Frage von NettesEtwas, 62

MRT Bericht, Wer kann ihn mir erklären,übersetzen?

Moin Moin an alle da draußen.

Meine Tochter (16) hatte letzten Monat einen großen zerebralen Anfall,
beim EEG im KH wurde nichts entdeckt, war unauffällig. Also soweit keine Epilepsie, wurde gesagt.

Gestern MRT und heute den Bericht vom Hausarzt vorgelegt bekommen. Der mir aber auch nichts genaueres sagen konnte, wir müssen auf jeden Fall noch zu einem Neurologen. Bis zum Termin, dauert es leider noch, aber ihr kennt das ja. Gerade wenns um die Kinder geht, ist keine Geduld da. Man will wissen was Sache ist.

"Um supratentoriellen Marklager frontal betont kleinfleckige Strukturstörungen ohne Raumforderung. "

Bitte dringend um Aufklärung… was hat das auf sich. Kein Tumor hab ich schon raus (ohne Raumforderung) , aber der Rest… hmm.

"Eine generalisierte entzündliche zerebrale Erkrankung ist nicht ausgeschlossen. Es wird eine neurologische Konsiliaruntersuchung erpfohlen, ggf. anschließend in Abhängigkeit vom Ergebnis Ergänzungsuntersuchung nach Kontrastmittel intravenös."

Letztes verstehe ich soweit, aber der erste Satz macht mir schon Sorge. Kann mir das einer von euch übersetzen, so dass man es versteht. Ich muss es meiner Tochter ja auch irgendwie ein wenig erklären können. Ich wäre euch wirklich sehr, sehr dankbar. :-)

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Schleiernebel, 21

Hallo,

"Um supratentoriellen Marklager frontal betont" klingt wie eine Lageangabe. Um in einem dreidimensionalen Körper einen bestimmten Ort zu beschreiben, benutzen Mediziner eine eigene Sprache, wo Worte wie sagittal, transversal, proximal ecc. ecc. vorkommen. Nur um den Ort des Vorkommnisses zu beschreiben. An dieser Stelle wurde also etwas gesehen, das aber keine Auswirkung zu haben scheint.

"Eine generalisierte entzündliche zerebrale Erkrankung ist nicht ausgeschlossen."  Eine Entzündung kann mehrere Ursachen haben. Bakteriell, Viral, Toxisch, mechanisch usw. Wenn der Anfall vor einem Monat stattgefunden hat, sind mit Sicherheit einige Untersuchungen schon durchgeführt worden ohne einen Befund zu ergeben. Jetzt wird versucht, den restlichen Möglichkeiten auf die Spur zu kommen. (Neurologe). Hab Geduld, ich weiß dass es schwierig ist. Aber Ärzte sind manchmal gezwungen Detektiv zu spielen. Viel Glück.

Kommentar von NettesEtwas ,

Vielen lieben Dank. :-) 

Ja, es ist ja auch wichtig und nein, so wirklich wollte uns bisher keiner helfen. Ich bin einfach mit meinem Kind los und hab drauf bestanden dass geforscht wird. Mein Hausarzt hat mich dabei unterstützt.

Im KH wurde nur gefragt was es für Auslöser gegeben haben kann… bin doch auch nur ein Laie und was weiß ich schon!? Es war eine Schocksituation das eigene Kind so erleben, so leiden sehen zu müssen. Große Aussage bei der Entlassung nach 4 Tagen warten auf das EEG : "Es war bestimmt nur ein einmaliger Anfall!"

Wir wollen ja wissen, wie ihr Leben nun weiter gehen soll. Es ist halt schwierig in der Luft zu hängen,weil man halt nicht weiß was für Auslöser es waren. Bis auf das EEG und das MRT wurde ja noch nichts weiter getan. Notfallmedis haben wir Gott sei Dank bekommen.

Mein Mädchen ist erst 16 Jahre alt und hat noch so viel Leben vor sich und ich wünsche mir für sie einfach nur, dass sie es auch "richtig" leben kann. 

LG an Dich :-)

Kommentar von Schleiernebel ,

Ich wünschte, ich könnte mehr helfen, aber die Distanz ist groß und das Wissen eher klein. Aber bedenke: auch auf Umwegen kommt man zum Ziel. Nur Mut. Lg

Kommentar von NettesEtwas ,

Erneutes EEG durch, in 3 Monaten noch mal. Beim MRT war das Gehirn wohl leicht angeschwollen, daher konnte man keine entzündliche Erkrankung ausschließen. 

Die Ärztin/Neurologin hat sich mehr auf die mögliche Erkrankung versteift. Den anderen Fund, wegen den Flecken/Störungen, meinte sie, dass es nicht so schlimm sei, wie es geschrieben wurde. 

Es wäre  ein Warnschuss für meine Tochter gewesen, den sie aber ernst nehmen muss. Noch so ein Anfall und man würde sie als Epileptikerin einstufen. Sie muss mehr auf ihre Gesundheit, ihren Körper achten. Mit 16 ein große Herausforderung… mehr als unterstützen kann man ja nicht. Hoffe nun dass das Kind auch ein "bisschen" vernünftiger wird.  ;-)

Danke für Deine Zeilen, die haben mich echt aufgebaut und wieder hoffen lassen. :-)

Antwort
von mychrissie, 7

Die ganzen lateinischen Begriffe in diesem Befund bedeuten kurz zusammengefasst:

"Wir haben nicht den geringsten Schimmer, was dem Kind fehlt!"

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