Frage von Sunnycat, 81

Mit welchem Fahrrad bin ich schneller/tue ich mich leichter?

Ich muss heute Nachmittag einen 200 Meter Sprint mit dem Fahrrad machen, habe es auch ein paarmal geübt mit meinem Mountain-Bike 26",breite Reifen mit Geländeprofil. Habe mich damit ziemlich schwer getan, auf Geschwindigkeit zu kommen.

Jetzt dachte ich mir, wir haben im Keller noch ein 28" Straßenfahrrad mit schmalen Reifen und wenig Profil stehen.

Meint ihr durch die größeren Reifen und den geringeren Rollwiderstand tue ich mich leichter und/oder bin schneller? Oder "schadet" es mir eher, da ich das Fahrrad nicht gewohnt bin. Zeit zum einfahren oder üben bleibt leider nicht mehr.

Antwort
von DG2ACD, 5

Also, da kann ich aus mehreren Erfahrungen berichten.

Auf der Arbeit bin ich mit Kollegen etwa 5 km weit gemeinsam gefahren, die waren, insbesondere an einer Steigung, alle sehr viel schneller als ich. Irgendwann habe ich mal ein Fahrrad von denen gebraucht und festgestellt, warum die alle so schnell waren, denn ich habe ein altes Lastenfahrrad und deren Fahrräder sind sehr viel leichter als meines.

Auch habe ich für mich festgestellt, dass der Reifendruck extrem ausschlaggeben für einen geringen Rollwiderstand ist. Die Reifen kneten (walken) sehr, wenn der Druck zu niedrig ist. Ich fahre gute Reifen mit 4,5 Bar, die Dinger sind knochenhart.

Ein schmaler Reifen ist natürlich auch gut für einen geringen Rollwiderstand.

Und dann sollte das Fahrrad gut auf Dich eingestellt sein, dafür gibt es ergoogelbare Anleitungen im Internet. Wichtig ist, dass das Bein mit der unteren Pedale fast ausgestreckt ist. Das führt allerdings dazu, dass Du im Stand nicht mehr, auf dem Sattel sitzend, mit den flachen Füßen auf den Boden reichst. Du solltest also beim Losfahren  und Absteigen sehr sicher sein.

Antwort
von syncopcgda, 37

Also, ich würde das Straßenrad vorziehen, allerdings dürfte der Rollwiderstand beim Mountainbike kaum höher sein, wenn die Reifen mit max, möglichem Druck aufgepumpt sind. Um optimal beschleunigen zu können, musst du beim Start den Gang drinhaben, der am Hinterrad das höchstmögliche Drehmoment erzeugt. Für die Strecke von 200m musst du vermutlich mehrmals so schnell wie möglich hochschalten, damit du nur eine kurze Unterbrechung des Drehmomentes hast und immer die günstigste Übersetzung triffst. Vorheriges Ausprobieren wäre natürlich sehr hilfreich.

Kommentar von Sunnycat ,

Wie würdest du schalten bei einem 21-Gang-Rad?

Kommentar von syncopcgda ,

Das kann ich dir so pauschal nicht sagen, du solltest dir die Zeit nehmen um das vorher auszuprobieren. 

Antwort
von Grennlane44, 48

Nur durch die schmäleren reifen wirst du dir leichter tun, schau auf jeden fall dass der maximale luftdruck in den reifen ist, dann gehts noch einmal ein wenig leichter

Antwort
von treppensteiger, 20

Die Frage ist hier vor allem, in welchem Gang (kannst du) bzw. fährst du an? Ohne Schaltung oder mit schlechter Schaltung hast du wesentlich schlechtere Chancen, ohne Schaltung/schalten würde ich nur "fliegenden Start" akzeptieren. Die nächste Frage wäre für mich, Klickpedalen. Da du sicher keine hast, wäre das nächste Kriterium, wie oben beschrieben, die Reifen kurz gefolgt von der Stabilität des gesamten Rades insbesondere der Laufräder.

Antwort
von DreiGegengifts, 32

Straßenrad. Denn dein Rollwiderstand wird deutlich geringer sein auf Asphalt. Je weniger Volumen, je schmaler der Reifen, je höher der Druck, je weniger Profil umso schneller wirst du. Viel macht auch der Luftwiderstand aus. Je gebeugter du also sitzt, umso schneller kannst du fahren. Damit du aber dennoch auf die Beine volle Leistung bekommst, muss der Sattel sehr weit nach oben stehen.

Antwort
von chrisi565, 29

Mit dem Fahrrad 200m? Da wird wohl egal sein mit welchem du da fährst.. aber wieso 200m?

Kommentar von Sunnycat ,

Fürs Sportabzeichen

Kommentar von migebuff ,

Fürs Sportabzeichen

Ist das nicht n bissl unfair, dass du dort mit dem eigenen Fahrrad antreten musst? Ich meine, jemand der ein 6kg-Carbonrennrad rumstehen hat, dürfte da einen "kleinen" Vorteil gegenüber einem Fahrer mit 18kg-Mountainbike haben. Tolles Abzeichen.

Anbieten würde sich klar das Straßenrad, da die Laufräder höchstwahrscheinlich leichter sind als die schweren MTB-Stollenreifen und sich somit schneller beschleunigen lassen.

Kommentar von Sunnycat ,

Unfair finde ich es eigentlich nicht. Neben dem Fahrrad spielt ja auch der Trainingszustand eine nicht unwesentliche Rolle, und das liegt an jedem selbst.... Man hat eigentlich das ganze Jahr Zeit zum Trainieren. 

Es sind Mindestzeiten vorgegeben, die echt zu schaffen sind. In meiner Altersklasse sind es z.B. auf die 200 Meter für Gold 22,5 sek. für Silber 25,5 sek. und für Bronze 29 sek.

Mir ist es lieber, ich kann mit meinem eigenen Fahrrad, das ich gewöhnt bin antreten, als mit einem supermodernen Carbonrad, mit dem ich evtl. nicht umgehen kann. Es geht doch "nur" um 200 Meter....

Bin es übrigens mit dem Straßenrad gefahren, und habe "locker" Gold geschafft :-)

Kommentar von chrisi565 ,

ahh oke, dann nimm dir trotzdem besser das strassenrennrad mit den schmalen reifen, tust du dir leichter wegen dem geringeren widerstand

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