Mal ehrlich: Hat man mit Mitte 20 (super Abitur, Studienabbruch, Ausbildung, nun selbstständig tätig) überhaupt eine Chance auf eine komplette berufliche Veränderung durch eine berufsfremde Ausbildung? Ich meine, ob man wenigstens bis zum Vorstellungsgespräch kommt oder sagt sich der jeweilige Ausbildungsbetrieb nicht eher: "Ach nee, mit so'nem wirren Lebenslauf braucht hier niemand auftauchen..."? Habt ihr eigene Erfahrung (als Ausbilder oder "Spät-Veränderer")?
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Natürlich, ich hab auch Abi gemacht, dann 8 Jahre in einem Beruf gearbeitet und mit 30 ein Studium nachgeholt.
Seit 3 jahren schaffe ich jetzt in einem guten Beruf.

Wenn man sich vorkommt wie in einer Sackgasse, sollte man umkehren und neue Wege gehen. Wichtig ist allein, das der ausgesuchte Weg Spass und Befriedigung bringt. Nur aus finanziellen Erwaegungen einen Beruf waehlen ist nie gut. Soviel generell. Zu Deiner Frage, ein Gegenüber mit Entscheidungsmacht spürt meistens, ob der Kandidat mit Seele und Leidenschaft will. Ein Wirrwarlebenslauf kann eben mit diesem Sackgassengefühl auf der Suche nach dem Richtigen erklaert werden. Wichtig ist nur, was wirklich rüberkommt von Dir und wie ernst es Dir damit ist. Profis spüren den Unterschied zwischen Pflichtübungskandidaten vom Arbeitsamt geschickt und Leuten, die wirklich wollen. Also erst einmal das Richtige finden und dann wollen. Sieger sind selbstbewusste Woller in allen Berufen. Herzlichst Bert Otto
Danke für den netten Text;O) Ich hoffe, du liegst richtig, denn mir ist es tatsächlich ernst...
Ich habe 4 Berufe erlernt. Und immer selbst finanziert
Selbst finanzieren will ich diesmal nicht...Das Studium war schon allein zu tragen; meine erste Ausbildung eine schulische...
weshalb sollte man nicht, viele sehen, die besondere Reife des Bewerbes

ich kenne jemand der mit mitte bis ende 30 eine krankenpfleger ausbildung angefangen hat.
es geht alles.

in diesem Alter hast du noch gute Chancen. Kannst ja nachweisen das du bisher nicht untätig warst.
ich bilde schon lange azubis aus und habe solche leute auch schon gehabt. warum auch nicht. versuch dein glück aber in keinem großen betrieb
Ich denke, ich probier's in jedem Fall...Ich dachte immer, ich muss die soziale Schien fahren und mich "für lau" für alles und jeden aufopfern, aber inzwischen schreibe ich lieber meine Abrechnungen und freue mich schon auf meine Steuererklärung...Wahrsch.bewerbe ich mich um die Ausbildung als Bürokauffrau...Wollte ich nie machen! Und jetzt gefällt's mir am ehesten...

im bewerbungsanschreiben musst du es nur richtig rüberbringen. dann solltest du nicht zwangsläufig schlechtere chancen haben als andere. im gegenteil. du bringst weit mehr erfahrung in den betrieb, als jemand der frisch von der realschule oder gymnasium kommt.

Ich habe etliche Jahre bei einem Headhunter gearbeiteet und weiß, daß in leitenden Positionen solche Ausbildungsbrüche als Schwäche ausgelegt erden. Es sei denn, man baut auf der ersten Ausbildung auf und bildet sich weiter. Anders sieht es aus, wenn Du feststellst, daß die von Dir eingeschlagene Richtung völlig falsch ist für Dich und Dich unzufrieden macht. Dann muß man den Mut für eine Kehrtwendung haben- d.h. Neuanfang. Aber nicht allzusehr auf "beruflichen"Erfolg" aus sein. Der kann aber kommen, wenn man sehr gut ist in seinem Beruf. Und diese Entscheidung muß sehr sorgfältig durchdacht werden - und sollte nur von Dir entschieden werden!!

ich denke nicht ,viel mehr wird das problem sein das viele die mal gutes geld verdiet haben ( z. nach der ausbildung ) sich an einen Lebensstandart gewöhnt haben,den sie halten wollen Wenn du eine 2 Ausbildung,machst bekommst du seitens der BRD keinerleih unterstützung,vorallem nicht wenn du mitte 20 bist,da in diesem eitraumkeine 2 ausbildung dringend notwendig sei,,,hat mann mir gesagt,ich habe es auch überlegt,,hatte auch VS Termine bis ich dann gesagt bekommen habe,,, sie müssen alles selbst zahlen und von 500 euro, eine 120 qm meter wohnung, ein auto,,, und und das ist in der ausbildung fast umöglich
Ziemliches Luxusproblem, meinst Du nicht auch?
mit Mitte 20 ist man reifer als mit 16. Von daher könnte das der künftige Ausbilder auch positiv sehen. Ist sicher eine Einstellungssache der jeweiligen Firma. Einen 16jährigen kann man eher herumkommandieren^^
Schreibe in deiner Bewerbung, warum Du Dich neu orientierst und warum Du glaubst, dass diese Ausbildung die Richtige ist.
Es empfiehlt sich immer, sich um ein Praktikum zu bemühen ... damit du den Betrieb kennenlernst - und der Betrieb dich .. nur so kannst du beweisen, dass es dir ernst ist und es sich lohnt, in dich zu investieren. Denn: für einen Unternehmer ist es eine Investition, wenn er sich für einen AZUBI entscheidet.

Na klar geht das, habe auch erst später studiert , eine andere kaufmännische Lehre gemacht. Bis Mitte 30 ist das alles wirklich harmlos.

Bin mit vierzig in einen völlig anderen Beruf gegangen. War kein Problem. Steh dazu, dass Du Dich verändert hast. Manche Dinge entwickeln sich erst im Laufe der Zeit.
ja, genau so geht es - das ist aber Weiterentwicklung, nicht eine ganz andere Richtung - und das klappt oft auch. Gratuliere!!
Nö, war vorher im Eisenhandel tätig, Einkäufer für Sthal, und jetzt bin ich Systemingenieur und entwerfe/verwalte Netzwerke für Banken.
Denke das ist keine direkte Weiterentwicklung :)
Super, gerade in der IT kannst Du mit Mitte 30 noch locker was erreichen