Frage von aninamaus, 209

Möchte Abtreiben bin in der 5. ssw?

Hallo Ich habe so eben erfahren das ich Schwanger bin. Leider kann ich das Kind nicht behalten. Ich fühle mich dem nicht gewachsen. Ich bin Erzieherin und weiß was auf mich zu kommt. Allerdings möchte ich das Kind nicht & mein Freund mit Sicherheit auch nicht. Ich habe Angst das wenn ich es mache & jeden Tag von Kindern umzingelt bin es mich belastet. Aber kann mir ein Kind überhaupt kocht vorstellen. Ich möchte auch nie eigene Kinder haben, so sehr wie ich sie liebe!

Wie gehe ich jetzt vor? Erst Frauenarzt & dann eine Beratungstelle oder kann ich auch direkt zu einer Bertaungstelle?

Möchte es auch gerne keinem im Umfeld sagen außer meinem Freund. Nach der Abteibung werde ich da lange ausfallen? Beziehungsweise kann man die Schmerzen verheimlichen?

Ich möchte keine Vorwürfe etc. bin mir der Sache völlig bewusst.

Antwort
von ditchwitsch, 64

Du kannst direkt zur Beratungsstelle. Das scheint mir auch wichtig, dass du dich beraten lässt, wenn du schreibst du hast Angst, dass es dich belastet.

Bei einem medikamentösen Eingriff (das ist so früh in der Schwangerschaft die in Frage kommende Methode) kann dir niemand sagen, ob und wie starke und wie lang du Schmerzen haben wirst. Das kann nach ein paar Stunden vorbei sein, kann aber auch länger dauern. Die Blutungen dauern normalerweise etwa 10-14 Tage, sind aber meist nur anfangs sehr stark. Also wenn alles normal verläuft, fällst du nicht länger als 1 Tag aus.

Antwort
von MelHan, 80

Vornherein, ich absolut nicht pro-Abtreibung, da ich weiß wie schwer es sein kann ein Kind zu bekommen.

ABER, jeder muss selber entscheiden wie er sein Leben führen will.
Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, zuerst zu einer Beratungsstelle zu gehen, denn so ein Eingriff kann seelische Narben hinterlassen.
Ich kenne 4 Frauen welche mal abgetrieben haben, 2 kamen problemlos damit klar auch Jahre später noch.
Eine leidet immernoch, ist über 20 Jahre her.
Eine kommt relativ gut klar damit.
Ich kenne auch einen Mann, wo die Frau abgetrieben hat, und ihn holt es auch ständig wieder ein.

Ich will dir nicht sagen was du machen sollst, will einfach sicher sein dass du die alle Infos einholst.

Antwort
von schokocrossie91, 112

Du musst zuerst die Schwangerschaft bestätigten lassen, dann zu einer Beratungsstelle wie proFamilia und dir einen Beratungsschein ausstellen lassen. Nach drei Tagen Bedenkzeit kannst du die Schwangerschaft abbrechen lassen (ich glaube, dass muss von einem anderen Arzt gemacht werden als dem, der die Schwangerschaft bestätigt hat, da bin ich mir aber nicht zu 100% sicher). Die User hier neigen dazu, einem eine Entscheid einreden zu wollen, lass dich von niemandem, egal wem, beirren. Was du machst, ist ganz allein deine Entscheidung.

Kommentar von ditchwitsch ,

Mich würde interessieren, woher eigentlich die Aussage kommt, dass frau zuerst zu einem Arzt muss, um die Schwangerschaft bestätigen zu lassen, bevor sie zur Beratung geht. Im Gesetz steht jedenfalls nichts dergleichen. Und die Beraterin in diesem Video sagt, dass dieser Arztbesuch gar nicht nötig ist (bei ca. 16 Minuten): https://www.youtube.com/watch?v=LyEsUf3Vb7c&feature=youtu.be

Kommentar von isebise50 ,

Im Prinzip hast du Recht ditchwitsch, es braucht nicht die Bestätigung eines FA.

Aber wenn jede Frau (bzw. zumeist junge Mädels) bei einem Tag über die Mens, Übelkeit nach 5 Stücken Kuchen oder "Blubbern" im Bauch in ihrer Panik gleich zu einer Beratungsstelle rennen würden, hätten die dort keinen Platz und keine Zeit für die Beratung bei wirklichen Schwangerschaftkonflikten.

Nix für ungut!

Kommentar von ditchwitsch ,

Normalerweise machen die Frauen/Mädels ja wohl zuerst mal einen Test, bevor sie zur Beratung rennen, nehme ich mal an. Wenn der positiv ist, verlieren sie bloss Zeit, wenn sie vor der Beratung noch einen Arzt aufsuchen um das zu bestätigen.

Antwort
von armeskaenguru, 61

Hallo

Lass doch mal die Schwangerschaft durch den Frauenarzt zuerst bestätigen und mach danach einen Beratungstermin ab. Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen danach möglich.

Da Du in der 5. Woche bist, wäre eine Abtreibung auch medikamentös möglich. Der Termin könnte so gelegt werden, dass die Abtreibung an einem Freitag nachmittag stattfindet (bei medikamentös erste Tabletteneinnahme am Mittwoch, die zweiten am Freitag). So würdest Du auch nicht gross ausfallen, hast das Wochenende zur Erholung und wärst am Montag arbeitstauglich.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von NotYourDarling, 85

Also ich bin mit 18 schwanger geworden und konnte es mir auch nicht vorstellen. Ich hatte erst einen Termin bei der beratungsstelle und dann einen bei meinem frauenarzt. Als der dann ein ultraschallbild gemacht hat (ich habe es lange verdrängt, war schon in der 11. Woche) und mir die überweisung zum anderen arzt gegeben hat, der die Abtreibung vornehmen sollte, habe ich vor der tür entschieden, das ich mama werde und dieses geschöpf nicht wegmachen lassen kann. Meine Tochter ist jetzt fast 6 und das beste was mir passieren konnte. Ich bin Alleinerziehend, von anfang an, hatte also auch nicht die optimalsten Bedingungen.

Das soll dich nicht abhalten, nur dazu raten dir das ganz genau zu überlegen.

Ich glaube lange im job ausfallen wirst du nicht. Aber es ist eben ein eingriff, der auch tage später noch unangenehm sein wird.

Kommentar von minime6114 ,

Deine Geschichte ist berührend und ich finde es toll, wie du dich entschieden hast und es alleine gemeistert hast!!

Antwort
von minime6114, 90

Du wirst von der Abtreibung nichts spüren. Und schon ist es vorbei. Durch den Eingriff fällst du nicht aus. Kommst zum Termin und Stunde später kannst du wieder gehen. Alles gute. Ich hoffe du kommst damit zurecht.

Kommentar von ditchwitsch ,

Das ist jetzt doch etwas beschönigend beschrieben. Ganz schmerzlos geht ein medikamentöser Abbruch meist nicht vor sich. Und ein paar Stunden bis 1 Tag würde ich da jetzt schon rechnen für die Erholung.

Auch der chirurgische Eingriff kann Schmerzen verursachen, jedenfalls dann, wenn er unter Lokalanästhesie erfolgt - und nach einer Narkose kann sie nicht 1 Std. später bereits wieder zur Arbeit.

Antwort
von BarbaraAndree, 106

Ich habe einen Link gefunden, wo Frauen das Erlebte erzählen und auch beschreiben, wie die nächsten Schritte sind:

http://www.urbia.de/archiv/forum/th-4083725/ungewollt-schwanger-abtreibung-was-m...

Antwort
von ischdem, 88

lass dich beraten.....pro familia

und später vorher überlegen und verhüten...

Kommentar von ditchwitsch ,

Woher weisst du, dass sie nicht verhütet hat? Kann ja auch mal was schief gehen.

Kommentar von ischdem ,

verhüten ist superlative.....ein bischen verhüten geht garnicht.

Kommentar von ditchwitsch ,

Es gibt so was wie einen Pearl Index... und du bist wohl selbst unfehlbar?

Kommentar von ischdem ,

ja wenn es um menschl. Leben geht .

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