Frage von Bender3000, 206

Morgen erster praktikumstag. .. Panik. Was kommt auf mich zu. Förderschule?

Hi, Morgen beginnt mein 5 wöchiges praktikum in einer förderschule für geistige entwicklung, in eins ersten klasse. Habt ihr Ideen wie es da so abläuft am ersten tag? Schau ich nur zu oder muss ich auch Aufgaben erledigen... wenn ja, welche? wie komme ich in Kontakt zu den Kindern? Und ich hab auch angst vor dem team... in der klasse soll laut Schulleiter ein grosses Team sein : 3 lehrer ( davon immer 1-2 anwesend), 3 EinzelfallHelfer und 1 fsjlerin) , wie gehe ich mit denen zu Beginn um ... Ich bin sehr schüchtern und hab da etwas Angst wenn da soviel Leute sind... wer wird sich um mich kümmern,? Haben die da richtig Zeit für mich? Würde mich über Ideen, Ratschläge oder tipps sehr freuen.

Antwort
von Teifi, 122

Da wird dich eine schöne und ereignisreiche Zeit erwarten. Die meisten Kinder dort sind sehr offen und zugänglich. Sie werden Kontakt zu dir suchen und du solltest offen und zugewandt darauf reagieren.

Ich arbeite selbst an einer Förderschule Geistige Entwicklung. Der Tag in einer ersten Klasse beginnt normalerweise mit einem Stuhlkreis, dann folgt (oft übergangslos) eine Unterrichtsphase. Meist wird danach zusammen gefrühstückt, dann Hofpause. Anschließend wieder eine Unterrichtsphase, die aber auch sehr spielerischen Charakter haben kann, später Mittagessen und dann, je nach Schule, noch Nachmittagsprogramm.

Zwischendurch gibt es auch pflegerisch einiges zu tun: Anreichen von Essen, Hilfe beim Toilettengang, Windelwechsel.

Klassenteams, so ähnlich wie du sie beschreibst, sind die Regel, da manche Kinder, behinderungsbedingt, viel Unterstützung benötigen.

Wahrscheinlich wirst du zunächst einmal zusehen. Merken die Lehrer aber deine Bereitschaft, dich auf die Kinder einzulassen, wirst du bestimmt Gelegenheit bekommen, mit einem Kind mal alleine zu arbeiten.

Sei einfach offen und neugierig, lass dich von den Kindern auch anfassen und spiel in den Freiphasen mit ihnen.

In den Pausen wirst du Gelegenheit haben, deine Fragen loszuwerden. Du wirst sicher mit Lehrkräften zu tun haben, die ein Interesse an dir haben (denn sonst würden sie dir das Praktikum nicht ermöglichen).

Ich wünsche dir viele tolle Erfahrungen in deinem Praktikum (und wenn du noch Fragen an mich hast, dann frag ruhig).


Kommentar von Bender3000 ,

Vielen dank! Deine Antwort hilft mir schon echt weiter :) 

Was meinst du denn was ich alles so für aufgaben bekommen könnte? Muss ich auch Windeln wechseln und essen anreichen oder machen das die anderen aus dem team? 

Wie stark sind die Kinder dort behindert? Kann man richtig mit denen spielen und aich reden? 

Werde ich dort den Kindern und Mitarbeitern in der klasse richtig vorgestellt oder geht der tag dort normal los und ich sitze einfach dabei?

Kommentar von Teifi ,

Werde ich dort den Kindern und Mitarbeitern in der klasse richtig
vorgestellt oder geht der tag dort normal los und ich sitze einfach
dabei?
Normalerweise solltest du im morgendlichen Stuhlkreis vorgestellt werden und auch ein paar Worte zu dir selbst sagen.

Wie stark sind die Kinder dort behindert? Kann man richtig mit denen spielen und aich reden? Hängt stark von der Klasse ab. Sind ja nicht so viele Schüler (bei uns sind es 7 bis 8), da ändert sich das Bild von Klasse zu Klasse. Da du aber oben von einem großen Klassenteam schreibst, geh mal von einer sehr unterschiedlichen Schülerschaft aus; schwer behinderte Kinder, zu denen es zu Beginn nicht einfach ist, Kommunikation aufzubauen, aber auch andere Kinder, mit denen du einfache Spiele spielen und dich recht gut unterhalten kannst, und die gerade neue Gesichter immer sehr spannend finden. 

Was meinst du denn was ich alles so für aufgaben bekommen könnte? Hängt von den Kindern ab. Ich könnte mir vorstellen, dass du zunächst vorrangig mit denen zu tun hast, die nur eine leichtere Einschränkung haben. Zusammen etwas spielen, Ansprechpartner bzw. Einzelbetreuung im Deutsch- und Mathematikunterricht.

Muss ich auch Windeln wechseln und essen anreichen oder machen das die anderen aus dem team? Das schaffen die auch ohne dich. Es wird aber sicher gerne gesehen, wenn du dich auch pflegerisch engagierst. Sicher noch nicht am ersten Tag, aber dann.

Warum hast du eigentlich den Wunsch, an einer Förderschule ein Praktikum zu machen? Möchtest du mal später dort arbeiten?

Kommentar von Bender3000 ,

Naja das Praktikum selber ist Pflicht und ich wollte an die förderschule,  weil ich das einfach echt interessant finde. Ich denke das kann man mit normalen Schulen kaum vergleichen. 

Nur jetzt vorher bin ich so nervös... Ich hab ein bisschen Angst weil das Team so gross ist,  dass ich dort ständig unter Beobachtung stehe und ich hab angst das ich vll mit den Kindern nicht so klarkomme... sind ja keine normalen Kinder. .. und vll sind da autisten die ausrasten wenn neue Leute da sind?? 

Dann weiß ich nicht wo ich Sitzen soll und wie ich mit den Kindern umgehen kann. 

Ubd ich weiß nicht ob die Lehrer dann wirklich zeit für mich haben ... die sind doch sicher auch gestresst.  Und kann ich ach die EinzelfallHelfer oder die fsjlerin Sachen fragen oder denen helfen?

Kommentar von Teifi ,

Nun, bleib mal locker. Das wird schon. Sei einfach morgen recht zeitig dort, rede am besten mit den Kollegen schon vor dem Unterrichtsbeginn, dann wird schon einiges klarer werden.

Ein Wort zu Autisten: Sie sind zwar nicht gerade versessen darauf, neue Menschen kennenzulernen, aber deshalb ausrasten tun die wenigsten. Brauchst keine Befürchtungen zu haben - wenn du zu einem Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungerst einmal einen Zugang gefunden hast, dann ist das so eine schöne, befreidigende Erfahrung.

Und kann ich ach die EinzelfallHelfer oder die fsjlerin Sachen fragen oder denen helfen? Klar kannst du die fragen, aber erster Ansprechpartner ist der Klassenlehrer. Und bitte nur wenige Fragen während des Unterrichtes - spar sie dir für die Pause auf.

Kommentar von Teifi ,

Und - wie war die erste Woche?

Kommentar von Bender3000 ,

Naja, also die Mitarbeiter sind alle sehr nett und dir Kinder sind interessant.  Aber leider haben dir ganze Woche 3 Kinder gefehlt,  wovon 2 wohl sehr anstrengend sein sollen. Daher war die woche sehr ruhig und ich hatte kaum Aufgaben.  Ich hab viel mit der fsjlerin zusammen gemacht: mit schwierigeren kindern ins bällchenbad oder snoezeln, etc. Sie meinte auch, dass wenn die andern Kinder auch da sind es viel stressiger wäre und bestätigte das diese Woche echt langweilig sei. Sie selbst ist wohl hauptsächlich für 3 schwierigere Kinder da, die keinen integrationshelfer haben. Von den Kindern war aber auch nur 1 da xD mal schauen ob die andern nächste Woche wiederkommen, ich bin da echt mal gespannt wie die so sind. Hoffentlich kriege ich dann auch mal paar Aufgaben :D

Antwort
von abibremer, 51

Jedem Verantwortlichen, mit dem du zuerst zu tun bekommst, ist doch VÖLLIG KLAR, dass du vor einer neuen Situation stehst und fachlich von NICHTS eine Ahnung hast. Da kannst das also gelassen auf dich zukommen lassen und hoffen, dass die so gut sind, dass es dir auch nützt...


Antwort
von IsiHase, 105

Sei offen, für neue Aufgaben und zeig Interesse, stell auch Fragen und sei nicht schüchtern

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