Frage von Rocker2301, 35

Mit welcher Berechtigung darf der Bar-Unterhaltspflichtige sich das hälftige Kindergeld von dem zu leistenden Unterhalt abziehen ?

Konkreter Fall: meine 16-Jährige Tochter lebt bei mir, mein Exmann zahlt den Unterhalt lt. Düsseldorfer Tabelle und zieht sich noch die Hälfte des Kindergeldes ab. Allerdings hat er seine Tochter seit 4 Jahren weder gesehen, noch gesprochen - investiert also weder Zeit noch Geld in den Umgang mit seinem Kind -er hat also keine weiteren Ausgaben wie andere Väter, bei denen die Kinder alle 14 Tage am Wochenende und in der Hälfte der Ferien sind. Da das Kindergeld ja dem Kind zugute kommen soll, was es in dem Fall ja nicht tut, weil er es nicht für SIE ausgibt, frage ich mich, warum er einen Anspruch auf das hälftige Kindergeld hat (indem er es beim Unterhalt abziehen darf), ohne es für sein Kind auszugeben ? Ich weiss, dass man rechtlich nichts dagegen machen kann, aber ich möchte es gern verstehen....! Ansonsten kommt mir das ganze dann doch eher wie eine monatl. "Zeugungprämie" vor, die dem Erzeuger aber nicht dem Kind zugute kommt !

Antwort
von Mieze1231, 21

Der Vater handhabt das richtig.

Der Unterhalt wird so berechnet. Das mit dem Kindergeld wird dabei einfach ungünstig ausgedrückt.

Beide Eltern müssen für das Kind aufkommen. Dabei werden sie vom Staat mit dem Kindergeld unterstützt. Dafür ist es aber egal in welcher Form man für das Kind aufkommt. In eurem Fall ist es so, dass du als Mutter für das Kind mit Sachleistungen aufkommst und der Vater halt mit Geld. Aber ihr beide kommt ja für das Kind auf, halt nur in unterschiedlichen Formen und deshalb ist es auch eine Unterstützung für euch beide.

Der Umgang hat damit übrigens gar nichts zu tun. Also das Geld ist so berechnet, als würde der Vater das Kind nie sehen. Wenn er das Kind zum Umgang abholt, sind das Kosten, die noch zusätzlich für ihn dazu kommen würden.

Der Unterhalt in der Düsseldorfer Tabelle ist auch einfach schon so angegeben, dass da immer die Hälfte vom Kindergeld berücksichtigt wurde. Und deshalb finde ich es auch einfach ungünstig ausgedrückt. Man hätte die Tabelle auch ohne die Berücksichtigung von Kindergeld schreiben können. Dann wäre in der Tabelle natürlich aber weniger Geld angegeben, was der Vater zahlen müsste! Das, was du an Geld bekommst bleibt also das Gleiche! Es wäre dann nur leichter ausgedrückt...

Antwort
von dielauraweber, 19

der vater handhabt das völlig richtig. ihm steht der betrag des hälftigen kindergeldes zu und diesen zieht er von der unterhaltshöhe hälftig ab. wie er verfährt mit umgang oder anderen sachen, das geht dich nichts an. er kümmert sich in form von unterhalt und fertig ist. der betrag abzgl. kindergeld ist die unterhaltshöhe und damit musst du leben.

das kindergeld ist nicht dafür da das es dem kinde zugute kommt, sondern eine steuererleichterung für eltern. das bekommst du als gebärmaschine genauso wie er als vater.

gegenfrage was hast du getan um den umgang zu fördern? und was würdest du tun, wenn er garnicht mehr zahlt, weil er es nicht mehr kann. dann musst du ganz ohne unterhalt auskommen.

Antwort
von Menuett, 8

Er zahlt den Unterhalt, damit steht im das hälftige Kindergeld zu.

Das ist keine Kümmer-Prämie.

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