Frage von mybookflex, 30

Mpu Punkte wahrscheinlich negativ, was nun?

Ich hatte heute meine MPU aufgrund zu vieler Punkte. Meinen Führerschein habe ich vor 1 1/2 Jahren abgegeben. Ich habe mich gründlich vorbereitet und auch einen Kurs bei einer Fahrschule gemacht, den ich erst erfolgreich beenden wollte, bevor ich den Antrag stelle. Dann hat das Straßenverkehrsamt meine Akte verloren , weshalb ich letztendlich anstatt 6 Monaten 1 1/2 Jahre auf diesen Tag gewartet habe. Seitdem ich ihn abgegeben habe, bin ich umgezogen, habe geheiratet, bin im 5. Monat schwanger, studiere und habe einen neuen Job. Das Gespräch mit der Gutachterin fing schon komisch an, denn ihre erste Frage war, ob ich keine Freunde habe, da ich in Hobbys Reisen und Geschichte angegeben habe. Ich habe mich während des Gesprächs ziemlich gut gefühlt und konnte auf jedes einzelne Delikts eindringlich eingehen, da ich mich wirklich lange vorbereitet habe. Am Ende klang sie sehr negativ, da ich wohl zu wenig dazu sagen konnte, WARUM das passiert ist. Einzig ''Egoismus'' hätte ich genannt. Unausgeglichenkeit, Überforderung, Unkonzentriertheit etc. aufgrund von Problemen in der eigenen Firma etc. würden nicht zählen? Außerdem hätte ich den Bezug auf mein Fehlverhalten nicht in meiner Biografie und meinen sozialen Kontakten gesucht? Mir bleibt es schleierhaft, was das damit zutun haben kann. Einzig wäre meine gründliche Aufarbeitung und der Besuch des Vorbereitungskurses positiv anzumerken Das Fazit klingt natürlich unfassbar negativ und ich frage mich, wie es weitergeht, wenn das Gutachten da ist? Kann ich dann gleich eine neue MPU beantragen oder kriege ich eine Sperrfrist?

Expertenantwort
von nancycotten, Community-Experte für MPU, 7

Wie schon angemerkt, solltest du ein negatives Gutachten nicht bei der FSSt. abgeben, da du sonst alle Empfehlungen, die dir gegegeben wurden, erstmal umsetzen musst, bevor du eine neue MPU machen kannst.

Wie lange hast du denn noch Zeit um dein Gutachten abzugeben? Wenn der Zeitraum zu kurz ist, solltest du entweder um eine Fristverlängerung bitten, oder du musst deinen Antrag zurückziehen und später neu stellen. Nicht alle SB versenden die Akte ein zweites Mal mit einem einzigen Antrag, von daher kann es schon sein das du sowieso einen neuen Antrag stellen musst...

Du solltest dich aber, bevor du einen neuen Versuch startest, unbedingt weiter vorbereiten, da deine Selbstreflektion wohl noch nicht ausreichend ist.

Egoismus allein kann nicht die Ursache für dein "Fehlverhalten" gewesen sein, denn man kommt nicht egoistisch auf die Welt. Da muss in deinem Leben einiges passiert sein, damit du so geworden bist und dies ist in deiner Biografie zu finden...

Es gibt Verkehrspsychologen bei denen man vor der MPU eine Gesprächstherapie machen kann, oder du schaust mal in eins der MPU-Foren im Netz, auch da kannst du weitere Hilfe erhalten.

Gruß Nancy

Antwort
von sebastianla, 23

Bei der Anmeldung unbedingt angeben, dass das Gutachten zu dir und nicht direkt an die Führerscheinstelle geschickt wird!

Dann gibst du ein negatives Gutachten natürlich NICHT ab!

Ansonsten wirkt es sich in der Tat vor/bei einem erneuten Versuch negativ aus.

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