Mögen es Asperger, von andern getröstet zu werden?

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6 Antworten

Das ist von Person zu Person durchaus unterschiedlich und nicht einfach so pauschal zu sagen.
Bei mir selbst machen die allermeisten Leute es eigentlich nur noch schlimmer, aber mein Papa (der ebenfalls ein paar autistische Züge hat) kann mich schon trösten. Nur anfassen darf er mich dabei nicht, in den Arm nehmen genommen werden ist für mich ohnehin schon eher unangenehm, und wenn ich sowieso schon traurig/gestresst/was auch immer bin, wird das eher schlimmer.

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Du verallgemeinerst zu sehr. Nicht jeder Mensch heult sich in den Armen oder im Beisein anderer aus. Und vor allem nicht bei jedem Menschen. Auch, wenn sich manche Menschen das wünschen würden, weil sie sich als eine Trost- und Vertrauensperson sehen.

Ich bin Autistin und kann das gut bei meinem Freund. Klar, sollte auch so sein in einer guten Beziehung. Aber wenn ich heule- dann nimmt er mich in den Arm, ich verweile da kurz und dann reden wir über den Grund meiner emotionalen Reaktion. Meist ist es eher Wut, Enttäuschung als Trauer oder Schmerz. Nach dem reden umarmen wir uns auch oft.

Aber sonst kann ich das nicht so gut oder mir fehlt einfach die Zeit, zu anderen zu gehen. Liest sich blöd, aber ich hätte viele andere Freunde, zu denen ich vom Vertrauensverhältnis her hin könnte, aber mein Freund und ich, wir wohnen zusammen und er weiß besser Bescheid über Dinge (z.B. auf Arbeit) als Freunde. bei denen müsste man mit dem Erzählen viel weiter ausholen, während der Partner ja einiges weiß.

Ich rede nur dann über etwas aus meinem Leben mit anderen, wenn ich sicher weiß, mein Zuhörer versteht mich, weiß, dass ich Asperger-Autistin bin und/oder versteht das Problem und kann mir mit sachlichen Tipps aus der Situation heraus helfen. Sonst mache ich alles mit mir selbst oder meinem Freund aus.

Ich mag Trost, wenn neben dem psychischen Aufbau etwas konstruktives folgt. Sonst überfordert es mich. Dieses "Blabla, alles wird wieder gut! (..." brauche ich nicht. Ich mag auch nicht von jedem umarmt werden. Manche machen es zu leicht, andere zu fest. Körpergerüche spielen da auch oft eine Rolle. Und nein, nicht immer ist es Schweiß- auch unangenehme Deos usw. lösen Stress aus.

Ich kenne aber auch viele Nicht-Autisten, die das auch so machen.

Aber ich werde oft als Vertrauensperson genutzt. Ich denke, dass es doch für viele Nichtautisten leicht ist, über mitunter ernste Themen mit scheinbar jedem zu sprechen. Denn ich weiß, ich bin oft nicht die einzige, der all das erzählt wird. Aber wenn man bedenkt, wie viele gedankenlos private, intime Details auf Facebook mit fremden teilen, wundert mich das gar nicht mehr.

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Ich kann das nur ab, wenn mein Freund mich tröstet, beim Rest geht das garnicht.

Und andersrum? Meinen Freund kann ich trösten, bei allem anderen bin ich stark überfordert und fühle mich unwohl.

Ist unterschiedlich je nach Person.

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Nur weil jemand Autist ist, heißt es, dass er in allen Lebenslangen/Situationen genauso reagiert, wie alle anderen Autisten.

Auch jene Menschen sind komplett individuell.

Kurz und knapp heißt das, dass es keine Antwort auf diese Frage gibt.

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Von Person zu Person unterschiedlich

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Das kann man denke ich nicht pauschal sagen. Verstehst du unter trösten auch, sich von jemandem beruhigen lassen?

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