Frage von Smexah, 81

Gibt es Möglichkeiten der Steuerrückerstattung für ehm. Studenten?

Hallo Community, ich habe von 2007-2013 studiert. BA und MA. (vorher ein Berufsausbildung 3Jahre) März 2014 habe ich angefangen zu arbeiten. Ein Steuererklärung habe ich einmalig für ca 2008, wegen eines bezahlten Praktikums gemacht.

Ich hab viele Informationen Gefunden, dass man seine Studiengebühren rückwirkend als Werbekosten absetzten kann. So wie ich das verstehe, kann ich die Kosten zusammenrechnen und als Werbekosten für die Ausbildung/Studium in meiner dies jährigen Erklärung machen.

Ich habe allerdings bei weitem nicht alle Nachweise dafür mehr, (abgesehen von ein paar Rechnungen) im Grunde nur den Abschluss. Ist das wichtig?, da manche Kosten sich ja logisch ergeben (Fahrstrecke 2x40km zB). Ist es wichtig wer das Geld für das Studium überwiesen hat? Oder kann ich die Semester gebühren angeben, auch wenn sie immer über meine Mutter gelaufen sind?

Hat jemand von euch damit Erfahrung? Was denk Ihr, einfach angeben und gucken was der Fiskus macht oder kann das teuer enden?

Vielen Dank fürs lesen, Smexah

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 48

Wenn es was zum abziehen gab in den Jahren ausser 2008, dann müßtest Du zumindest für die betreffenden Jahre eine Erklärung zur Feststellung eines verbleibenden Verlustvortrages abgeben. Das kann man sogar länger zurück, als nur für 4 Jahre.

Aber in 2015 z. B. Ausgaben von 2010 abziehen, das geht nicht. § 11 EStG, Zufluss- Abfluss-Prinzip, Ausgaben können nur in dem Jahr abgezogen werden, in dem sie gezahlt wurden.

Kommentar von Smexah ,

Danke für die Antwort.

Ok, das heißt, ich kann 7 jahre zurück (2009)  die "Feststellung eines verbleibenden Verlustvortrages" beantragen. Dabei gebe ich meine ganzen Studienkosten an. Soweit so gut. Aber was mach ich dann damit? Wie kann ich das steuerlich geltend machen? 

Gruß Smexah

PS: Es wäre super, wenn du als Experte, etwas zu den folgenden Fragen sagen könntest.

Ich habe allerdings bei weitem nicht alle Nachweise dafür mehr,
(abgesehen von ein paar Rechnungen) im Grunde nur den Abschluss. Ist das
wichtig?, da manche Kosten sich ja logisch ergeben (Fahrstrecke 2x40km zB). 

und vielleicht zu

Ist es wichtig wer das Geld für das Studium überwiesen hat? Oder
kann ich die Semester gebühren angeben, auch wenn sie immer über meine Mutter gelaufen sind?

Kommentar von wfwbinder ,

 Aber was mach ich dann damit? Wie kann ich das steuerlich geltend machen? 

Das ist dann festgestellt und das Finanzamt zieht das automatisch gem. § 10 d EStG ab.

Die Fahrstrecke ist logisch, kein Beleg, aber Kosten wie Bücher, Computer, Internet, Studiengebühren, müssen mit Belegen/Bankabbuchungen nachgewiesen werden.

Abbuchung vom Konto der Mutter wäre OK.

Antwort
von MenschMitPlan, 53

Die Kosten kannst du nur im Jahr der Verausgabung geltend machen, also eben nicht kumuliert in der diesjährigen Erklärung. Die Veranlagung wird auch nur bis 2012 zurück durchgeführt, für frühere Jahre ist die Festsetzungsfristig abgelaufen.

Kommentar von kevin1905 ,

für frühere Jahre ist die Festsetzungsfristig abgelaufen.

Für die Einkommensteuererklärung schon, für die Feststellung einer Verlustvortrags aber noch nicht.

Kommentar von Y0DA1 ,

Die Veranlagung wird auch nur bis 2012 zurück durchgeführt, für frühere Jahre ist die Festsetzungsfristig abgelaufen.

Stimmt nicht, solang kein Erklärung abgegeben wurde und von einer normalen Verjährung ausgeht, verjährt das Jahr 2009 erst am 31.12.2016. Somit kann 2009 - 2015 alles veranlagt werden.

Wo hast du das denn her, dass nur bis 2012 veranlagt wird?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community