Frage von mietme, 79

mpu wegen alk u Drogen wie frage richtig beantworten?

hi leutz.... ja ich muss mpu wegen alkohol und drogenfahrt machen... hab den lappen mittlerweile schon 12 jahre nicht mehr! da ich durch die erste mpu durchgerasselt bin wegen fehlendem Abstinenz Nachweis muss ich nun nochmals ran. 1. abstinenznachweis ✔check 2 wirklich Abstinend ✔check 3 Führerschein beantragt ✔check nun war ich gestern abend bei nem Kollegen und wir redeten darüber... er meinte zu mir dass man auf die frage ob man irgendwann mal wieder was trinkt auf keinen Fall mit JA antworten darf... ich bin jedoch der Überzeugung dass kein verkehrspsychologe die Aussage dass man NIE wieder einen schluck trinkt nicht glauben wird(Voraussetzungen dafür ist dass der wirklich ahnung hat wovon ich ausgehe!) ich würde ihm sagen dass ich nie wieder mit Alkohol ans steuer sitzen werde aber ich zu besonderen Anlässe zb Silvester auch mal EIN glas sekt trinke nicht ausschließen würde... hat jemand von euch vielleicht Erfahrung damit... welche Aussage würdet ihr treffen

Antwort
von Dommie1306, 28

Grüß dich,

meines Wissens ist vorallem der Abstinenznachweis das Wichtige beim 2. Mal.

Zu sagen, dass man nie wieder trinkt klingt unglaubwürdig. Mir hat ein wirklich netter Kunde (bei dem tat es mir so unglaublich Leid, dass er den Führerschein verloren hatte) erzählt, dass er folgendes gesagt hat: "Ich bin jetzt seit 5 Jahren abstinent und habe auch vor es zu bleiben. Definitiv fahre ich nie wieder Auto, wenn ich was getrunken habe, da bin ich mir sicher. Ob ich mir zu besonderen Anlässen wie Silvester mal ein Gläschen Sekt gönne, kann ich jetzt nicht voraussagen. Ich weiß ja schon nicht was in drei Wochen passiert, woher soll ich wissen, was in drei Jahren ist. Aber ich bin mir gerade mit meiner Vergangenheit der Gefahr vom Alkohol bewusst und werde mich dementsprechend verantwortungsbewusst verhalten."

Und dazu hat er mir seinen neuen Führerschein gezeigt:)

Ich wünsch dir viel Erfolg!

Antwort
von clemensw, 20

Du hast abstinent gelebt und die Abstinenz nachgewiesen. 

Aus dieser Strategie folgt jetzt auch, dass Du dein weiteres Leben abstinent bleibst. Also NIE wieder etwas trinkst, nicht einmal ein einziges Glas Sekt!

Ansonsten lautet das Urteil des Gutachters ziemlich sicher: "Nur für die MPU trocken geworden, säuft anschließend weiter. Durchgefallen!"

Alternative wäre "kontrolliertes Trinken" - aber auch hier müssen min. 6 Monate Verhaltensänderung nachgewiesen werden. 

Auf deiner "Checkliste" fehlt nämlich der wichtigste Punkt: Die Aufarbeitung deines bisherigen Verhaltens. Damit steht und fällt deine MPU - was du bisher gemacht hast, ist sozusagen nur die "Eintrittskarte".

Kommentar von mietme ,

na klar hab ich mein leben verändert... und nach meiner 1. mpu meinte die Psychologin zu mir dass sie mir das glaubt was ich ihr erzählt hab jedoch fehlt mir der abstinenznachweis um meine aussagen zu untermauern... und falls ich ein zweites Mal durchfallen würde... wie würde es dann weiter gehe?! mehr als Abstinenzkontrolle und meiner Aussage warum ich damals so war und was sich so alles getan hat bzw verändert hat... sprich keine drogen alki freunde... wieder gutes Verhältnis zum vater in ner festen Beziehung... dazu en festen job der spass macht... usw... ich bin das krasse Gegenteil von dem was ich früher einmal war... was sollte ich noch anders machen? und die beim TÜV meinten der abstinenznachweis ist nur 3 monate gültig... dann nochmal all das von vorne?! 😑

Antwort
von newcomer, 46

deine Aussage klingt sehr plausibel als zu behaupten nie wieder was zu trinken. Du kannst deine Aussage noch damit ausschmücken dass du dann mit Taxi oder anderen Personen heimfährst

Antwort
von TobiasRoc, 37

Mein Fahrlehrer hat von einem Schüler erzählt der bei dieser Frage der MPU geantwortet hat:" Ich trinke ab und zu n Bierchen"

Ist dann durchgerasselt weil das wort "Bierchen" den Alkohol verharmlost und er die Gefahr darin nicht sieht.

Also würde aufjedenfall aufpassen Wie du was sagst.

Antwort
von JadenShortbread, 8

Hallo, sorry ich Schlaumeier habe den Rest deiner Frage mit dem Ende einer anderen vermischt und daher hier meine Antwort:

gäbe es einen Katalog mit verlässlichen Do's und Don'ts bezüglich des medizinisch-psychologischen Gutachtens, so dürften es die Wenigsten nicht beim ersten Versuch schaffen :-)

Sicherlich stimmt deine Vermutung, dass dein Gegenüber im Gespräch kein kompletter Vollidiot sein wird. Entsprechende Person ist dank täglichem Kontakt mit Menschen wie uns sowohl in der Praxis allerlei gewohnt als auch berufsbedingt offensichtlich theoretisch geschult.

Du kannst der Person das Blaue vom Himmel herunterlügen. Das wird dir jedoch wenig bringen. Mit wirklich viel "Glück" wirst du auch ohne Umdenkprozess zu deinem "Ziel" gelangen, doch was nützt dir das wirklich für dein weiteres Leben? Was du über dich schreibst, lässt mich annehmen, du weißt ganz genau, was ich meine. 

Deine Frage klingt, als hättest du nach deinem Vorfall eine therapeutische Maßnahme ernsthaft in Betracht gezogen. Das ist geil! Sei stolz auf dich und mach dir um Himmels Willen keine Sorgen. Pfeif auf Tipps a la "du musst sagen, dass..." 

 Aber ich sage dir, wie du hundertprozentig NICHT durchfallen wirst und ich wage zu behaupten, dass du auf genau diesem Weg bist und die Antwort bereits insgeheim weißt:

Du bist gnadenlos ehrlich, und zwar bereits vor dem Gespräch, vor dem Spiegel, zu dir selbst. Hast du bereits. Dabei gesteht du dir ein, dass du deine Lage ganz allein dir selbst zu verdanken hast und fragst dich, wie geil das eigentlich ist. Hast du auch und fandest es eher weniger geil, nehme ich an. Du fragst dich, ob du Bock hast, genauso weiter zu machen, nämlich Dinge zu tun, durch welche man sich als Autofahrer disqualifiziert. Nein, deshalb hast du dein Leben verändert, meinen Respekt hast du. Ich kotz auch, wenn ich grün sehe und an meiner linken Hüfte steht all colors are beautiful. 

Aber ich habe, genau wie du auch, etwas verstehen dürfen:

 Die Deppen von der Behörde zu verarschen bedeutet nichts anderes als mich selbst zum Deppen zu machen, mich selbst weiterhin zu belügen, Fehler wiederholen, aus denen ich nichts gelernt habe und Opfer sein, indem ich anderen die Schuld gebe. Viel geiler ist:

zu fragen, warum mir das passiert ist, zu erkennen, wie dumm ich selbst war, zu entscheiden, es anders zu machen. Die Arbeit hast du bereits hinter dir.

 Das ganze schön konkret für mich ausformulieren, an mich glauben und  mir meinen Lappen wiederholen ohne eine einzige Lüge. 

Kann natürlich auch sein, dass der Gutachter gerade von der Affäre seiner Frau erfahren hat und dich aus schlechtgelaunter Willkür durchrasseln lässt. Dann allerdings hast du sowohl das Recht ihn zu bemitleiden als auch Beschwerde einzulegen.

Viel Glück, bleib auf deinem Weg, glaub an dich und hau rein! 

Antwort
von burninghey, 26

Bist du Alkoholiker? Dann ist die Antwort ganz schlecht.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community