Frage von chintao 23.07.2012

moderne Phänomene - Wenn ein Sportler regelmäßig künstliche Mineral-Stoffe zu sich nimmt: ???

  • Hilfreichste Antwort von eluutz 24.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
    • "künstliche Mineralstoffe"

    Nahrungsergänzungsmittel werden nicht in jedem Fall genauso gut verwertet wie "natürliche" Mineralien in Lebensmitteln. Das hat ganz viel mit Chemie zu tun: in Lebensmitteln haben Mineralstoffe manchmal andere Oxidationsstufen oder andere Liganden. Es ist aber auch ein Fehler anzunehmen, dass das für alle Lebensmittel und Mineralien gleichermaßen gilt; tatsächlich werden bestimmten Spurenelemente aus Pflanzen teilweise sehr schlecht aufgenommen im Vergleich zu künstlichen Nahrungsergänzungsmitteln.

    • Verwertung zusätzlicher Mineralstoffe

    zusätzliches Knochengewebe wird man durch eine Zufuhr von bestimmten Mineralien (insbesondere Calcium und Phosphor) nur dann aufbauen, wenn es vorher einen Mangel gegeben hat. Und selbst das nur bis zu einem bestimmten Grad. Allgemein ist eine Zufuhr nur dann sinnvoll, wenn es einen Mangel gibt. Nahrungsergänzungsmittel können sogar schädlich sind (auch wenn wasserlösliche Mineralien oft einfach mit dem Urin wieder ausgeschieden werden, solange der Wasserhaushalt stimmt).

    • Schädigung durch künstliche Mineralstoffe

    Defizite entstehen nicht durch künstliche Mineralstoff-Gabe. Allerdings kann es durchaus zu Vergiftungen kommen, wenn Spurenelemente (wie Eisen oder Magnesium) in der falschen Menge und Art zugeführt werden. Ein Zuviel ist oft schädlicher als etwas zu wenig. Glücklicherweise sind die meistens Zusätze gut verdaulich und werden ausgeschieden, teilweise eben mit einem sehr flüssigen Stuhl (z.B. bei zuviel Magnesium).

    • Vitamine

    Der Grundsatz trifft auch auf Vitamine zu. Bestimmte Vitamine kann man leicht überdosieren, so dass sie schädlich werden. Wasserlösliche Vitamine (wie Vitamin C) kann man fast nicht überdosieren (aber die Säure tut deinem Magen nicht so gut). Es wurden lange hohe Vitamingaben vorgeschlagen, die vor Krankheiten schützen sollen; das hat sich aber als Trugschluss herausgestellt. Bei ernsthaftem Mangel (insbes. Vitamin D) kann eine Vitamingabe sinnvoll sein. Im allgemeinen nimmt man durch normale Ernährung auch ohne Zusätze ausreichend Vitamine zu sich.

    [Das ist alles in einem Rutsch ins Unreine geschrieben; Doppeldeutigkeiten, Unstimmigkeiten, Fehler - im Zweifel alles Absicht, damit hier keine Langeweile aufkommt.]

  • Antwort von blunt 24.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Theoretisch schon, aber es ist nicht so einfach...

    Der Körper "lebt" und arbeitet mit allen Substanzen, die er bekommt ! Im Innernen laufen zahreiche komplizierte chemische Reaktionen ab...

    So bedeutet ein Zinküberschuss automatisch einen Kupfermangel (und umgekehrt), weil die Moleküle ungefähr gleich aussehen, und daher an gleicher Stelle in den Zellen andocken. Wenn alle Stellen vorwiegend von einem der Kandidaten besetzt sind, entsteht ein Mangel vom anderen.

    Vitamin C (Ascorbinsäure) z.B. "Killt" Kupfermoleküle, verändert sie im Körper zumindest derart, dass sie als unnütze Fremdmoleküle nicht erkannt, und nicht mehr aufgenommen werden können.

    Wenn man Z.B. mehr Magnesium als Calcium zu sich nimmt, behindert man damit, daß Calcium in benötigter Menge in die Knochen eingebaut werden kann, da an den "Baustellen" bereits Magnesium-Teilchen sitzen. :( (Umgkehrt ist es genauso möglich) Die ungenutzten Moleküle werden unverändert ausgeschieden, Mangel entsteht. Außerdem kann Calcium nur in Anwesenheit von vitamin D (gebildet durch Sonne-UVLicht), und während/durch Bewegung der umgebenden Muskeln an richtiger Stelle aufgenommen werden.

    Den "Mineralstoff " Aluminium braucht dagegen eigentlich kein Mensch im Körper. Kommen aber Aluminiumionen, - geringfügig verändert durch + Verbunden mit - aller Arten von Säure (Zitronensäure, Essigsäure, Wein, Glutaminsäure=Geschmacksverstärker, Phosphorsäure=Konservierungsmittel) in den Körper, können sie die Blut-Hirn Schranke problemlos passieren, sich im Gehirn anreichern und ab einer bestimmten Menge Alzheimer verursachen. Aluminium kann nicht abgebaut werden.

    Alles, was im Körper irgendwie etwas bewirkt, wirkt auch immer "daneben" :(. Daher sollte man ganz genau wissen, was man mit welchem Mittel und bei wem bezweckt, und wie die "Nutzen-Kosten" Bilanz am Ende aussieht. Das "Gleichgewicht" an Vitaminen und Mineralstoffen im Körper ist sehr empfindlich, es gibt zahlreiche andere Stoffe dort, die die Aufnahme stören können. (Ph-Wert, Temperatur, Sättigung der Lösug ändern sich in Anwesenheit oder nicht Anwesenheit von irgendwas...:( ) Würden wir von vornherein ausrechnen können, was jedem Menschen gut tut, und wieviel davon, müsste die Pharma Industrie keine klinische Tests mehr durchführen ;), und es gäbe keine Beipackzettel...

    "Normale Dosierung" sieht bei jedem Menschen verschieden aus, weil keine 2 Organe gleich groß sind, oder gleiche Struktur haben, und keine 2 Menschen gleich "funktionieren". ( Kinder bis 12 Jahren nehmen z.B. von Fremdstoffen weniger als Erwachsene auf, weil ihr Stoffwechsel schneller und die Fläche ihrer Organe insgesamt kleiner ist ;) :O)

    Es gibt Verhalten, oder genetische Dispositionen, die bei zusätzlicher Einnahme von irgendwelchen Vitaminen mehr schaden als nutzen. Raucher z.B. werden davor gewarnt Vitamin A zu sich zu nehmen. Ihr Körper macht unter Nikotineinfluss aus dem Retinol eine Verbindung, die die Enstehung und Verbreitung von Lungenkrebs beschleunigt anstatt sie zu bremsen.

    Wie Du merkst, es ist total kompliziert, in welchen Fällen, was und wieviel jemandem nützt oder schadet. Es müssen vielerlei Faktoren erkannt und berücksichtigt werden um mit Substanzen wirklich eine gute Wirkung zu erzielen...

    Gruß + die Frage war echt gut! ;)

    Isa`

  • Antwort von willi55 25.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es gibt keinen Unterschied zwischen künstlichen und natürlichen Mineralstoffen. Es gibt nur anorganische Stoffe und organische Stoffe. Erstere sind z.B. Mineralien. Letzteres sind Stoffe, die Kohlenstoff enthalten (Außer CO2, CO und mineralische Karbonate ...).

    Wer sich ausgewogen ernährt hat keinen Mangel.

    Nahrungsergänzungsmittel sind in den meisten Fällen unnötig, helfen aber dem Hersteller oder dem Apotheker.

    Alles andere sind Meinungen, aber nicht belegbar.

  • Antwort von rovercraft 23.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    dein grösster denkfehler ist zu glauben, dass die natur sich kopieren lässt...nein, weder nem noch künstliche vitamine haben dieselbe auswirkung im körper, wir die natürlichen stoffe und das ist sehr gut so...

  • Antwort von Susanna1995 23.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es gibt keine künstlichen Mineralstoffe, aber hergestellte Vitamine, Enzyme, ...

    Es entsteht kein Defizit, aber evtl. eine Schädigung (meist Niere) durch zu viel.

  • Antwort von BorBor 24.07.2012

    Der Körper nimmt natürliche Stoffe aus Pflanzen, Tieren oder natürlichen Nahrungergänzungsmitteln wesentlich besser auf, da er im Laufe der Evolution nur solche kenngelernt hat. Ich selber nehme zum Beispiel Calcium aus Meereskorallen ein. Ich wollte auch ein küntliches Präparat umsteigen, weil es deutlich günstiger erschien. Von diesem künstlichen Präparat kann der Körper aber nur 3-5% resorbieren( von 500mg Calcium also nur 20-30 mg : ( ). Und um die selbe Menge Calcium wie vom anderen Präparat zu bekommen, müsste ich viel davon schlucken. -> Geldverschwendung also, ABER: Es gibt auch künstliche Mineralien die sehr gut resorbierbar sind. Zinkpicolinat zum Beipiel. Oder Natriumselenit. Man muss oftmals viel Stunden recherchieren, bevor man das richtige Präparat findet.

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