Möchte in eine Mietwohnung umziehen, worauf sollte man achten?

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7 Antworten

Wie hoch dürfen die "Gesamtkosten" maximal sein?

Miete und Nebenkosten sollten ca. 1/3 des monatlichen Nettoeinkommens ausmachen.

Gibt's da eventuell
eine bestimmte Obergrenze, ab der man die Wohnung nicht mehr beziehen
darf?

Eine Obergrenze ab dem man eine Wohnung nicht mehr beziehen darf, weil man es sich finanziell nicht leisten kann, gibt es nicht. Aber es gibt Vermieter, die auf ein regelmäßiges Einkommen des potentiellen Mietinteressanten achten.

Dachte da in Richtung 400€ (Kaltmiete + sonstige Kosten)

viel zu teuer - durchschnittlich betragen nämlich die Nebenkosten in Deutschland zwischen 2,- und 3,- pro qm/Monat, und zwar unterschiedlich nach persönl. Verbrauch und auch der Region. Strom ist nicht bei dieser Schätzung nicht dabei, dazu kommen weitere Kosten wie Rundfunkbeitrag, evtl. eine Haftpflichtversicherung,  usw.

Und wie schaut s eigentlich mit "Wohngeld" bzw. BAB aus?

Azubis haben in der Regel keinen Anspruch auf Wohngeld, aber auf Mietbeihilfe. BAB könntest Du beantragen, falls BAB dann abgelehnt wird, dann die Mietbeihilfe - heißt, wenn BAB bewilligt wird besteht kein Anspruch auf die Mietbeihilfe.

Inwieweit werde ich diese Leistungen in Anspruch nehmen können

sehr spärlich bis überhaupt nicht.

Denn grundsätzlich sind Deine Eltern während Deiner Ausbildung für Dich unterhaltspflichtig. Den Unterhalt können sie auch in Form von Unterkunft und Verpflegung zu hause leisten.

Wenn Du nun ausziehst beträgt Dein monatlicher Lebensbedarf pauschal ca. 700,-€. Dein Monatslohn und auch das Kindergeld, das Dir auf Antrag dann ausgezahlt werden könnte, werden bei Deinem Unterhaltsanspruch gegenüber Deinen Eltern oder auch auf einen evtl. BAB-Anspruch in voller Höhe angerechnet, also ca. 680,- abzügl. monatl. Selbstbehalt von 90,-€. Das heißt den Differenzbetrag von ca. 100,- wäre dann Dein evtl. BAB- oder auch Dein Unterhaltsanspruch gegenüber Deinen Eltern.

Dann solltest Du auch in Betracht ziehen, daß Du Geld für die Einrichtung und auch für die Kaution (Sicherheit für den Vermieter in Höhe von max. 3 Monatskaltmieten) oder sogar einen Bürgen beim Vermieter benötigst.

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Kommentar von Stricher007
24.09.2016, 16:09

Wow Danke für deine Mühe! :)

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Erkundige dich, ob du hilfe vom staat zu erwarten hast, was ich aber nicht glaube, da du noch zu hause wohnen kannst. Das geld ist sehr knapp, es geht nicht nur um die warmmiete, sondern auch um die kaution, die jeder mieter verlangt, dann strom, telefon, versicherung, lebensmittel und hygieneprodukte plus monatskarte oder auto.

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Ich finde deine Frage sehr interessant, da ich mich in einer ähnlichen Situation befinde.

Ich kann dir allerdings bezüglich Wohngeld folgenden Tipp geben: Google mal nach "Wohngeldrechner". Da kriegste schon mal einen Eindruck, was alles berechnet wird. Wohngeld wird elternunabhängig berechnet und solange du im richtigen Rahmen Geld verdienst (Achtung, es gibt sowohl eine Ober- als auch eine Untergrenze, man muss also auch einen bestimmten Geldbetrag verdienen bzw. genug Erspartes haben, um wohngeldberechtigt zu sein), bekommst du es. Die Höhe richtet sich nach deinen Einkünften und der Miethöhe - aber dafür ist der Wohngeldrechner, dir da einen Überblick zu geben.

Du solltest aber schon nach einer möglichst günstigen Wohnung suchen. Du musst ja die Miete bezahlen (auch Strom, Internet, Heizung, etc.) und dich dann auch noch versorgen. Vielleicht ja auch eine WG?

Nachtrag: Bedenke, dass du auch dein Kindergeld von deinen Eltern überwiesen bekommen musst, wenn du ausgezogen bist. Das sind noch mal so 190€ glaub ich. 

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Kommentar von Stricher007
24.09.2016, 15:29

Dankeschön für die ausführliche Antwort ;p

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Kommentar von TreudoofeTomate
25.09.2016, 14:48

Deine Antwort ist insofern falsch, als das Wohngeldgesetz auf Haushalte zu denen ausschließlich Personen gehören, die dem Grunde nach Anspruch auf BAB oder BAföG haben, nicht anzuwenden ist (§ 20 Abs. 2 WoGG).

Sie/ Er kann also so viele Wohngeldrechner mit Daten füttern, wie sie/ er will, er wird dennoch keine Leistungen erhalten.

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Deine Eltern sind dir theoretisch unterhaltpflichtig. Wenn sie sich deinen Unterhalt leisten können, steht dir vom Amt nichts zu. Andernfalls kannst du es mit Ausbildungsbeihilfe oder Wohngeld versuchen.

Aber für dich würde ja auch eine Einzimmerwohnung reichen. Je nach dem, in welcher Stadt du wohnst, bekommst du so eine auch für ca 250 Euro warm. Dann kommen noch Strom, Telefon, Internet und Lebensmittel hinzu. Dann könnte dein Gehalt auch reichen.

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Kommentar von Retrohure
24.09.2016, 15:18

Nein, Wohngeld wird elternunabhängig berechnet. 

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Kommentar von konstanze85
24.09.2016, 15:22

Die eltern sind nicht unterhaltspflichtig, wenn das kind auf eigenen wunsch auszieht. Wenn sie ihm ein dach über dem kopf, speis, trank und ggf. Kleidung bieten und er das aber ausschlägt, müssen sie ihm kein bargeld geben, außer sein kindergeld, das ja eh für ihn ist

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1/3 des Nettoeinkommen sollte die Miete nicht übersteigen.

Wenn Du eine Wohnung mietest, kannst Du Abzweigungsantrag für das Kindergeld stellen, also nochmal 190 € mehr.

Wohngeld oder BAB nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Dachte da in Richtung 400€ (Kaltmiete + sonstige Kosten)

Viel zu hoch.

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Du willst 400 EUR kalt ausgeben, hast aber nur 600 EUR pro Monat zur Verfügung?

Das wird ein wenig eng. Da kommen dann noch Kosten wie etwa Internet, Telefon, Strom, NK der Wohnung natürlich, Essen, Freizeit, evtl. Busticket usw. usw.

Gerade diese kleinen Kosten werden oft unterschätzt. Hier 30 EUR Internet, da 50 EUR für das Ticket, hier mal 20 EUR für`s Kino und zack sind 100 EUR weg. 

Du solltest dir wohl erst einmal wirklich alles aufschreiben, was du an Ausgaben hast. Und dann vergleichen. Denn mit so wenig Geld musst du wohl jeden Penny umdrehen. 

Und nur so kannst du realistisch einschätzen, was du dir wirklich leisten kannst.

Für alles andere hilft dir Tante Google, da dieses Thema recht ausführlich ist:

http://www.azubi-azubine.de/mein-geld/finanzielle-hilfen.html

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Die wichtigste Frage ist: Bist Du Raucher oder nicht?

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Kommentar von tommy40629
24.09.2016, 15:23

Wenn Du keine Antwort gibt, dann kann man Dir nicht die wichtigen Hinweise geben, die eine Wohnung haben sollte, wenn Du z. B. Nichtraucher bist.

Man kann diesbezüglich bei der 1. Wohnung leider sehr in die Kloschüssel packen, weil die Vermieter die Wohnungen immer als Märchenschlösser anpreisen.

Ich habe leider jetzt keine Zeit mehr.

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Kommentar von Stricher007
24.09.2016, 15:37

Ich bin nicht "Nichtraucher"

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