butz1510 am 24.01.2008 um 14:01 Uhr
In ca. 4 Wochen müssen wir entscheiden, ob unser Kind aufs Gymnasium kommt oder nicht. An den Noten liegt's nicht, die liegen zwischen 1 und 2, aber ich mache mir z.B. Gedanken, ob die Kinder nicht inzwischen generell heillos überfordert sind. Ist G8 das Richtige? Haben die Kinder überhaupt noch Freizeit? Bin ich einfach nur die Oberglucke vom Dienst? Man hört Horrorgeschichten, man hört auch so viel Positives... Wie sind Eure Erfahrungen mit dem G8? Brauche etwas Input zum Weiterdenken. Danke.
also, ich würde auf jeden fall aufs gymnasium gehen, wenn ich die empfehlung dafür bekomme. und zwischen 1 und 2 ist ja absolut ok. wieso sollte es auf die realschule gehen, wenn es aufs gymnasium kann? oO und g8 ist wirklich hart, aber besser erst mal versuchen lassen als gleich die "bequemere" variante nehmen. wenns dein kind nicht packt, kann es ja immer noch auf die realschule wechseln. aber gleich von anfang an die chance verbauen, das würd ich nicht.

Ich würde ihn auf jeden Fall aufs Gymnasium schicken! So überfordert werden die da auch nicht. Aber wenn er mal ins Berufsleben wechselt, hat er mit Abitur auf jeden Fall mehr Chancen, als anders. Mein erster Enkel geht aufs Gymnasium, das ist der erste Jahrgang, der das um ein Jahr verkürzte Abitur macht. Der zweite geht dieses Jahr auch aufs Gymnasium. Beide spielen nebenbei erfolgreich Fußball, zweimal die Woche Training, am Wochenende Spiele. Und dei beiden haben auch noch Freizeit!!!

Noten sind nicht das einzige Kriterium. Viel wichtiger ist zu sehen, ob ein Kind gerne lernt, gerne tüftelt, (dem Alter angemessen) selbständig arbeitet, sich konzentriert einer Sache widmen kann...
Natürlich kommt in der 5. Klasse einiges hinzu (übrigens an allen Schulformen - auch an der Realschule und der Hauptschule geht es anders weiter). Wer schon in der Grundschule erkennen lässt, dass er Hausaufgaben nicht gern macht und jedesmal laut aufstöhnt und das Verhandeln anfängt, der kann (vielleicht noch nicht in der 5. Klasse aber dann etwas später) Probleme bekommen. Das muss nichts mit Faulheit zu tun haben, da liegen die Interessen einfach woanders. Und es hat auch nichts mit Grundschulnoten zu tun - wer halbwegs aufpasst sammelt dort leicht gute Noten.
An den Gymnasien im Lande wird auch nur "mit Wasser gekocht". Bei jetzigem und zu erwartenden gleich bleibenden Notenstand ist ein Wechsel zum Gymnasium durchaus zu empfehlen. Die Noten der (qualifizierten)Lehrpersonen der Grundschule haben schon einen aussagekräftigen Wert, zudem werden Gutachten geschrieben und Beratungsgespräche geführt. (In diesem Punkt stimme ich mit der Antwort von claude5 nicht überein; was in der Antwort anklingt, unterstütze ich:) Am Wichtigsten erscheint mir zunächst einmal der Wunsch des Kindes. Nicht der Wille der Eltern allein ist entscheidend, sondern der Wunsch des Kindes. Der kann von vielfältigen Parametern ausgehen, z. B. "Gehen auch andere aus der Klasse dorthin?" Soziale Kontakte sind im Kindesalter auch wichtig! Schließlich sind das bisherige Schulverhalten, die Schulerfahrungen, die Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes und seine gesamte Entwicklung zu berücksichtigen; die Noten a l l e i n (und da gebe ich claude5 Recht) sollten nicht der ausschlaggebende Faktor, können jedoch ein guter Hinweis und eine gute Grundlage sein. Sprechen Sie mit dem Kind und den es unterrichtenden Lehrpersonen und treffen Sie dann gemeinsam die Entscheidung.
Ich verweise hier noch auf meine (bislang unbeachtet gebliebene) Antwort auf die Frage "weiterführende Schule nach der Grundschule?", die weitere Ratschläge enthält.
Ich habe meinen Sohn damals mit ähnlichen Noten auf die Realschule geschickt. Wollte ihm was gutes tun, und ihn nicht überfordern. Das war aber der größte Fehler. Er ist auf der Realschule total abgesackt, was wir uns natürlich nicht erklären konnten. Dachten dann, daß die Pubertät schuld ist. Wollten ihn schon auf die Hauptschule schicken. Als er dann nach unserem Umzug die Schule wechselte, wurde ein Test gemacht, und man sagte mir, daß er unterfordert ist, sich langweilt und deswegen nichts mehr macht. Er hat dann 1 Jahr später den erweiterten Realschulabschluß gemacht und nach 3 Jahren ein gutes Abitur.

Meine Tochter hatte seinerzeit sehr gute Noten gehabt. Ich entschied mich aber dann doch für die Realschule für sie. Gott, wie bin ich froh für diese Entscheidung. Es ist nicht der Stress und die Kinder haben mehr Zeit, den Stoff zu lernen.Besonders jetzt in der G8 würde ich das nie tun. Man darf auch nicht vergessen,dass die Kinder dann in der Pupertät schnell mit den Noten absteigen können, wegen phasenweise "Null-Bock" und anderer Teenie-Probleme. Ausnahme, sie ist sehr stressresistent und lernt außergewöhnlich schnell und gut und selbstständig. Nach der Realschule kann man auch das Fachabitur oder mit einer zweiten Fremdsprache das normale Abitur machen und studieren.

also wenn er sehr fleißig ist könnte man ihn ins gym. schicken weil 1 und 2 bedeutet nicht alles mein couseng hatte nur 2er 1er und ist jetzt in der realschule mit 3 und 4 er kommt sehr schlecht durch frag mal den lehrer er wird dir dann ein bericht abgeben oder du lässt die lehrer wählen ob dein kind ins gym. gehört oder real.