Frage von aragona1986, 109

Mitarbeiter kündigen?

Hallo zusammen

Ich habe ein paketdienst, einer meine Fahrer erlaubt sich die Pakete vor die Tür zu legen und ab zum nächsten stop, und dazu kommt häufig vor das immer krank geschrieben ist, ich hab ihn schon 2 mal mündlich abgemahnt. Kann ich ihn fristlos kündigen??? Sorry das ich die Frage hier stelle aber will nichts falsches machen. Danke im voraus an alle.

Antwort
von Ifosil, 62

Anstatt zu kündigen, würde ich mal nachdenken, ob die Mitarbeiter vielleicht extrem unzufrieden mit ihrem Arbeitgeber sind. Vielleicht solltest du daran arbeiten die Arbeitsbedingungen zu verbessern. 

Kommentar von Name3hoch3 ,

Das Problem ist, dass es sich beim OP vermutlich um einen kleinen Ausfahrdienst handelt (denn große Firmen würden so etwas nicht auf gutefrage.net fragen), der als lokaler Partner mit einem der großen Dienstleister (z.B. DHL) zusammenarbeitet.

Und die großen diktieren den kleinen mehr oder weniger die schlimmen Arbeitsbedingungen. Die kleinen haben eigentlich kaum Spielraum, wenn sie die Aufträge der großen nicht verlieren wollen. Habe da vor Jahren mal eine Reportage drüber gesehen.

Antwort
von PeterSchu, 17

Ich glaube dir ja, dass du ihm nicht grundlos was Böses willst, und ich nehme an, dass du selbst möglicherweise als Subunternehmer unter einigem Druck stehst. Aber mal ganz offen, es kann doch nicht sein, dass du Arbeitgeber sein willst, aber keinerlei Ahnung hast, was du da eigentlich zu tun hast. Im Endeffekt muss man doch befürchten, dass du als Arbeitgeber dein Handwerk ebenso wenig verstehst wie er seins.

Für eine fristlose Kündigung sind die Hürden recht hoch. Und wenn es dann vielleicht vors Arbeitsgericht geht, kann es dich unnötig Zeit und Geld kosten. Wenn schon Kündigung, dann würde ich eher an eine fristgerechte denken. Auch bei einer Kündigung wegen Erkrankung sind etliche Voraussetzungen zu erfüllen. Man kann dir hier nach drei Sätzen auch nicht wirklich was Verlässiches raten.

Antwort
von newcomer, 61

du kannst ihn kündigen würde aber trotzdem die gesetzliche Kündigungsfrist glaube 2 Wochen einhalten denn "grobe Fahrlässigkeit" ist ihm eigendlich nicht nachzuweisen und wenn er einige Male krank war ist das auch nicht gleich ein grund für fristlose Kündigung

Kommentar von aragona1986 ,

Nachweisen kann ich das er die Pakete selber unterzeichnet und ablegt habe von mehreren Kunden gesagt gekriegt. 

Kommentar von newcomer ,

das ist eigendlich Grund genug denn damit macht er sich der Urkundenfälschung strafbar und hat noch Glück wenn du ihn nicht anzeigst. Dann brauchste auch nicht mehr warten denn damit schadet er dem Vertrauen deiner Kunden des Paketdienstes.

Antwort
von fusselchen70, 35

Du bist sicher Subunternehmer für einen Paketdienst und du solltest den Typen ganz schnell auf Spur bringen oder aus der Tour nehmen. Zu viele Beschwerden oder verschwundene Päckchen können deinen Vertrag gefährden. 

Abmahnung nur schriftlich und für eine Kündigung notfalls einen Anwalt kontaktieren...

Aber mal ganz ehrlich: Du bist Unternehmer und fragst hier nach solchen Basisinfos? Das ist kein allzu gutes Zeichen für deine unternehmerischen Qualitäten

Kommentar von aragona1986 ,

Ich hab auch geschrieben will kein Fehler machen ich weiß schon 

Antwort
von tapri, 42

mündliche Abmahnung ist immer so eine Sache, denn wenn der Mitarbeiter sagt, das war so nicht, dann hast du Pech.

Ist er in der Probezeit, dann normal kündigen, normalerweise 2 Wochen Kündigungsfrist.

fristlos kannst du ihm ohne Abmahnung (schriftlich) kaum kündigen außer du kannst ihm einen klaren Schaden vorwerfen (Paket vor die Türe gelegt, Paket nun weg).

Wegen Krankheit ist auch schwierig, denn wenn er jedes Mal einen gelben Schein abgibt, dann kannst du kaum was machen, außer du erwischt ihn, wie er wo anders schwarz arbeitet.

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit & Arbeitsrecht, 34

Wie lange arbeitet der MA schon bei Dir? Wie viele MA beschäftigst Du (Vollzeit, Teilzeit, Minijob)?

Wenn Du einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften hast (Teilzeit und Minijob werden entsprechend aufgerechnet) oder der MA noch nicht länger als sechs Monate bei Dir arbeitet, greift das Kündigungsschutzgesetz bis auf wenige Ausnahmen nicht, so dass Du mit einer Kündigung keine Schwierigkeiten hättest.

Greift das Kündigungsschutzgesetz musst Du Deinen Mitarbeiter zumindest einmal schriftlich abmahnen und in die Abmahnung schreiben dass im Wiederholungsfall eine Kündigung im Raum steht.

Bessert sich das Verhalten des MA nicht, kannst Du ihn dann kündigen. Die Kündigungsfrist solltest Du in allen genannten Fällen beachten. Lass Dir den Erhalt der Kündigung (sofern Du das persönlich machst) bestätigen oder nimm einen Zeugen mit. Bei einer Kündigung per Post sollte es ein Einwurfeinschreiben sein.

Antwort
von sr710815, 56

das werden solch arme Leute sein, die bei einem Subunternehmer als Fahrer arbeiten..., laß mich raten, fängt mit D oder G an dieser Paketdienst ?

Man hat erheblichen Druck, muß teils 200 Stellen anfahren. Die Leute müssen bei D selbst laden, sind dann 12 h + unterwegs oder auch 15.

Das verstößt trotz Lenkzeiten gegen die Arbeitszeitordnung, das muß als Arbeitgeber-Subunternehmer auch klar sein. Der Schuß geht nach hinten los.

Ich habe mich als Kunde mal beschwert, der Fahrer & Auslieferer hat sogar meine Unterschrift gefälscht. Das sah aus, als wenn ein Kleinkind das in Schönschrift geschrieben hätte.

Der hat das auch nur vor die Tür gestellt.

Bei Franchisegebern kommt es darauf an, ob es ein fahrlässiges Verhalten ist, das Paket vor die Tür zu stellen.

Natürlich ist das nicht ok, aber der Druck auf die Fahrer ist extrem.

So auch ein Bericht bei Wiso ZDF. Zustellung zur Probe mit den gelben Autos. Zustellung 23. Stock im Hochhaus, anstatt das dann abzuliefern, obwohl die Person zu Hause war, dauert das einfach zu lange, ca. 20 min, so einfach die Benachrichtigungskarte in den Briefkasten geworfen & weitergefahren.

Eine schriftliche Abmahnung kann sicherlich erfolgen. Beschwert sich der Fahrer beim Arbeitsgericht bzgl. Arbeits- & Lenkzeiten, gibt es wieder Schwierigkeiten für den Arbeitgeber...

Kommentar von aragona1986 ,

Ja das stimmt, aber ich schaue das meine Fahrer nicht 12 15 stunde unterwegs sind, Grad dieser Fahrer hat nur 100 120 Pakete mit meisten 80 90 stopps 5 bis 6, 5 tage die Woche Samstag frei  Stunde da kann mann ruhig sein Job richtig machen. 

Antwort
von Silo123, 55

Hast Du über die mündliche Abmahnung Protokolle?. Sonst wird es schon schwierig, diese nachzuweisen.

Anmahnungen sollten immer schriftlich erfolgen. Ich habe auch bei mir lieben Mitarbeiter immer schriftlich abgemahnt, gibt dem auch mehr Gewicht.

Das Pakete vor die Tür stellen, was hat er dazu gesagt?

Ich als Paketempfänger habe z.B. allen Paketzustellern erlaubt, die Pakete einfach vor die Tür zu stellen. Hier kommt tagsüber nichts weg. Wenn ich mal weg bin, kündige ich den Paketzustellern das an , damit sie es dann nicht tun.

Wiegesagt: Erfolgte das u.U. auf Kundenwunsch? Wenn NICHT, ist das sicher ein Abmahngrund und auch ein Kündigungsgrund (ob es für eine fristlose nach Abmahnung reichen würde, weiß ICH aber nicht).

Wiederholte Krankheit ist selbstverständlich kein Grund für eine FRISTLOSE Kündigung, sehr wohl aber für eine ordentliche Kündigung.

Kommentar von elektromeister ,

Im Arbeitsrecht gibt es keine mündlichen Abmahnungen. Die nennt mann dann Ermahnung. Auch da ist das Problem der Beweisbarkeit.

Antwort
von 716167, 49

Schriftliche Abmahnung, danach dann fristlose Kündigung.

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