Frage von Daniel565, 26

Mit welchen Methoden folterte das Ministerium für Staatssicherheit?

Hallo, ich arbeite gerade an meinem Referat zum MfS und bin gerade bei einer Folie zu den Untersuchungshaftanstalten und dem Aufenthalt in diesen. Mit welchen Methoden entlockte das MfS den Gefangen ein Geständis? Ich habe die Methoden in physische und psychische Methoden/Folter aufgeteilt. Lg

Antwort
von UnUmErzogen, 14

Ohne hier erschöpfend zu antworten: Ich glaube, in den 50er und 60er Jahren ging es physisch viel härter zu, da wurden Leute schon mal totgeprügelt. Habe selbst nur kurze Zeit im Stasiknast verbracht, das kurz vor dem Mauerfall. Es gab verschiedene Arten von Folter. Schlafentzug, Zusammenlegung mit Schwerkriminellen (die dann auch einen Deal mit der Stasi hatten), langandauernde Verhöre, ich glaube auch kalte Duschen, Schläge. Isolation, da neigte der Isolierte nach einiger Zeit, dem erstbesten Menschen, den er sah, sich mitzuteilen. Schlechtes Essen. Drohung, hier nie wieder rauszukommen. Kreuzverhöre mit "gutem" und "bösem" Bullen. Psychiatrisierung durch "Ärzte", Zwangsmedikation. Erzeugen chronischer Krankheiten durch Haftbedingungen (z.B. Kälte, Zugluft). Gut, ich schweife ab, das hat nix direkt mit Geständniserpressung zu tun. Es gab aber auch Menschen, die die Stasi nicht brechen konnte. Tipp: Versuch jemanden zu finden, der das erlebt hat und darüber reden kann. Noch ein Tipp: Such mal nach dem Begriff "Zersetzung". Dort bekommst Du eine Vorstellung, was die mit uns gemacht haben. Das passiert auch heute und hier noch, z.B. einem gewissen Holger Strohm, oder Leuten, die die Antifa auf ihre schwarze Liste gesetzt hat. Noch ein Wort zum Schluß: Die Opfer von damals werden mit Sonntagsreden der Politiker und, wenn überhaupt, mit finanziellen Almosen abgespeist, werden von den meisten nicht verstanden oder wegen ihres unbewältigten Traumas gemieden ("Hüte dich vor den Gestraften, du könntest dich anstecken!"), während die Täter meist weder Reue empfinden noch Verantwortung übernehmen. Und die Ärzte diagnostizieren Verfolgungswahn, Depression, antisoziales Verhalten nur bei den Opfern, Täter zu psychiatrisieren, ist in der ach so humanistischen "BRD" offensichtlich ein Tabu.

Antwort
von UnUmErzogen, 7

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