtheaven, 99

In diesem Fall käme die Haftpflichtversicherung des Fahrzeugesdafür auf. Wenn aber kein Fahrzeug verwendet wurde und der Selbstmörder nicht versichert war, kommen evtl. Schadenersatzforderungen auf die Erben zu.

Siehe http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/trauma-nach-schienensuizid-das-recht-des... 

Haben die Erben die Erbschaft ausgeschlagen und es gibt keine Erbmasse, geht der Geschädigte wohl leer aus.

Antwort
von Peter42, 101

Für die Begleichung des Sachschadens am Auflieger dürfte die Haftpflichtversicherung des Mopeds zuständig sein.

Kommentar von Cicada1996 ,

und wenn man nicht versichert?

Kommentar von Peter42 ,

Die Haftpflichtversicherung ist Pflicht - ohne die bekommt man das Moped gar nicht angemeldet. Und ist es gerade nicht angemeldet (z.B. Saisonzulassung, aber außerhalb der erlaubten Zeit), dann ist das Moped trotzdem versichert (als eine Art Ruheversicherung).

Kommentar von flirtheaven ,

Naja, der Fragesteller möchte allgemein wissen, ob die Angehörigen eines Selbstmörders für den angerichteten Schaden in Anspruch genommen werden können. Kann ja auch sein, dass der nicht haftpflichtversicherte Selbstmörder von einer Autobahnbrücke in die Windschutzscheibe eines Busses springt.

Antwort
von annaaugustus, 78

Dafür kommt die Haftpflichtversicherung des Motorrad-Fahrers auf.

Kommentar von Cicada1996 ,

und was ist wenn das Motorrad nicht versichert ist?

Kommentar von annaaugustus ,

Dann kommt der Fahrer hoffentlich in die Hölle und seine Angehörigen werden ihres Lebens nicht mehr froh.

Kommentar von Cicada1996 ,

also müssen sie dann bezahlen? Erläutere das doch bitte mal genauer

Kommentar von Cicada1996 ,

und wieso sollte der Fahrer in die Hölle kommen

Kommentar von annaaugustus ,

Weil er anderen Menschen Leid und Schaden zufügt, nur um sich selbst das Leben zu nehmen. Wenn man sich schon das Leben nehmen will, dann sollte man das gefälligst so tun, dass nicht noch andere Menschen damit belästigt werden oder ein armer Feuerwehrmann die zerfetzten Überreste von der Straße kratzen muss, oder jemand anderem das Hab und Gut zerstört wird. Solche Typen sind einfach nur widerlich, die so was machen. Und dann noch unversichert fahren. Der gehört in die Hölle. Und unter Umständen (das wird eine Einzelfallentscheidung vor Gericht sein) werden die Erben des Selbstmörders vielleicht zur Kasse gebeten. 

Antwort
von PST1000, 89

So etwas ähnliches würde sch mal gefragt bitte sehr:
:)

http://www.gutefrage.net/frage/gibt-es-schadensersatzklagen-gegen-angehoerige-vo...

Antwort
von Daguett, 60

Nein, denn Suizid ist nicht strafbar. Für den entstandenen Sachschaden kommt die Versicherung auf.

Kommentar von Cicada1996 ,

auch wenn man nicht versichert wäre?

Kommentar von Daguett ,

Was können die Angehörigen für die Dummheit des Motorradfahrers? Nein, sie müssen nicht zahlen. Die sind schon genug gestraft

Kommentar von Jensen1970 ,

doch ist strafbar

Kommentar von flirtheaven ,

Suizid ist strafbar?? Nenne bitte mal den §

Kommentar von Daguett ,

Nach deutschem Recht zahlt eine Lebensversicherung auch bei Suizid, wenn die Tat im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit begangen worden ist (§ 161 VVG) oder seit Versicherungsbeginn mehr als drei Jahre vergangen sind. Diese Frist kann durch eine Einzelvereinbarung erhöht werden. In allen anderen Fällen wird nur der Rückkaufswert inkl. Überschussanteile erstattet. Die Versicherer sind hierdurch insbesondere gegenüber Personen abgesichert, deren Selbsttötungsabsicht bei Abschluss des Versicherungsvertrages bereits feststeht und die auf Kosten der Versichertengemeinschaft für ihre Hinterbliebenen sorgen wollen. Näheres ist in der Regel in den Allgemeinen Lebensversicherungsbedingungen ausgeführt.

Im bis zum 31. Dezember 2007 geltenden VVG wurde bei Suizid nur gezahlt, wenn Unzurechnungsfähigkeit vorlag.[100] Zugunsten des Versicherungsnehmers kann aber von den Regeln abgewichen werden.( aus Wiki)

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