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Mobbing durch den Firmenbesitzer in Österreich

gefragt von tezasim am 13.10.2008 um 20:16 Uhr

Hallo, ich wurde Anfang Juni in einer kleinen österreichischen Firma angestellt, der Arbeitgeber hat mich zuvor mit allen möglichen Mitteln angeworben (Geldgeschenke, Versprechen, hat mir auch Wohnung neben Gehalt gratis zur Verfügung gestellt). Ich habe zuvor in Paris studiert und Ende Oktober mache ich jetzt meine Abschlussprüfung. Seit Juni arbeite ich jedoch in Wien Vollzeit (da vorher keine Arbeitszeiten abgemacht wurden). Jedoch, seit Juli macht mich der Chef ständig an, attackiert mich grundlos und kompromittiert mich vor den anderen Mitarbeitern (10) öffentlich. Es kommt zu heftigen Konfliktsituationen aus Gründen, die für die anderen auch lächerlich sind, aber keiner sagt was, da er seinen Job nicht verlieren will. Letzte Woche meinte eine Arbeitskollegin, ich soll ihn wegen Mobbing anzeigen, dass es schon nicht normal ist. Andere meinte, dass sie nicht versteht, warum es nur gegen mich so ist. Ich kenne mich hier jedoch nicht aus, komme aus Hannover. Kennt jemand zufällig eine gute Organisation/ Anwalt im Arbeitsrecht oder einen Rat, was ich machen soll? Er wird mich nämlich nicht kündigen und wartet wahrscheinlich, bis ich kündige. Aber wenn ich kündige, dann hab ich auf nichts Anspruch. Die Atmosphäre ist seit Wochen unerträglich für mich, mittlerweile haben alle Angst mit mir zu sprechen, obwohl ich mit allen anderen sehr gut auskomme. Vielen Dank für jeden Rat!


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Eastside
beantwortet von Eastside am 13. Oktober 2008 20:22
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Nach österreichischem Arbeitsrecht hast du, wenn du selbst kündigst, Anspruch auf Kündigungszeit (meist 4 Wochen) und Urlaubs- und Weihnachtsremuneration bekommst du aliquot ausbezahlt. Abfertigungsansprüche hast du sowieso noch nicht nach 4 Monaten.

Also ich an deiner Stelle würde mir das nicht mehr bieten lassen.

Kommentar von tezasim am 13. Oktober 2008 21:55

Ja, vielen Dank. Ich will auch kündigen, jedoch hab ich Angst, dass er mich gleich danach aus der Wohnung (vor der Kündigungsfrist) rauswirft, und da ich nirgendwo gehen kann und meine ersten Verwandten in Prag, bzw. Hannover sind... Jedenfalls vielen Dank!


anonym
beantwortet von Weinberg am 13. Oktober 2008 20:36
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Wenn es ein Dienstverhältnis nach österreichischen Recht ist (davon gehe ich aus), bekommst Du rechtliche Beratung und Unterstützung bei der Arbeiterkammer. Dies ist Deine gesetzliche Interessensvertretung.

Wenn Du Gewerktschaftsmitglied bist, auch dort.

Kommentar von tezasim am 13. Oktober 2008 21:59

Danke. Ich habe bereits mit der Arbeiterkammer Wien gesprochen, Ihr erster freier Termin ist jedoch Anfang November, obwohl ich gesagt habe, dass es "kritisch" ist. Ich würde gerne Ende Oktober kündigen. Ich glaube, ich brauche einen Anwalt, aber die Arbeiterkammer empfehlt keine RA und Beratung geht nur telefonisch, mit langen Wartezeiten und anrufen kann man nur in den (meinen) Arbeitszeiten, wo ich überhaupt nicht telefonieren kann (da wir alle die Mittagspausen zusammen in der Küche verbringen und jedes Fehlen beim Essen wird 'dokumentiert'). Danke aber, versuche es nochmal.

Kommentar von Weinberg am 14. Oktober 2008 17:11

Hast schon versucht, bei einer Aussenstelle einen Termin zu bekommen? Etwa im 21.Bezirk, bei der Nordbrückenabfahrt zur Pragerstrasse?


CeliOE
beantwortet von CeliOE am 13. Oktober 2008 20:52
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Déjà-vu?!?

Hast du das vor einiger Zeit schon einmal gefragt? Vielleicht auch anderswo?

MfG

Kommentar von tezasim am 13. Oktober 2008 21:53

Hi, nein, bin zum ersten Mal auf dieser Seite und sonst hab ich bis jetzt das Thema nirgendwo angesprochen. War jemand anders. LG.


anonym
beantwortet von Barnstormer am 14. Oktober 2008 02:26
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Kann Dir leider keine Rat geben, aber mit Dir mitfühlen, weil es mir als Deutscher in einer Österreichischen Firma (ebenfalls in Wien) so miserabel ging, dass ich abhaute.


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