MPU wegen 2 Gramm Cannabis, ZU FUß?

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4 Antworten

Hallo,
zu deinen juristischen Chancen kann ich dir leider nichts sagen.

Ich möchte nur dazu sagen, dass ich deinen Fall für ein Beispiel halte wie völlig irre und realitätsfremd die Drogengesetze in Deutschland sind!


Ich selbst habe eine ziemlich "wilde Zeit" hinter mir, seit über 10 Jahren nehme ich jedoch aus Überzeugung keine Drogen (einschließlich Alkohol, m.E. eine der härtesten Drogen überhaupt) außer Koffein und Nikotin mehr zu mir. Deswegen brauche ich bei dem Thema auch "kein Blatt vor den Mund nehmen".

Die größten Probleme (fast "totgesoffen", Führerscheinverlust und MPU etc.) hatte ich jedoch mit Alkohol.

Natürlich kann Cannabis psychisch abhängig machen und in seltenen Fällen Psychosen auslösen, aber aus eigener schmerzvoller Erfahrung kann ich sagen, dass die Auswirkungen von exzessivem Kiffen in Vergleich zum exzessiven Trinken absolut harmlos sind. Bekanntlich hat sich noch keiner "totgekifft", auch wenn Bild-Leser dies vielleicht glauben...

Dass in Deutschland immer noch derart mit zweierlei Maß gemessen wird finde ich unglaublich!
Wenn jemand wegen dem Besitz von 0,7 g Cannabis schon "prophylaktisch" zur MPU muss dann sollte dies für alle die betrunken irgendwo von der Polizei oder dem Rettungsdienst aufgegabelt werden genauso gelten!


Allgemein will ich noch sagen, spätestens seit diesen "Legal Highs"
(synthetischen Cannabinoiden, die soweit ich weiß richtig gefährlich
sind und nur legal, weil sie in ihrer chemischen Struktur leicht
verändert werden, sobald sie vom Betäubungsmittelgesetz erfasst wurden)
sollte eigentlich jedem denkenden Menschen klar werden wie völlig
hirnrissig die Drogengesetzgebung ist.

Ich hoffe jedenfalls, dass du Chancen hast juristisch dagegen vorzugehen, vielleicht antwortet hier ja noch jemand der davon Ahnung hat, würde mich sehr interessieren.

Viel Erfolg!

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Kommentar von Solaris80
29.04.2016, 18:58

P.S.:
Auch wenn es wegen 2 Gramm und wiederholt war, ändert das nichts an meiner Meinung...

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Tja Dein Problem ist halt dass sie schon das zweite Mal was gefunden haben bei Dir und Du das ÄG (der erste Brief) verweigert hast. Einfach nur den Antrag zurückziehen reicht halt nicht. Keine Abgabe des ÄG = MPU. Ob Du das Geld hast oder nicht, Du Schüler, Angestellter oder Millionär bist interessiert die FSST nicht. Auch nicht ob Du den Führerschein brauchst oder nicht. Kannst ja auch Rad oder Mofa fahren (mit Prüfbescheinigung).

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Du hättest damals als eine Haarprobe gefordert wurde z.B. deine haare färben können oder einfach abschneiden, dann hätten die auch keine haaranalyse verlangen können und auf urin ausweichen.

Spätestens wo die polizei dir gesagt hat, dass sie dich bei der FSS melden, hätten bei dir sämtliche alarmglocken leuten müssen und du ab diesen zeitpunkt clean hätte bleiben müssen, dann hättest du auch die geforderte Urinprobe problemlos überstanden.

Lohnt es sich nicht eher dieses Geld in einen guten Anwalt zu investieren, falls es realistisch ist, dass ich den Prozess gewinne?

Du kannst gerne einen Anwalt einen beauftragen, der auch viel geld kostet und sich der Sache annimmt, aber Gegen eine MPU gibt es keine Rechtsmittel.  das Ärtzliche Gutachten war deine einzigste chane gewesen, noch aus der nummer rauszukommen. Wenn man ein gefordertes Ärtzliches gutachten nicht antritt, ist immer die konsiquenz eine MPU. Das hättest du aber davor wissen müssen und nicht danach. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, das gilt sowohl für das was du bis jetzt erlebt hast, als auch für das was noch kommen wird in sachen MPU und Führerscheinstelle. Gelegenheitskonsumenten und dauerkonsumenten sind für deren augen nicht tauglich sicher ein kraftfahrzeug zu führen , das ist auch der grund warum du dahin musst. Punkt


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Wenn du Drogen konsumierst bestehen grundsätzlich Zweifel an der charakterlichen Eignung ein Kfz zu führen. (Das sehen die Führerscheinstellen so).

Auch wenn der 198ste Kiffer immer wieder erzählt dass das inzwischen nicht mehr bestraft wird.... strafrechtlich mag das nicht mehr verfolgt werden ( regelmäßige Einstellung) aber das interessiert die Führerscheinstelle eben mal gar nicht. Die entscheidet über den Verwaltungsakt der Erteilung einer Fahrerlaubnis - zu ihren Bedingungen. Das war auch noch nie anders!

Jeder der sich ein wenig informiert weiß das - oder kann das rausfinden!

Somit würde ich sagen - selbst verschuldetes Elend ...

rechtlich gesehen völlig legal und den einschlägigen Bestimmungen entsprechend

Du hast ja bereits den ersten Warnschuss nicht gehört - dann wird es meist eben etwas deutlicher...

Und erklär jetzt bitte nicht, du hättest nicht gewußt dass du nicht kiffen darfst!


PS:

wenn der arme Schüler Geld hatte um Gras zu kaufen, muss er es jetzt eben für die MPU ausgeben 


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Kommentar von Solaris80
29.04.2016, 18:49

Wenn Schüler die betrunken irgendwo aufgegabelt werden genauso behandelt würden, dann würde ich dem vielleicht zustimmen.

Aber wer glaubt, Cannabis wäre eine gefährliche Droge und Alkohol nicht, hat m.E. keine Ahnung wovon er redet, tut mir leid.

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