Mit Privatinsolvenz bei der Bundeswehr bewerben?

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6 Antworten

Du wirst Beamter (es gibt aber auch Angestellte --> das Folgende gilt für diese nicht)

 Das Beamtenrecht schreibt vor, daß Du verpflichtet bist, in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen zu leben - eine Privatinsolvenz und Überschuldung kann dagegensprechen - während der Dienstzeit kann eine Privatinsolvenz sogar, in besonderen Fällen, zu einem Dsziplinarverfahren führen.


Dennoch kann eine Privatinsolvenz auch ein Anzeichen sein, daß man die geordneten Verhältnisse wieder herstellt.

Grundsätzlich definiert sich "geordnete wirtschaftliche Verhältnisse" dadurch, daß man seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann (Schulden sind kein Problem, wenn man die Raten zahlen kann) - auch eine eingeleitete Privatinsolvenz kann darunter fallen.

Es kommt auf den Einzelfall an.

Man muß bei der Einstellung unterschreiben, daß man in geordneten wirtschaflichen Verhältnissen lebt; ein Nachweis muß i. d. R. nicht vorgelegt werden; allerdings, wenn sich später herausstellt, daß man eine falsche Bestätigung abgegeben hat, dann kann es zur Entlassung kommen.

Bewerben solltest Du Dich auf jeden Fall.

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Hallo Lumina,

natürlich kannst du dich damit bewerben.

Es wird aber auch in den Akten vermerkt, was zu Laufbahn-/Dienstpostennachteilen führen kann.

Lass dich in deinem örtlichen Karriere Center beraten, das sind die Profis für solche fragen ;-)

MfG

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Ergebnis ist Bewerbung kann nicht berücksichtigt werden. Es wurde mir Telefonisch mitgeteilt es liegt an der Privatinsolvenz. Warum gerade deswegen konnte mir nicht gesagt werden, also der genaue Grund. Ist man dadurch als Soldat untauglich... Finde die pauschale Ablehnung leider nicht in Ordnung ich soll es jährlich wieder probieren.

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Zum einen wird dann der pfändbare Teil deines Gehalts sofort gepfändet werden, was natürlich für die Bundeswehr Verwaltungsaufwand ist. Zum anderen lebst du in nicht geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen, was als Sicherheitsrisiko angesehen wird. Deshalb wird danach gefragt.

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Kommentar von Lumina86
21.04.2016, 12:54

Naja ob das soviel Aufwand ist mag ich zu bezweifeln. Macht ja mein Arbeitgeber momentan auch. Für mich sind wirtschaftliche Verhältnise wenn mir monatlich 80€ gepfändet werden. An statt das 10 Fache an schulden zu tilgen.

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Kredite, Darlehen, Ratenkäufe, Leasingverträge, Schadensersatzforderungen, Unterhaltsvereinbarungen, gesetzliche
Unterhaltsverpflichtungen, langfristig vereinbarte Kredite wie BAföG-Darlehen, Darlehen zur Familiengründung für junge Ehepaare, zinsgünstige Landesdarlehen und eine etwaige Privatinsolvenz (Verbraucherinsolvenz) ist/sind aufzuzeigen

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Sagt wer?

Als ich mich vor 12 Jahren bei der Bundeswehr beworben hab wurd sowas im Bogen gefragt .. Von daher hat das wohl doch eine nicht untergeordnete Relevanz ..

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Kommentar von Lumina86
21.04.2016, 09:39

Okay das war vor 12 Jahren, vielleicht hat sich das heut zu Tage geändert.

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Kommentar von Lumina86
21.04.2016, 09:45

Werde ich auch machen. Bekannter von mir ist mehrfach vorbestraft unter anderem wegen Körperverletzung der macht nun Feldwebel Anwärter. Finde so etwas schlimmer, das ich nicht in eine Abteilung komme mit ,,Geld,, Umgang ist mir bewusst.

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Kommentar von Lumina86
21.04.2016, 09:49

Hoffe das die Bundeswehr nicht noch so denkt. Ich zahle monatlich meinen pfändbaren Teil an den Insolvenz Verwalter und das wars. Danke für die Worte werde gleich mal beim Berater anrufen!

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