Frage von Joringoh, 59

Mitbewohner möchte ausziehen, sinnvoll die Wohnung zu halten?

Hey, Mein Mitbewohner möchte nun ausziehen und dadurch bin ich gezwungen mir auch eine eigene Wohnung zu suchen. Nun überlege ich jedoch die Wohnung selbst zu behalten, aber ich weiß nicht ob es finanziell hinkommt.

Die aktuelle Miete beträgt mit Nebenkosten 690 (450 Euro Miete) Euro bei Ca: 70qm (3 Zimmer) einen riesigen Keller und einem wunderschönen Garten.

Ich selbe verdiene aktuell 1400 Euro netto, davon gehen schon Ca: 300 Euro für Handy, Internet, Versicherungen (Renten, Haft und Hausrat), Sparen (50 Euro) sowie einen kleinen Kredit den ich noch abbezahlen muss flöten. Ich würde auch keine neuen Möbel benötigen, außer ein Sofa wofür ich mein bisher Erspartes verwenden könnte, also Einrichtung wäre auch komplett vorhanden.

Ich bin mir halt einfach sehr unschlüssig, weil ich jetzt schon immer am Ende des Monats bei genau 0 Euro ankomme. Liegt auch daran ich gönne mir doch recht viel, hab z.b. auch kein Auto und benötige auch keins, weil die Arbeit direkt vor der Haustür liegt.

Kann ich damit rechnen das die Nebenkosten noch sinken wenn ich dort alleine wohne und wenn ja um wieviel ungefähr? Bezahlen bei den Nebenkosten Strom, Wasser und Gas, aktuell liegen sie für zwei Personen bei 240 Euro. Ist es realisbar bei 1100 Euro eine Miete von 690 Euro zu bezahlen? (Evtl. auch weniger wegen Nebenkosten ja) Was würdet ihr mir raten? Vor allem wachsen die Wohnungen bei uns leider nicht auf den Bäumen und 2-4 Zimmer Wohnungen werden ständig gesucht. Bei Immoscout oder in der Zeitung hab ich gestern und vorgestern keine einzige Wohnung in diesem Preisrahmen oder günstiger gefunden. Also wirklich Mangelware was dies betrifft.

Ich könnte meine Rentenversicherung verringern wofür ich gerade 70 Euro monatlich bezahle und die Einzahlung auf das Sparbuch von 50 Euro stoppen, damit würde mir auch etwas mehr Geld zur Verfügung stehen, aber wäre es sinnvoll?

Klar ich müsste es selbst mal durchrechnen, aber hab ich schon oft genug getan und eigentlich dürfte es reichen. Ich komme mit 400 Euro zum Leben gut zurecht. 150 essen und 250 zum Ausgeben reichen mir, weil ich nicht großartig feiern gehe und es kann ja auch gut möglich sein dass ich dich mehr zu Verfügung hab durch die sinkenden Nebenkosten etc. ich dürfte mir halt nur nicht mehr so viel Luxus und Schnickschnack gönnen. Ich hatte auch schon überlegt einfach mal nächsten Monat genau den fehlenden mitbetrag wenn ich alleine wohnen würde zu Seite zu legen, aber leider wollte mein Mitbewohner jetzt schon für diesen Monat die Kündigung einreichen und wenn ich wissen möchte ob ich die Wohnung behalten will sollte ich es halt bis zum Ende des Monats wissen.

Habt ihr Ideen und Ratschläge? Wie denkt ihr darüber oder was würdet ihr tun und mir soviel Nebenkosten Einsparungen kann ich ungefähr rechnen?

Danke schon einmal im Vorraus.

Antwort
von ErsterSchnee, 48

Ich würde es nicht machen. Zumal die Nebenkosten nicht gravierend sinken werden. Ich meine, dass man als Faustregel immer sagt, dass Miete und Nebenkosten maximal 1/3 des Nettolohn sein sollen. Aber Google mal, zu diesem Thema gibt es im Netz schon viele Artikel und Meinungen.

Wenn es mit Wohnungen so knapp ist, würde sich doch auch vielleicht ein neuer Mitbewohner finden lassen?

Kommentar von Joringoh ,

Gegoogelt hab ich auch schon zum Thema und es ist natürlich mehr als 1/3, wobei jetzt aber auch nicht die Hälfte sondern dazwischen. Neuer Mitbewohner ist so eine Sache wie oben im anderen Kommentar bereits geschrieben. Hinzu kommt ich hab nur mit Freunden zusammengewohnt. (Zuletzt bester Freund) Ich weiß nicht ob dann damit zurecht kommen würde mit jemand fremdes zusammen zu wohnen. (Aus mein Freundeskreis hat halt keiner aktuell Bedarf) 

Kommentar von ErsterSchnee ,

Gibt es nicht sowas wie "wohnen auf Zeit"? Also z.B. für die Dauer eines Praktikums oder Referendariats? Solche Leute fahren auch gerne am Wochenende nach Hause. 😉 Oder jemanden für die Dauer der Probezeit im neuen Job? 

Hat alles den Vorteil, dass es relativ kurzfristig ist und du die Mitbewohner relativ schnell wieder los bist. Und du kannst es dir dann jedes Mal aufs Neue überlegen, ob du wieder neu vermieten willst. 

Aber sprich auf alle Fälle vorher mit dem Vermieter und lass dir die Untervermietung genehmigen. Und informiert dich über zeitlich befristete Mietverträge.

Alternativ könntest du auch Flüchtlinge oder Obdachlose aufnehmen. 😉

Antwort
von Hannibu, 59

Warum suchst du keinen neuen Mitbewohner? Wenn du an den falschen Stellen sparst kann es auf längere Sicht fatal sein... Wie sieht's beruflich aus? Ist der Job sicher, hast du vielleicht sogar die Chance auf eine Gehaltserhöhung??

Kommentar von Joringoh ,

Job ist eigentlich sicher und Gehaltserhöhung ist möglich, aber nicht in naher Zeit eher einem Jahr. 

Neuer Mitbewohner ist so eine Sache. Ich bin jetzt 28 und hab von 19/20 an mein Leben in einer WG verbracht ich wollte eigentlich einfach mal alleine wohnen. 

Kommentar von Hannibu ,

Achso... Aber wenn der Job sicher ist und auch eine Gehalterhöhung in einem Jahr möglich ist, würde ich die Wohnung behalten.Du kannst das Zimmer ja auch befristet vermieten

Antwort
von Akecheta, 57

Naja, ich gehe mal davon aus, dass es sich um ein Mehrfamilienhaus handelt und du zumindest Gas und Wasser nicht direkt an den Versorger bezahlst, sondern an den Vermieter oder den Miet-, Hausverwalter. Die Heizkosten werden nicht nur nach Verbrauch berechnet, sondern teilweise auch nach der Größe der Wohnung. D.h., die Ersparnis durch einen Mitbewohner weniger wird da nicht sonderlich groß sein und was hast denn vor, in einem Zimmer die Heizung ausstellen? Wäre auch nicht gut, denn dann kühlt das Zimmer aus, kann auch Schimmel dann bedeuten.

Versuch es, wenn der Vermieter mitmacht. Kommt nämlich auch darauf an, wer den Mietvertrag unterschrieben hat. Wenn beide, dann kann dein Mitbewohner zwar ausziehen, deswegen steckt er aber immer noch im Vertrag mit drin. Wenn nur du, dann sieht es anders aus.

Such dir doch einen neuen Mitbewohner(in), wenn der Wohnraum eh knapp ist. Aber alles in Absprache mit dem Vermieter bitte.


Kommentar von Joringoh ,

Mehrfamilienhaus, wobei nur zwei Partien im Haus Leben. Soweit ich weiß bezahlen wir direkt an die Stadtwerke sowohl Wasser, Gas als auch Strom, aber macht mein Mitbewohner. 

Wir haben beide unterschrieben, aber da es sich um meinen besten Freund handelt möchte ich ihm auch ungerne Steine in den Weg legen. 

Kommentar von Akecheta ,

Es geht nich darum dem Mitbewohner Steine in den Weg zu legen, es geht darum, dass du alleine da drin zwar wohnen kannst, aber auch alleine dafür haftest und wenn du das aufgrund der engen finanziell gesetzten Mittel nicht mehr kannst, der Vermieter sich auch an deinem Mitbewohner bedienen kann, da ihr gesamtschuldnerisch haftet.

Kommentar von Joringoh ,

Achso, also ist mir natürlich bewusst gewesen und deshalb ja auch die Aussage ich muss bis zum Ende des Monats wissen ob ich die Wohnung übernehme oder nicht. Wir wollten uns mit dem Vermieter zusammen setzen und entweder beide kündigen oder es so regeln damit mein Mitbewohner aus dem Mietverhältnis ausscheidet nach Einverständis von mir und dem Vermieter. 

Kommentar von Akecheta ,

Für deinen Mitbewohner und für dich ist am Besten, ihr kündigt den Vertrag fristgerecht, oder im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Vermieter, und du alleine und der Vermieter schließen dann einen neuen Vertrag ab. Dann wäre zumindest der Punkt mal wasserdicht. Natürlich nur schriftlich.

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