Möglichst viel Geld aus Volkasko rausholen?

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8 Antworten

Option 1 hast du evtl. falsch verstanden, denn in der Restwertbörse wird üblicherweise nicht versteigert, sondern nur der Restwert ermittelt. Heißt: Händler geben verbindliche Angebote für das kaputte Auto ab, aber verkaufen musst du nicht. Für die Abrechnung wird lediglich das Höchstgebot zu Grunde gelegt, du kannst dann selbst entscheiden, was du machst. Es ist und bleibt dein Eigentum, auch wenn die Versicherung den Schaden bezahlt. Es läuft vereinfacht gesagt so ab, dass du von der Versicherung die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und dem Wert des Höchstbietenden bekommst. Wenn du das Auto dann an den verkaufst, hast du den Wiederbeschaffungswert in der Tasche. Du kannst das Auto aber auch an jeden anderen verkaufen (in der Hoffnung woanders mehr zu bekommen), du kannst es auch selbst reparieren oder es dir kaputt in deinen Vorgarten stellen. Das ist der Versicherung dann egal.

Somit ist die Frage schon beantwortet: Ja, du kannst auf Basis eines Kostenvoranschlags oder eines Gutachtens mit der Versicherung abrechnen, dir das Geld einstecken und nicht reparieren. Aber du bekommst dann nur den Nettobetrag des Schadens, also ohne Mehrwertsteuer. Auch in dieser Konstellation kannst du mit dem Auto dann machen was du willst und es an jemanden mit dem Unfallschaden verkaufen.

Aber Achtung: Die Versicherung wird dir immer maximal das bezahlen, was die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert ist! Also immer nur den kleineren Betrag aus beiden Varianten.

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Kommentar von SM4SHiiX
12.10.2016, 16:28

ja das habe ich mir schon fast gedacht, vielen dank

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Das was du vorhast ist mit Sicherheit Betrug.
Immerhin steckst du dir deren Geld für eine Leistung ein, die du nie in Anspruch genommen hast. Sollten die irgendwie dahinterkommen dann kannst du dir sicher sein das da Konsequenzen folgen werden...

Mal ganz davon abgesehen - überall den maximalen Gewinn rausholen schön und gut... aber auf Kosten anderer?
Ich an deiner Stelle würde mal darüber nachdenken ob es so erstrebenswert ist an Geld zu kommen, wenn man andere dafür "bescheißen" muss.
(anders kann ich es in diesem Falle leider nicht nennen).

Wenn du das ohne Probleme mit deinem Gewissen vereinbaren kannst,
dann würde ich mir doch ein wenig Gedanken machen...

LG
Utau

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Kommentar von SM4SHiiX
12.10.2016, 16:15

Ich will ja wissen, ob das möglich ist bzw legal ist. Und ja bei einem Versicherungsunternehmen kann ich das sehr gut mit meinem Gewissen vereinbaren, da Versicherungen davon leben, Leuten angst zu machen und ihnen dafür dann eine Versicherung zu verkaufen. Bei einer Privatperson würde ich nicht so handeln.

Aber trotzdem danke für deine Antwort!

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zerbrech dir nicht den kopf,deine versicherung sagt dir was möglich ist und dann hast die wahl.reparaturkosten kannst dir erstatten lassen,aber ohne reparatur gibt es das geld nur ohne mehrwertsteuer

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Bei der Vollkasko gibt es das sogenannte Gewinnverbot. Das bedeutet, dass nur so abgerechnet werden darf, dass du keinen finanziellen Vorteil daraus hast. Das ist auch ein kleiner Unterschied gegenüber der Haftpflicht bei fremden Schäden.

Am Ende darfst du daher nicht mehr Geld haben, als 8900,- und darauf achtet die Versicherung auch.

So ist z.B. Option 1 zu verstehen. Damit kannst du nicht über die 8900,- hinaus einen Restwert verwirklichen.

Die Versicherung erstattet auch nicht den KVA einer Fachwerkstatt. Wenn man sich das Geld auszahlen lassen will, rechnen die die günstigste Reparatur in einer freien Werkstatt ab.

Du kannst es drehen, wie du willst. Bei einem Eigenschaden über Vollkasko werden die alles abziehen, was du evtl. an zusätzlichem Geld einnehmen könntest. Diese Praxis ist durch den BGH auch abgesegnet.

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du rechnest auf wirtschaftlichem Totalschadenbasis ab; Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs in dem Zustand vor dem Unfall - abzgl. Restwert - das zahlt dann die VK. 

die Summe ist garantiert geringer als deine angestrebten 11.400

8900,00€ Wertschätzung meines Autos nach dem Unfall 4550,00€ 

man subtrahiere und Erhalte eine Summe

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Nein, das geht nicht.

Die Versicherung erstattet Dir das Geringere von beidem:

Wertminderung durch den Unfall (also Zeitwert vorher minus Restwert nach Unfall) oder die Reparaturkosten - wobei Du Dir die Reparaturkosten dann auch "fiktiv" ohne Nachweis der Reparatur und ohne MWSt auszahlen lassen kannst.

Da das Auto ja ein wirtschaftlicher Totalschaden ist, findet die Abrechnung einer Reparatur also nicht statt, ob nun real oder fiktiv.

Du kannst Dir kein Stückwerk aus der besten aller Welten zusammenflicken, um Dich besser zu stellen, als wenn Du keinen Unfall gehabt hättest - das würde ja auch völlig falsche Anreize für Deine künftige Fahrweise setzen.

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Kommentar von SM4SHiiX
12.10.2016, 16:26

Erstmal vielen Dank für deine hilfreiche Antwort. 

Darf ich in dem Fall  (siehe unten) danach auch mein Auto behalten und es verkaufen ?
"die Reparaturkosten - wobei Du Dir die Reparaturkosten dann auch "fiktiv" ohne Nachweis der Reparatur und ohne MWSt auszahlen lassen kannst."

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Das ist Versicherungsbetrug und eine Straftat. Niemand der sie noch alle hat wird Dir hierzu noch einen Rat geben!

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Kommentar von SM4SHiiX
12.10.2016, 16:18

Ich wollte doch nur wissen, ob es in meinem ermessen liegt, ob ich das Auto reparieren lasse. Das hat noch nichts mit einer Straftat zu tun.

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Diesseits würde die Option 1 preferiert, um allen kommenden Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen. Option 2 wäre mir zu riskant, da der Wertverlust letztendlich nicht absehbar ist. Was die Reparaturbestätigung betrifft, so kann dir jede Werkstatt sagen, welchem Procedere sich Versicherungen bedienen.  

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