Frage von rooksen, 52

Morgendliche Trägheit - Ist das auf Depressionen oder Schlafstörungen zurückzuführen?

Hallo liebe Community!

Folgendes: Ich (w/21) bin jeden tag eigentlich sehr motiviert und glücklich, ich arbeite gerne hart und intensiv an dingen (hausarbeiten (12.klasse) derzeit, da verfliegen 3h ohne, dass ich es merke). und sonst würde ich abends am liebsten garnicht ins bett gehen, wenn mir mein körper nicht signalisieren würde, dass ich mich mal regenerieren sollte.

hier nun das problem: die morgende. es ist uuuunerträglich schrecklich morgens aufzuwachen. im sommer gibt es seltenst mal morgende, an denen ich so aufwache, 'wie ich das gern hätte'. da schaffe ich es sogar mal morgens um 06:00 joggen zu gehen. aber ich will das gern öfter. aber mein körper.., oder was auch immer da falsch ist, hindert mich daran. morgens will ich dann einfach garnicht aufstehen, will zurück in die traumwelt, weil dort alles so schön war (ich würde es sogar soweit definieren, dass es dort keine 'gefühle' gibt, bzw nur gute. und wenn ich dann morgens aufwache erschlägt es mich wie ein stein. das ist das ausschlaggebende gefühl. ich entwickle dann für alles, was zu tun ist eine 'kein bock'-haltung.

ich habe ein paar vermutungen: vielleicht bin ich einfach ein nachtmensch. (das will ich aber garnicht sein. ich will den sonnenaufgang schon nutzen können- der frhe vogel fängt den wurm') - oder: die tatsache dass ich eigentlich permanent allein bin. (bis auf wenn ich league of legends zocke und mit meinen 2-3 freunden online spreche). ich wohne noch bei meiner mutter (das soll sich zu mitte des jahres ändern), habe eine katze und einen hund. aber eine familie habe ich nicht mehr wirklich. getrennte eltern, bruder ausgzogen usw. und meine mutter versteht mich absolut nicht. das hat sie mir aber auch schonmal so gesagt 'wir leben in verschiedenen welten'. (ich will studieren, sie will lieber dass ich bürokauffrau werde. das sagt eigl. schon alles - nein, ich lasse mich davon nicht beeinrächtigen. ich bin zielstrebig und ehrgeizig). ich glaube, wenn mein bester kumpel (der wohnt derzeit 2 1/2std von hier) oder meine feste freundin (spanien) bei mir in einer wg wohenn würden.. wäre das GANZ anders. aber ich habe hier so keine freunde auf meinem 'level', ums mal so auszudrücken.

naja soviel dau erstmal. ich habe schon versucht morgens das licht einzuschalten (wird langsam hell), um so vlt den sonennaufgang zu imitieren. tinke abends mehr, damit ich morgens ins badezimmer MUSS, hab schon versucht morgens n stückchen 85% schokolade zu essen wegen der anregung zu serotoninproduktion, oder wasser mit frischer zitrone zu trinken. nichts hilft. nach 2-3std wach sein gehts mir dann oftmals schon wieder richtig gut.

für tipps, anregungen, rat - danke im vorraus! :)

Antwort
von pingu72, 23

Wenn das ne Depression ist hat die wohl fast jeder... Ich muss um 5 Uhr hoch und habe folgende Tipps, die mir (einigermaßen;) helfen:

Im Winter habe ich eine Zeitschaltuhr an meiner Nachttischlampe, die stelle ich ca 10 min bevor ich aufstehen muss. So werde ich schon mit/durch Licht wach und habe nicht das Gefühl es wäre noch mitten in der Nacht...

Einen Wecker stelle ich so weit weg, dass ich aufstehen MUSS um ihn auszumachen.

Dann mache ich eine Wechseldusche (regt den Kreislauf an), trinke einen starken Kaffee und höre "gute Laune Musik".

Vielleicht hilft es dir auch ein wenig.. Übrigens solltest du möglichst zur selben Zeit ins Bett gehen, damit dein Rhythmus gleichmäßiger wird, das macht viel aus. Und 'ollikanns' hat Recht, es wird im Alter besser ;)

Antwort
von 100TageFettweg, 13

Hallo,
Also ich hab das gleiche Problem gehabt. Ich gebe dir mal eine kleine Liste woran es liegen kann.
Ich bin mir sicher 1-2 Dinge treffen auf dich zu die du verändern kannst damit du morgens nichtmehr so träge bist..
1) du isst bestimmt 2 Stunden vorm schlafen gehen noch etwas ( versuche 3 Stunden vorm schlafen gehen nichts mehr zu essen, da der Körper mit der Verdauung Mega viel zu tun hat und man sonst morgens träge ist)
2) du hast einen Eisen und Zink Mangel ( der Körper arbeitet in der Nacht mehr als am Tag - wenn du morgens sehr müde bist hast du einen Mangel an Eisen und Zink ( dieser nimmt sich der Körper in der Nacht aus anderen Ressourcen und lässt und schlecht schlafen) Hau dir eine Zinktablette abends vorm schlafen rein ( oder warmes Wasser mit Zitrone)
3) im Winter ist man morgens generell Träger als im Sommer
4) du hast keinen genauen Schlafrhythmus ( gehst montags um 22 Uhr ins Bett, dienstags 23 Uhr und mittwochs 24 Uhr...) versuche in der Woche 5x zur gleichen Zeit schlafen zu gehen ( und am Wochenende kannst du deinen Rhythmus um 3 Stunden beliebig verschieben)
5) du treibst kein Sport - mach wenigstens 2-3 mal die Woche Sport( dein Körper wird dir danken)
Nach den 5 kleinen Tipps solltest du aufjedenfall auch im Winter morgens Fitter sein & ich hoffe das ich dir ein wenig helfen konnte.
Lieben Gruß

Antwort
von vierfarbeimer, 11

Schlafstörungen, Einschlaf- und Durchschlafstörungen sind häufig die ersten Anzeichen einer Depression und es sind auch die Symptome, die mit dem Abklingen der Depression als Letztes wieder verschwinden. Deinen regressiven Befriedigungsdrang („will zurück in die traumwelt, weil dort
alles so schön war“) darf man hier auch als Anzeichen für ein depressives Geschehen werten. Ein Gespräch mit einem klinischen Psychologen wäre für dich angezeigt und hilfreich.

Antwort
von cappuccino1809, 23

Vielleicht ist die Antwor t ganz einfach.

Du schreibst ja selbst, das Di zur Sommerzeit nicht diese Probleme mit dem Aufstehen hast. ( was ich eigentlich auch habe ;-) )

''Ohne das Licht und die Wärme der Sonne gäbe es kein Leben auf derErde.
Auch sonst wirkt die Sonne positiv auf uns. Bei Sonnenschein fühlen wir
uns einfach wohler. Zugleich stärken die Sonnenstrahlen unsere
Abwehrkräfte und sorgen dafür, dass Vitamin D in unserer Haut gebildet
wird. Kaum erscheinen die ersten Sonnenstrahlen im Frühling, erwachen unsere Lebensgeister. Die Wärme und das Licht der Sonne machen uns glücklich. Das liegt daran, dass Sonnenstrahlen die Produktion des Hormons Serotonin, auch Glückshormon genannt, anregen. Dies macht gute Laune, lässt uns aktiver werden und erhöht unser Wohlbefinden.''

(Google hilft)

;-)

Antwort
von user8787, 23

Ist das schon immer so?

Jeder Mensch hat seinen individuellen Biothythmus. 

Ich erlaube mir zu vermuten das du ein klass. Morgenmuffel bist und spreche da aus eigener Erfahrung. 

http://www.hilfreiche-infos.de/morgenmuffel-schlechte-laune-am-morgen/

Sich zu ändern ist schwierig, ich habe die Möglichkeit aufgrund meiner Selbstständigkeit nutzen können. Mein Dienst startet nie von 9.00 Uhr. 

Familie und sogar der Hund machen bis 9 einen Bogen um mich. ;o) 

Ich denke ein Schritt wäre das du das für dich annehmen kannst. Dein Umfeld wird es dann auch tun. 

Auch die nächtl. Aktivität passt. Auch das lernt man zu genießen und das Umfeld stellt sich darauf ein. 

Strikt gegen seinen Biorhythmus zu arbeiten laugt auf Dauer aus. Schichtarbeiter sind das beste Beispiel dafür.



Antwort
von ollikanns, 20

Das ist dein Biorhythmus. Den kannst du nicht beeinflussen. Warte einfach ab, bis du älter bist. Je älter du wirst, je einfacher wird es dir fallen, morgens aufzustehen. Akzeptiere das einfach und quäle dich nicht weiter. Morgens um 06.00 Uhr joggen gehen ist überflüssig. Das machen nur Leute, bei denen das vom Rhythmus her passt.

Kommentar von rooksen ,

naja ich mache das ja nur weil ich mich dazu motiviert fühle. leider ist das nur selten der fall - man machts ja nich der fakten wegen sondern weils spaß macht

Antwort
von pilot350, 22

Du hast eine Antriebsschwäche. Wenn du dazu noch Einschlaf- und/oder Durchschlafstörungen hast kann das ein Hinweis auf eine bestehende oder kommende Depression sein. Es wäre sehr schön wenn Du gleich zum Arzt gehst, das besprichst, denn wenn Du es schleifen lässt wird das schlimmer. Alleine kommt niemand aus einer Depression.

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