Frage von lucool4, 80

Motivation für die Schule. Was tun, wenn man lernen wollen will, aber einfach nicht lernen will?

Ich weiß das Problem hat bestimmt jeder zweite Schüler. Man sitzt da, nach der Schule oder in den Ferien- wo man eig eh schon genug das gemacht hat, was man will respektive für genug Ausgleich gesorgt hat- und weiß, man müsste etwas lernen.

So geht es mir also mehr als oft. Klar, manchmal gibt's auch Momente, wo ich in etwas interessiert bin und dann mal ein paar h hintereinander lerne. Aber diese Momente scheinen immer weniger zu werden.

Ich bin jetzt in der K1 (Klasse 11 von 12), mache also nächstes Jahr mein Abi. Da ich weiß, dass mir auch nicht gerade alles zufliegt, so wie vielen meiner Klassenkameraden, muss ich dann noch mal ein gutes Stück mehr lernen...

Es ist also oft so: Noch am Vortag nehme ich mir guten Willens vor auf etwas zu lernen. Ich mache mir auch schon innerlich ein paar Gedanken zum Thema, damit ich am nächsten Tag damit anfangen kann. Gesagt, getan? nicht ganz...

Ich sitze oft da mit meinen Heften vor mir und habe einen totalen Blocker- wohl mein "innerer Schweinehunde, wie man so schön sagt-. Es ist aber nicht nur so, dass ich mich dann überhaupt nicht konzentrieren kann, sondern werde ich dann auch mal richtig wütend. Dabei bin ich eig niemand, der weneg allem gleich in die Luft geht etc. Klar, ich kann schon manchmal wütend und laut werden, aber das das durch so etwas kommt, verstehe ich einfach nicht. Einmal nahm ich mein ganzes Zeug und habs auf den Tisch gehaune, bevor ichs auf den Boden gescmissen habe. und dan bin ich einfach total in Rage, und da meine Eltern das nicht verstehen und mir immer zu sagen ich sei faul (was ich nicht gänzlich abstreiten kann) bringt mich dann noch mit ihnen aneinander.

Ich weiß selbst, wie wichtig die Schule ist. Auch wenn ich wie jeder weiß und sehe wie verkorkst unser Schulsystem ist, finde ich trotzdem nicht alles schlecht. Manches gefällt mir auch gut und dass ich meine Freunde wieder sehe motiviert auch jeden Schultag wieder neu.

Und das eigentliche Problem ist ja, dass ich wirklich lernen will. Es ist wie ein Fluch. Klar, schein ich mir den irgendwie ein zu reden von wegen "ich kann nicht lernen" etc. Aber das zu wissen hilft mir halt iwi auch nicht weiter. Es frustriert einfach ungemein, weil es dann oft vorkommt, dass ich etwas vertage, und während ich dann etwas anderes mache, plagte mich ein ganz mieses Gefühl, dass mir sagt, ich soll doch was machen. Das zieht mich dann oft noch mehr runter, manchmal kommen mir die Tränen.

Es ist traurig, wenn man weiß, was richtig ist, sich selbst im Weg steht und dann (zurecht) von seinem Gewissen geplagt wird.

Kann mir jeamden helfen? Hatte jemanden ähnliches? Und wie habt ihr es "überwunden"...?

LG und Danke, lucool4

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Rileyne, 43

Hey,

also ich hatte in den Ferien ein Praktikum gemacht, dass schon in die Richtung geht, was ich einmal werden will, dass hat mich im Nachhinein total motiviert.

Generell ist es denke ich hilfreicher das Lernen nicht mit einem Muss zu verbinden oder es zu hassen. Es gehört halt einfach dazu. Auch wenn manchmal der Sinn nur sehr schwer zu erkennen ist.

Um dich zu motivieren, kannst du dir ja bestimmte Zeiten ausmachen. Wenn ich überhaupt kein Anfang finde, hilft es mir, wenn ich sage "okay ich lerne jetzt eine Stunde, danach hab ich eine viertel Stunde für mich und danach lerne ich weiter". Man muss sich halt, dann nur selbst daran halten, sonst bringt es nichts.

Ansonsten setz dir Ziele, die dich anspornen oder such dir einen Tag in der Woche aus, wo du nichts für die Schule machst, z.B. Samstag (falls sowas zeitlich möglich ist).

Hoffe ich konnte dir etwas helfen.

LG Rileyne

 

Kommentar von lucool4 ,

Haha, Du klingst wie meine Mutter ;) Was nicht böse gemeint ist, sie respektive Du hast ja auch recht. Ich weiß ja, dass es für später ist und das der Sinn des Lernens bzw der Sinn des Gelernten erst später zur Geltung usw. Ich bin ja keiner der sagt "Ich will das nicht lernen, weil ichs nicht brauche"- zmd meistens nicht^^.

Ich gehe ja, wie geschrieben, am Vortag dem Lernen ja noch mit gutem Willen entgegen. Ich habe heute auch wieder etwas für mein anstehendes Referat gemacht. Wenn man mal drin ist, dann geht manchmal ein bisschen. Ich bin aber (leider einer), der, wenn mal etwas nicht klappt, sehr schnell den Surrender abgibt. :/

Kommentar von Rileyne ,

Mit einem Kumpel machen wir uns manchmal über Lehrer oder den Unterrichtsstoff lustig (Ich denke du weißt was ich meine ;), macht ja eigentlich jeder mal ;) ) Dabei schreiben wir aber auch über die ganzen fachlichen Sachen und in Arbeiten, ist es dann manchmal einfacher sich an den WhatsApp Chat zu erinnern und dann weiß ich wieder, was die Lösungen waren. Ist vielleicht nicht die effektivste Variante, aber gelegentlich ganz hilfreich und macht auf jeden Fall mehr Spaß als stures auswendig lernen ;)

Antwort
von Mepodi, 50

Abitur ist schon die halbe Niete, zieh das durch und du wirst belohnt werden!

Halte dir die vergeudete Zeit und Konsequenzen bei Nichtbestehen vor Augen.

Kommentar von lucool4 ,

Würde mich diese "Angst" nicht noch mehr unter Druck setzen? Natürlich will ich das Abitur schaffen, aber wenn ich so dran gehe nach dem Motto "Lerne, sonst fliegst Du durch", kann das meines Erachtens nach nichts werden :(

Aber ich weiß schon, dass das Abitur wichtig ist. Sonst hätte ich nach der 10. Klasse sicherlich aufgehört...

Kommentar von Mepodi ,

Also mir hat der zusätzliche Druck geholfen, ist wohl bei jedem anders.

Aber mal ehrlich, wenn man ein bisschen was im Kopf hat und sich jeden Tag hinsetzt und lernt ist das Abitur doch ein Klacks.

Freu dich lieber mal auf das Studium falls du das vorhast!

Kommentar von lucool4 ,

Ich weiß, aber das mit dem jeden Tag lernen. Ich hab ja geschrieben, wie das bei mir ist. Ich will mich da überhaupt nicht rausreden oder ähnliches, ich muss einfach iwi schauen, dass ich das in den Griff bekomme...

LG lucool4

PS: Danke für Deine Antwort!

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