Frage von cmorsing, 94

möchte mir eine katze anschaffen vermieter hat seine Zustimmung verweigert aber bezüglich tierhaltung ist im vertrag nichts geregelt.?

Expertenantwort
von Negreira, Community-Experte für Katzen, 20

Ob BGH oder nicht ist doch müßig. Wer will denn wegen eines noch nicht vorhandenen Tieres Probleme bekommen? Wenn der Vermieter nicht wegen der Katze kündigt, fällt ihm irgendetwas anderes ein, und sei es, daß die Oma väterlicherseits plötzlich eine Wohnung benötigt und er Eigenbedarf anmeldet. Ich habe noch nie gehört, daß dies dann anschließend kontrolliert wird.

In jedem Fall wäre dann die Wohnung weg, nachdem man erst mal Streß bis zum Abwinken hatte, vielleicht einen Rechtsanwalt eingeschaltet und Geld ausgegeben hat, was man gar nicht besitzt. Und dann landet das Tier im Tierheim wie schon so viele vor ihm, weil sich die Leute nicht richtig informiert haben.

Abgesehen davon denke ich, daß Du auch die Genehmigung Deiner Mutter benötigst, die auch nicht so 100%ig mit einer Katze einverstanden ist, und das wäre doch sicher schon mal die Grundvoraussetzung. Man kann im Leben nicht immer alles haben. Vielleicht zieht Ihr irgendwann um, dann kann man sich von vorneherein die Genehmigung der Tierhaltung geben lassen. So wäre mir das zu riskant.

Antwort
von schleudermaxe, 17

Und warum hast Du so eine wichtige Angelegenheit nicht geregelt?

Wir haben damit leider auch immer wieder heftige Probleme, denn eine Anhebung der Mieter zur Beseitigung der angerichteten Schäden und höheren Gebrauchsabnutzung wird uns im Gegenzug meist verweigert.

Gibt es diesbezügliche Angebote von Dir?

Wie soll die Schlußreinigung erfolgen und wer trägt diesbezügliche Kosten nach Deinem Auszug?

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 42

Auch wenn nichts dazu im Mietvertrag steht, die Haltung von Katzen bedarf der Zustimmung des Vermieters.

Diese kann er mit Angabe eines plausiblen Grundes verweigern.

Kommentar von cmorsing ,

meinte nur Tiere machen was kapuut und stinken. sagte ihm das ich die schäden durch das Tier beseitige blieb trosdem bei seiner meinung

Kommentar von portobella ,

Wenn er es nicht erlaubt, kannst du leider nichts tun, denn die Wohnung ist sein Eigentum. Wer ohne Erlaubnis einen Hund oder Katze hält riskiert die Kündigung und willst du es wirklich darauf anlegen ?

Kommentar von schleudermaxe ,

Da kann aber etwas nicht stimmen, denn solche Mieter dürfte ich bisher nicht erleben, die beim Auszug etwas beseitigen, was die lieben Tierchen so hinterlassen bzw. angerichtet haben.

Antwort
von imager761, 31

Ohne anderslautende mietvertragliche Regelung bedarf die Haltung von Hund oder Katze der ausdrücklichen Zustimmung des Vermieters.

Hält man sich trotzdem ungefragt ein derartiges Tier, kann der VM erst Abschaffung verlangen und dann deinen MV fristlos kündigen :-O

Hat er die Genehmigung ohne (nachvollziehbare) Begründung verweigert, kann man auf Zustimmung klagen.

Und verlieren, wenn er einen Besucher, Handwerker oder Postzusteller benennt, der an einer Tierhaarallergie leidet, Erfahrungen früherer Mieterbeschwerden über erwartbare Lärm- oder Geruchsbelästigungen darlegt, schlicht keinen Präzedenzfall für eine dann überhand nehmende Tierhaltung glaubhaft vorträgt oder eine Zussicherung an einer bestimment Mietpartei mit chronischem Asthma, wonach er diese Tierhaltung in seinem Objekt künftig nicht dulden wird.

G imager761

Kommentar von cmorsing ,

habe aber irgendwo gelesesn das katzen keiner zusimmung bedürfen und zu den Kleintieren gehören

Kommentar von imager761 ,

Das ist schlicht falsch.
Im Mietrecht gelten nach der sich aus dem Urteil VIIIZR 340/06 des BGH ergebenden Abgrenzung solche Tiere als Kleintiere, die in geschlossenen Behältnissen gehalten werden, demnach nicht frei in der Wohnung oder im Haus umherlaufen und somit keine Störungen bei Nachbarn hervorrufen können sowie keine Schäden an der Wohnung verursachen, sofern sie in üblicher Zahl und Art gehalten werden.

Antwort
von wilees, 32

Als Ansatz dieses:

Katze in der Mietwohnung – Was ist erlaubt und was nicht? - Mietrecht ...

www.mietrecht.org/tierhaltung/katze-mietwohnung/

Urteil des BGH zur Hund- und Katzenhaltung|immonet

www.immonet.de/umzug/wissenswertes-rechtliches-mietvertrag-wohnung-hund.html
Antwort
von sunnyhyde, 55

dann kannst du es drauf ankommen lassen, allerdings ist ne einzelhaltung von katzen eher problematisch und zudem würde ich es mit meinem vermieter nicht verscherzen wollen...

Antwort
von 1Woodkid, 52

Wenn es laut Vertrag nicht ausdrücklich verboten ist,muss er das dulden ! Wenn sie keinen Freigang bekommt,dann fällt es ihm ja garnicht erst auf. Er darf Deine Wohnung schliesslich nicht ohne Deine Erlaubnis betreten.Und bitte-hole Dir direkt 2 Katzen. Man sollte sie nicht alleine als reine Wohnungskatzen halt.

Kommentar von cmorsing ,

mutter meinte das gebe nur untötig stress und er könnte daraufhin kündigen aber mein herz hängt an einen haustier

Kommentar von 1Woodkid ,

Wie gesagt,er kann es nicht verbieten. Wie sieht es denn mit einem Hund aus? Ist der auch dagegen?

Kommentar von cmorsing ,

ja er ist generel gegen Tiere machen nur arbeit dreck und stinken und alles kaputt meinte er

Kommentar von anitari ,

Katzenhaltung, ebenso wie Hundehaltung, ohne Zustimmung des Vermieters kann im E-Fall zur Kündigung führen.

Kommentar von 1Woodkid ,

Völliger Quatsch!! Wenn es nicht ausdrücklich im Mietvertrag steht,kann er weder kündigen noch sonstwas...!

Kommentar von 1Woodkid ,

3. Fehlende oder unwirksame Regelung führt zur Interessenabwägung

Soweit
sich im Mietvertrag keine Regelung findet oder eine vorhandene Regelung
als unwirksam beurteilt werden muss, ist die Zulässigkeit der
Tierhaltung danach zu beurteilen, ob sie zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung
gehört oder nicht. Dabei ist davon auszugehen, dass die Haltung von
Kleintieren immer erlaubt ist. Da Katzen als Kleintiere betrachtet
werden, steht ihrer Haltung im Grundsatz nichts entgegen.

Will der Vermieter die Katzenhaltung also verbieten, muss er sachliche und objektive Gründe
vortragen. Pauschale Argumente genügen dafür nicht. Der Vermieter muss
konkrete Störfaktoren darlegen können, die gegen eine Katzenhaltung
sprechen. Im Rahmen einer Interessenabwägung ist dann zu entscheiden,
wessen Interessen überwiegen. Berechtigte Interessen des Vermieters und
der Nachbarn sind dabei nur ein Aspekt der Abwägung.

Weitere
Aspekte (BGH WuM 2008, 23) sind die Anzahl der Katzen in der Wohnung,
das Verhalten des Tieres (aggressiv, kastriert), die Haltung (nur in der
Wohnung, freilaufend), Zustand und Lage der Wohnung im Haus, Interessen
der Nachbarn (Katzenallergie), bisherige Handhabung des Vermieters
(Gleichbehandlungspflicht aller Mieter) oder besondere Bedürfnisse des
Mieters (therapeutische Zwecke, Vereinsamung).

Quelle:Mietrecht.org

Kommentar von anitari ,

Da Katzen als Kleintiere betrachtet werden,

Da ist der BGH aber anderer Meinung.

Kommentar von 1Woodkid ,

Das IST aus dem BGH !!!

Kommentar von schleudermaxe ,

Und was hat dieser Verein mit den Gerichten hier vor Ort am Hut?

Zudem gibt es vom BGH aktuelleres, oder übersehe ich etwas?

Antwort
von marlies286, 40

wenn der Vermieter es nicht wünscht,dann lass es.Sonst kommt es zu Konflikten.

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