Mit Muslimen diskutieren– aber wie?

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16 Antworten

Z.B.: „Der Leib der Frau gehört ihrem Mann“.

Naja, das biblische Frauenbild ist schon romantisch, nicht wahr?!

  • In der Bibel steht beispielsweise, dass es der Frau nicht gestattet ist, in der Gemeindeversammlung zu reden. Sie hat zu schweigen und sich unterzuordnen. (1 Kor 14, 34)
  • Und wenn sie etwas lernen will, dann soll sie zu Hause ihren Mann fragen. (1 Kor 14, 35)
  • Außerdem hat die Frau sich dem Mann unterzuordnen. (Kol 3, 18, Eph 5, 11, etc.)
  • Das wiederholt Paulus auch sehr gern, beispielsweise, indem er betont, dass der Mann sein Haupt nicht bedecken soll, weil er der Abglanz Gottes ist, während die Frau nur der Abglanz des Mannes ist. (1 Kor 11, 7)
  • Und darüber hinaus erfahren wir in der Bibel, dass die Frau sich schicklich anziehen, die Haare nicht flechten und keinen Schmuck tragen soll. (1 Tim 2, 9)
  • Naja, und dass eine Frau nicht lehren, sondern "in der Stille mit aller Unterordnung" lernen soll, steht ebenfalls in der Bibel. (1 Tim 2, 11)
  • Gleich daneben steht übrigens, dass sie nicht über den Mann Herr sein soll, denn Adam wurde zuerst gemacht; und die Frau hat sich zur Übertretung verführen lassen. (1 Tim 2, 12-14)
  • Und danach kommt einer der beste Sätze von Paulus: "Frauen sollen sich mit der Rolle der Gebärmaschine bescheiden und darin glücklich sein." (1 Tim 2, 15)
  • Doch auch der biblische Gott hat, wenn man Mose glauben kann, kein besonders inniges Verhältnis zur Frau: "Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein." (1 Mo 3, 16)
  • Ja, er ist sogar so zornig auf die Frau, dass es ihm nicht genügt, nur die Schuldige zu bestrafen: "Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau ... verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, ... Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist." (1 Mo 3, 17-19)
  • ... 

Das biblische Frauenbild, und hier ganz besonders das von Paulus, ist dem moslemischen Frauenbild gar nicht soooo fremd. Tatsächlich geben die Moslems den Frauen sogar mehr Rechte als die Christen ... zumindest, wenn man ihren Büchern folgt.

Das beginnt schon bei der "Erbsünde". Denn während in der Bibel steht, dass "die Frau allein Schuld trage", findest du im Koran eine "Gleichberechtigung": Dort hat Satan Schuld, denn er verführt beide.

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Aus so einer Position heraus lässt es sich schwer "diskutieren" ... ganz zu schweigen von "überzeugen".

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Kommentar von Viktor1
17.06.2016, 20:43
 "Erbsünde". ...in der Bibel steht, dass "die 
Frau allein Schuld trage",

Nein, das steht dort nicht. Auch haben die Aussagen im AT, zur Stellung der Frau,  für Christen keine Relevanz.
Außerdem hat Paulus sich zur Stellung der Frau so geäußert, wie es dem Verständnis der damaligen Zeit entsprach. So hat er auch anderen (z.Bsp. "Sklaven" ) ihren "Platz" in der Gesellschaft nicht geändert. Er hat damit keine Glaubensregeln aufgestellt sondern angemahnt, daß jeder seiner Verpflichtung  gerecht werden solle, auch der Mann gegenüber seiner Frau.
Es wäre völliger Schwachsinn unsere heutigen Vorstellungen von der Gleichstellung der Geschlechter (und aller Menschen) als Referenz zur "Gesinnungsprüfung" der Menschen der damaligen Zeit zu machen.
Mit deinem "Referat" liegst du also irgendwie daneben.

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Das Problem hast Du nicht nur mit Muslimen, sondern mit allen Strenggläubigen jeder Couleur, die scheinen alle ihren gesunden Menschenverstand verloren zu haben. Da ist jede Diskussion verlorene Liebesmüh.

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Nicht über die Bibel, sondern über die Verfassung des Landes in dem sie leben. Das haben manche bitter nötig, denn viele begreifen nicht, dass diese über ihren und allen anderen Religionsgesetzen stehen.

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Mit Fundamentalisten zu diskutieren ist wie mit einer taube Schach zu spielen. Du kannst der beste Schachspieler der Welt sein, aber die Taube wirft einfach alle Figuren um, kackt aufs Schachbrett und fliegt davon. 

Mit Fundamentalisten kann man nicht diskutieren, denn sie akzeptieren einfach kein noch so gutes und schlüssiges Argument, wenn es ihren unbelegten Überzeugungen widerspricht.
Die Gepflogenheiten einer Diskussion scheinen sie in Bezug auf ihren Glauben nicht zu beherrschen.

Man kann versuchen mit ihnen zu diskutieren und dabei höflich bleiben, aber das bringt nichts, denn ihr Glaube basiert auf Axiomen, die sie nicht in Frage stellen.

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Warum sollte man mit denen überhaupt diskutieren und was soll das bringen? Die glauben an ihr Zeug womit wir nichts anfangen können, und andersrum. Da kannste auch an eine Parkuhr quatschen.

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Ich diskutiere gern mit ihnen. Lustig wird es immer dann, wenn sie mit Zitaten aus dem Koran beginnen, und sich dann auf den Standpunkt stellen, der Koran sei die Wahrheit, weil ja in dem Buch steht, dass es die Wahrheit enthält.

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Nein, mit Muslimen kannst du nicht über die Bibel diskutieren. Sie sind festgelegt und es gelten keine Beweise oder Richtigstellungen, nur ihre angelernten Auslegungen. Das gilt nicht nur für "radikale".
Das ist bei streng Bibelgläubigen ähnlich, wie ich immer wieder auf dieser Plattform feststellen  muß.
Was sollte auch das Ziel solcher Dispute sein ? Verständigung ? Dies geht nur mit Verstand ("Wahrheit" im Sinne von Erkenntnis) und nicht mit "Glauben", den man sich um die Ohren haut.
Man kann sich nur darauf verständigen, daß man gegenseitig die Glaubensüberzeugungen achtet, soweit sie nicht die Menschlichkeit in die Tonne hauen.

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Mit der Mehrheit der Muslime kann man ganz normal diskutieren - einfach mal ausprrobieren.

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Also die Bibel und der Koran sind sich relativ ähnlich. Das Problem liegt eher darin, dass Leute sich die Verse aussuchen, die Ihnen passen. Einige werden ignoriert, wenn sie einem nicht passen

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Kommentar von luggels
17.06.2016, 22:33

Nein, es ist nicht das Heraussuchen, denke ich.

Der wesentliche Unterschied ist: Fast alle Muslime, selbst die moderaten behaupten, der Koran sei 1:1 das Wort Gottes, alles, jeder Vers, jeder Satz, jeder Buchstabe ist unverfälscht göttlichen Ursprungs und genau so offenbart worden.

Von Christen habe ich noch nie gehört, die Bibel sei 1:1 Gottes Wort. Nicht mal der Papst behauptet das.

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Wenn man mit Gläubigen vernünftig reden könnte, gäbe es keine Gläubigen mehr.

Ich glaube das Zitat ist von Einstein, bin mir aber nicht mehr ganz sicher.

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das problem gerade im islam ist folgendes: man darf diese religion nicht infragestellen, nicht hinterfragen und schon gar nicht kritisieren, ohne strafen oder den tod fürchten zu müssen............ mit den meisten kann man nicht diskutieren, sie schalten bei echten fakten und beweisen einfach ab oder werden gewalttätig........ durch die erziehung, den glauben und der kriegerischen glaubenskultur ist es eigentlich fast unmöglich, echte diskussionen mit ihnen zu führen.......... und die eigenen muslime, die dann wirklich mal ihre religion hinterfragen und nicht alles so blind hinnehmen, sind dann verräter und müssen im glauben der fanatiker bestraft werden.........

fakt ist jedoch, der islam kann nur dann "überleben", wenn er sich erneuert, sich selbst infrage stellt UND auch hinterfragt........... bestes thema ist z.b. der angebliche prophet namens mohamed.......... selbst in muslimischen schriften wird die heirat, der missbrauch UND das alter des kleinen mädchen beschrieben, das dieser mensch namens mohamed heiratete und missbrauchte.......... trotzdem wird es entweder abgestritten, und/oder mit lächerlichen antworten klein geredet.........fakt ist aber, es bleibt missbrauch....... und wahrscheinlich ist mohamed der grund dafür, dass selbst heute noch kleine mädchen mit alten männern verheiratet werden können und diese mädchen dann sogar bestraft werden, wenn sie dass nicht mehr wollen.........

würden die ganzen muslimischen fanatiker mal wirklich ALLE eigenen schriften lesen und versuchen, diese auch zu verstehen, würden mit sicherheit viele vor entsetzen den glauben ändern und zur erkenntnis kommen, dass der islam leider die unmenschlichste religion der welt ist...............aber mach dass mal fanatischen und blinden gläubigen klar...........

die ganze lächerlichkeit in dieser religion sieht man am besten beim beispiel des deash, denn viele muslime meinen immer, dass sind keine echten muslime, dabei leugnen sie dann die eigene geschichte oder kennen sie gar nicht, denn der deash besteht zum hauptteil aus sunniten, die seit tausenden jahren gegen die schiiten krieg führen und gerade am beispiel irak sieht man diesen glaubenskrieg unter den eigenen msulimen, denn die zentralregierung besteht aus schiiten und die verteidigt ihren macht gegen mindestens 3 verschiedene sunnitische glaubensgruppen, die in den umliegenden dörfern im irak leben und sich leider mit dem deash verbündet haben........... und einen echten frieden wird es in dieser religion nie geben, denn dafür existieren zu viele verschiedene stämme, die alle ihre eigenen interessen verfolgen, zwar sind ALLE muslime, aber eben nur auf eigene interessen fixiert.......... nach dem tod von mohamed ging der ganze mist los, streitfragen und machtansprüche, kriege usw. um die "richtige" glaubensvariante und dem "richtigen" koran..........

der islam kann sich NUR von innen her verändern UND eben auch dann nur überleben.............:)

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Kommentar von Viktor1
17.06.2016, 20:48
der islam kann sich NUR von innen her verändern 
UND eben auch dann nur überleben............

er hat sich seit seinem Bestehen nicht grundlegend verändert - und doch überlebt. Dies gilt schon mal nicht.

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Wie wär's damit nicht alle Muslime über einen Kamm zu scheren?

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Kommentar von tachyonbaby
18.06.2016, 14:20

Wieso denn nicht?

Wir Nicht-Muslime werden von denen ja auch über einen Kamm geschoren.  Nicht-Muslime sind für Muslime Dhimmis, Bürger dritter Klasse. Für Muslime gibt es keine Gleichheit der Menschen – ein Nicht-Muslim, Kafir, ist niemals einem Muslim gleichgestellt.

Lest mal im Scharia-Recht, alle die, die meinen ein mittelalterlicher Islam würde zu Deutschland gehören. Denen geht unser Grundgesetz am A... vorbei.

Und ich habe noch keine nennenswerte Menge von Muslimen gehört, die sich gegen das Scharia-Recht stellen würde - im Gegenteil, selbst viele, die bereits in zweiter Generation in der BRD leben, erkennen nicht das GG als rechtliche Instanz an.

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Kommentar von Aria0
21.06.2016, 20:58

Ich weiß nicht, mit was für Muslimen du in Kontakt stehst, aber meine Bekannten stellen das Scharia Recht definitiv nicht über das Grundgesetz.... Natürlich ist das Teil ihres Glaubens und somit auch ein wichtiger Teil ihres Lebens, aber sie würden nicht auf die Idee kommen, Nichtmuslime als 'Bürger dritter Klasse' (Anm. heißt es nicht zweiter Klasse?) zu behandeln. Sie respektieren die Glaubensfreiheit von Nichtmuslimen genauso, wie wir die Glaubensfreiheit der Muslime respektieren. Und übrigens gehört nicht der 'mittelalterliche Islam' zu Deutschland, sondern der jetzige Islam ;) Ich sage nicht, dass ich alle Ansehensweisen (z.B. über das Frauenbild etc.) begrüße/fördern wollte, aber der 'mittelalterliche Islam' ist dann doch etwas anderes, als der heutige Islam. Und soweit ich weiß, ist der Dhimmi Status ein ziemlich alter Begriff und bezeichnet die hervorgehobene Stellung der Christen und Juden gegenüber den 'Heiden' in den muslimisch regierten/geprägten Städten, ich weiß also nicht wirklich, worauf du damit hinaus willst.

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Jeder soll an das Glauben was er will. Aber den Anderen seinen Glauben nicht aufzwingen.

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Du solltest noch zufügen: "Des Mannes Haupt ist Christus" (1.Kor.11,3).

Aber über Glaubensdinge zu "diskutieren" bringt niemanden etwas, denn es muss "geistig verstanden" werden (Lk.24,45).

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Beim Christentum musst du erst einmal wissen, zu welchem Teil er gehört aber aus persönlicher Erfahrung will kein Christ darüber sprechen, da dann immer kommt "ich glaube an Jesus, er nimmt mir meine Sünden, hab ein gutes Herz, darauf kommt es an aka I can do what ever I like" oder er weiß nicht einmal, was Weihnachten bedeutet.

Du siehst ja an Deutschland alleine, wie stark das Christentum ist. Eine volle Kirche zu finden, am Sonntag, wäre schon eine Sensation. Außerdem war mal hier 99% Christentum, heute gibt es über 30 Millionen Atheisten.

Als Moslems sollst du vergleichen und über Koran gedanken machen, Fragen stellen, usw. usf.

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Lohnt sich das?

An welchen Lohn hattest du denn so gedacht?

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