Meine Mutter ist künstlerisch sehr begabt und ich weiß, dass sie das gern vertiefen würde. In letzter Zeit erwähnte sie ab und zu ein Kunststudium, meinte aber, dafür sei sie eh zu alt. Ich persönlich fände das aber klasse. Wie kann ich sie bekräftigen, ihrer Neigung endlich nachzugehen?

Erstens ist Fünfzig nicht alt; das verbitte ich mir. ;.))
Zweitens kann man auch im Alter studieren. In meiner Studienzeit gab's auch den ein oder anderen Pensionär.
Wenn man die Zeit hat, sollte man machen, was Spaß macht.

Ich kenne zwei Frauen aus meinem Umfeld, die Kunst, bzw. Kunstgeschichte mit fast 60 Jahren studiert haben! Ich finde das toll! Man sollte sein ganzes Leben nicht auslernen. Gripsgymnastik macht unglaublich viel Spaß und hält fit! Zu jeder Zeit!
Ich finde das super! Und 50 ist ja auch kein Alter! Und warum immer alles am Alter fest machen???

Vielleicht scheut sie sich vor den Formalitäten!? Erkundige dich mit ihr zusammen, wie am besten vorzugehen ist, unterstütze sie bei allem, was zu organisieren ist vorab...
Mütter sind Spätzünder, da sie Erziehungszeiten haben. Aber was spricht dagegen? Und wenn Sie es nur noch für sich selber tut, also kein Geld verdient. Es steigert doch auch das Wohlbefinden. L.G.

Indem Du ihr sagst, wie toll Du es findest, dass sie die ganzen Jahre, wahrscheinlich der Familie zuliebe auf ihre Neigung verzichtet hat. Das Du es Dir sehr wünscht und es Dich begeistern würde, dass jetzt, wo sie mehr Zeit für sich hat, diese Zeit auch für ihre Interessen nutzt. Außerdem gibt es immer mehr Menschen ihren Alters, die sich den Traum von einem Studium erfüllen.
Wichtig ist doch das sie Spass daran hat. So wie Du es schilderst, würde es sie wahrscheinlich voll ausfüllen und ihr weiteres Leben wahnsinnig bereichern. Also los gehts!
Mir ist nicht ganz klar, was dagegen spricht. Ich habe schon mal einen Bericht gesehen, in dem eine Frau über siebzig ein Studium angefangen hat. Ich finde es einfach nur klasse, wenn jemand in diesem Alter anfängt zu studieren.

Ich habe auf einem Gewerkschaftsseminar mal eine 56jährige Frau kennengelernt, die dort die Seminarleitung hatte. Und sie erklärte uns, dass es für sie das letzte mal sei, weil sie noch mal an die Uni wolle. Ich kam mit ihr ins Gespräch und sie erzählte mir, dass sie nun das dritte Studium beginnen wolle, ich glaube, es war Germanistik. Nach BWL und Jura, beide abgeschlossen....
Ihr Wahlspruch war "sich nur nicht an alles gewöhnen". Was mich beeindruckte war ihr Lernhunger, ihre Lockerheit.
In einer Reportage wurde über Rentner berichtet, die sich in Unis als Gasthörer eingeschrieben hatten. Sie kamen prima mit den "jüngeren Semestern" aus, weil sie einerseits diesen Lernhunger hatten, andererseits aber auch so große Lebenserfahrung mitbrachten.
Wenn man mit jungen Menschen gut zurecht kommt, wird deine Mutter sich da auch keine Sorgen machen müssen. Studenten sind doch keine Rotznasen, die älteren Leuten ein "wir müssen draussen bleiben-Schild" um den Hals hängen.
Schenk ihr die DVD mit Heinz Rühmann "Die Feuerzangenbowle" ... vielleicht gibt ihr die ja Mut ;-)

Deine Mutter könnte sich doch erstmal als Gasthörerin ein bischen an der Uni umsehen und danach entscheiden, ob es das richtige für sie ist. Ich kann schon verstehen, dass sie ein bischen vor dem studium zurückschreckt, wenn sie so gar nicht weiß, was sie erwartet. Der erste Schritt ist immer der schwierigste, doch wenn der erstmal gemacht ist, ist das schlimmste überstanden. Ich hoffe, dass deine Mutter den Mut aufbringt.
bin 60 und hab mich gerade fuers college eingeschrieben

Aber sicher. Eine Freundin von mir hat mit 60 zu studieren begonnnen. Soll sie machen.

Mach ihr klar, dass sie nun genügend "Dienste" im Sinne der Familie geleistet hat und dass es an der Zeit ist, nun endlich einmal an sich zu denken. Um das zu tun wonach man sich sein Leben lang gesehnt hat ist es nie zu spät. Weder mit 50, mit 70 oder mit 90.

Schenk ihr ein Halma Spiel oder schick sie zum Arzt,wenn ich so einen Quatsch lese"50 ist kein Alter" und so....
n13m4nn5 am 9. Februar 2008 23:31 DR!
Wieselchen1 am 9. Februar 2008 23:37 Sag mal, wie bist du denn drauf, medicangel! Das ist ja völlig daneben.
"Schenk ihr ein Halmaspiel."
Und dir ein Dreirad und einen Doktorkoffer?
medicangel am 10. Februar 2008 00:36 Dreirad kann ich nicht gebrauchen und ein Doktorkoffer,interessanter Gedanke,vielleicht fange ich auch noch mit einem Medizinstudium an...mit 45

Da schließe ich mich der Mehrheit hier an. Ist doch super, wenn du ne interessierte Mutter hast! Ausserdem hält´s den Geist jung ;-) Einzige Sache, die vielleicht gegen ein Hobby-Studium sprechen würde sind die Studiengebühren. Alternativ könnte sie evtl. für das gute Geld tolle Malkurse o.ä. besuchen...

ich selber habe mich mit 50 nochmal für ein studium an einer hochschule für gestaltung beworben. dabei musste ich wie üblich eine mappe mit arbeiten (zeichnungen, skizzen u.ä.) vorbereiten und die aufnahmeprüfung mitmachen. bei der mappenberatung sagte mir der student, das wichtigste für mich sei es, den dozenten klarzumachen, WARUM ich in meinem alter noch studieren will. das war dann auch die frage, die mir im persönlichen gespräch alle dozenten stellten. sie überlegen sich, wie sie ihre wenigen studienplätze am sinnvollsten vergeben können und ob sie auch mit den studenten gut zurechtkommen. auf solche fragen sollte deine mutter also gefasst sein. und falls ein vollstudium doch zu aufwendig wird, kann sie immer noch fernkurse oder online kurse besuchen oder einfach in mal- und zeichenforen mitmachen, um gleichgesinnte kennenzulernen. in meinem forum http://www.genial-zeichnen-lernen.de/ sind etliche über 50.
Sie muss für ein Kunststudium die Aufnahmeprüfung schaffen, was gar nicht so ohne ist...
ich persönlich finde es rücksichtslos, wenn jemand in dem alter den jungen leuten, die es nötiger haben, den studienplatz wegnimmt. dieses studium "zum spaß" kann ich nicht befürworten. dann lieber eine gasthörercard kaufen und an den vorlesungen usw teilnehmen ohne prüfungen zu schreiben...