Frage von Huhusen123, 62

MPU - Aggressionspotential?

Ich mache es kurz und knapp, bevor ich meinen Führerschein gemacht habe vor 2 Jahren, hatte ich eine Sache wegen gefährlicher Körperverletzung. Ich hatte noch 3 weitere ähnliche Delikte aber 3 wurden mittlerweile eingestellt und 2 gegen Auflagen. Jetzt bekam ich post von der FSST dass ich eine MPU machen muss und bis zu einer gewissen zeit vorlegen muss dass ich einen Gutachter gefunden habe und die Frist die MPU anzutreten und zu absolvieren habe ich max. 2 Monate zeit. Meine frage ist nun, muss ich jetzt mein Führerschein abgeben? Wenn ich die MPU nicht bestehe muss ich ebenfalls mein FS abgeben ich bin verzweifelt da mein Führerschein von meinem jetzigen Beruf abhängt.

Vielen dank im voraus.

Antwort
von clemensw, 49

Falls Du die MPU nicht fristgerecht machen kannst, wird die Führerscheinstelle dir deine Fahrerlaubnis entziehen.

Der einzige Vorteil einer verhaltensbedingten MPU: Du musst keine Abstinenznachweise erbringen, d.h. mit guter Vorbereitung (ggfs. mit Unterstützung durch einen Verkehrspsychologen) hast du eine reelle Chance, die MPU zu bestehen.

Kommentar von Spot1978 ,

Und der Nachteil einer verhaltensbedingten MPU: mit Abstand am schwersten zu bestehen!

Antwort
von Spot1978, 39

Ja in 2 Monaten bist Du Deinen Lappen los wenn Du die MPU bis dahin nicht absolviert und bestanden hast. Die Frist ist mit Absicht recht kurz gewählt. Der Führerscheinstelle ist es auch egal wenn Du dadurch Deinen Job verlierst. Im übrigen ist es äußerst schwer diese MPU zu bestehen da Du dem Gutachter absolut glaubhaft darlegen musst warum Du zukünftig keine Straftaten mehr begehen wirst. Beweise in Form von Abstinenznachweisen kannst Du ja bei einer solchen MPU nicht vorlegen. Es sei Dir nachdrücklich empfohlen dich mit Hilfe eines Verkehrspsychologen in Einzelgesprächen auf die MPU vorzubereiten! Ob das in 8 Wochen machbar ist? Ich denke nicht. Wirst kaum so kurzfristig genügend Termine bei einem seriösen Psychologen bekommen. Von den Kosten mal ganz abgesehen. Unter Umständen lieber Lappen freiwillig abgeben und sich in Ruhe auf die MPU vorbereiten.

Antwort
von Laestigter, 19

Tja - entweder du hast Dich am Riemen gerissen, dann dürfte die MPU ja kein Problem sein oder Du hast immer noch ein (verstecktes) Problem - Dann gibst Du zum Schutze der Algemeinheit den Lappen richtigerweise ab, damit du nicht auch noch im Strassenverkehr deine Agressionen ausleben kannst.

Die Tatsache, daß und wie Du hier frägst lässt vermuten, daß dabei dir noch was im Busch ist, also weitere Ausraster, auch im Strassenverkehr zu erwarten sind.

Selbst wenn Du also diesen Termin "überstehst", beim nächsten Problem wird das wieder hervorgeholt aus deinen Akten.

Wenn Du noch nicht angefangen hast Dich zu ändern, wirds höchste Zeit!

Das Geld für diese Massnahmen kannst du schon mal als "Lehrgeld" verbuchen.

Ein gutes Beispiel dafür, daß es sich irgendwann rächt, früher ein gewalttätiges Astloch gewesen zu sein und geglaubt zu haben, damit immer durchzukommen - in deinem Fall ein lebenslanges Kainsmal, das immer wieder zum tragen kommt, wenn du auffällig wirst!

Antwort
von Miete187, 32

Hier mal ein echtes Beispiel: Autoführerschein vorhanden-Einige Körperverletzungen-Bei Führerscheinantrag auf Klasse A dann Sperre der Klasse A und MPU zum behalten der Klasse B. Anwalt schaltet sich ein.....MPU wird nicht bestanden Klasse B entzogen-Einspruch gegen die Enscheidung-Abgelehnt-Klage gewonnen Klasse B zurück (Entschädigung)-freiwillig neue MPU für Klasse A-diverser Schriftverkehr und Klasse A wird bewilligt. 

Toll diese Aktion hat 2 Jahre und 2 Monate gedauert und dann war Winter.

Ich hoffe du hast nette Sachbearbeiter.

Kommentar von Laestigter ,

Und bei der nächsten "Verhaltensauffälligkeit" (drängeln, ausbremsen) liegen die Unterlagen schon bereit bei denen, die dann sagen "war nicht anders zu erwarten, haben wir uns gleich gedacht, nur eine Frage der Zeit.."

Und dann gehts von Neuem los...

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