Mit Minderjährigkeit eine Inkasso Rechnung abwenden?

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9 Antworten

Mag sein, dass das alles Dein Fehler war. Wenn Du das Geld zahlen möchtest und es Dir erlauben kannst, dann mach es, wenn Du unbedingt willst. Allerdings wird der Verlag nicht pleite gehen, weil Du Deine 5€ nicht zahlst.

Allerdings gibt es aus genau diesem Grund auch das Minderjährigenrecht. Auch wenn Du 17 und damit fast volljährig bist, schützt Dich das Gesetz. Diesen Schutz "auszunutzen" ist nicht moralisch verwerflich. Umgekehrt ist es vielleich sogar moralisch verwerflich, wenn der Verlag Dich bei Abschluss des Vertrages nicht nach Deinem Geburtsdatum fragt.

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Kommentar von scatha
04.07.2016, 15:55

Moralisch verwerflich ist hier hauptsächlich, daß das Inkassounternehmen eine solche horrende Gebühr aufschlägt. ABM für Anwälte. Alles Verbrecher.

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Minderjährige können keine Aboverträge wirksam schließen.

Es gibt nichts an der Forderung, das irgendwie durchsetzbar wäre.

Inkassobüro kriegt einen Widerspruch und KEINE Persokopie, denn du darfst gar keine anfertigen (§ 14 PAuswG) und anderen zugänglich machen.

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Kommentar von robinmoser
04.07.2016, 15:00

Die 5€ vom Zeitschriftenverlag sind trotzdem noch offen, soll ich dem Inkassobüro also schicken, dass ich laut dem genannten Paragraphen keine Persokopie schicken werde, aber trotzdem die offenen 5€ zukommen lassen werde? Oder garnicht auf den zahlenden Beitrag eingehen?

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Kommentar von Schnibbelhilfe
04.07.2016, 15:01

Dies ist NICHT korrekt.

Ab 16 ist man laut Gesetz , geschäftsmündig . Folglich dürfen gewisse Verträge, so zum Bleistift, ein Zeitungsabo abgeschlossen werden ;-)

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Hier steht schon einiges richtiges und einiges Falsches.

Natürlich ist es richtig, dass die Eltern den Vertrag genehmigen müssen und tun sie das nicht, ist er unwirksam. Daher ist die Einfachste Möglichkeit, dass die Eltern dem widersprechen.

Eines ist euch bei all der Diskussion gar nicht aufgefallen. Ich zitiere mal den TE:

kam eine Rechnung der Kündigungsgebühr über 5€,

Nun die alles entscheidende Preisfrage: Was ist eine "Kündigungsgebühr"? Darf so etwas überhaupt gefordert werden? Die ganz klare Antwort gegenüber Verbrauchern: Nein, solch eine frei erfundene "Kündigungsgebühr" kann nicht einfach mal so mit Verbrauchern vereinbart und gefordert werden.

Selbst wenn also der TE hier irgendwie in Verzug wäre, selbst wenn die Eltern den Vertrag nicht anfechten würden, selbst wenn man die Inkassogebühren als durchsetzbar ansehen würde (was sie bei geschäftserfahrenen Gläubigern nicht sind): All das scheitert im Ansatz, denn kein Verbraucher schuldet einem Unternehmer eine besondere "Kündigungsgebühr".

Und ja, ich weiß, dass es mancherlei Gesetze gibt, die man so auslegen könnte, als gäbe es diese Kündigungsgebühr. Etwa das TKG und die 3-Monatsregel bei einem Umzug. Aber A) ist das eine ausdrückliche gesetzliche Ausnahme und B) ist das trotzdem keine Kündigungsgebühr, sondern vielmehr ein Schadensersatz und C) gibt es solche gesetzlichen Ausnahmen bei Zeitungsverlagen schlichtweg nicht.

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Kommentar von scatha
04.07.2016, 22:32

Ich vermute mal, die Zeitschrift läuft nicht sehr gut und da gibt es wohl so einige Kunden, die die "Kündigungsgebühr" nicht zahlen wollen, schon aus Prinzip, und versuchen zusätzlich Geld zu "verdienen", indem sie eine Masseninkassofirma mit dem sog. "Eintreiben der Forderung" beauftragen.

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Kommentar von Xipolis
05.07.2016, 04:28

Das die Gegenseite bei behaupteter Minderjährigkeit einen Nachweis verlangt ist allerdings meines Erachtens nicht zu beanstanden und die Vorlage einer Ausweiskopie sollte die Sache auch erheblich verkürzen.

Zeitungsabo wäre ein Dauerschuldverhältnis und das können beschränkt geschäftsfähige Personen nicht eingehen.

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Ich würde an Deiner Stelle die Eltern ins Boot holen.

Die Eltern schreiben dem Vertragspartner (nicht dem Inkassobüro), dass sie dem Abschluss des Vertrags nicht zustimmen und sofortige Rückabwicklung verlangen.

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Du hast ein Abo abgeschlossen, und dann
1.) vergessen zu kündigen
2.) vergessen die Rechnung zu zahlen und
3.) die Mahnung verschusselt?

Dann gehschiehts Dir nicht anders. Mit 17 Jahren sollte Dir das aber nicht passieren. Willkommen im Leben.

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Kommentar von kevin1905
04.07.2016, 14:55

Minderjährige können keine Abos schließen. Deine Antwort ist also rechtlicher Schwachsinn.

Es fehlt an der Genehmigung durch die Erziehungsberechtigten.

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Kommentar von scatha
04.07.2016, 22:29

Also wirklich. Der Schock über den Inkassobrief sollte jetzt erstmal Strafe genug sein.

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Hi, nach § 106 BGB bist du beschränkt geschäftsfähig und kannst nach §110 BGB auch Verträge wie Abos abschließen, wenn diese in der Höhe nicht den Rahmen eines üblichen Taschengeldes überschreiten. Du wirst das also zahlen müssen.

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Kommentar von Mikkey
04.07.2016, 18:56

§110 BGB deckt keine Verträge über Dauerschuldverhältnisse wie ein ABO zweifelsfrei eines ist.

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Ab 16 bist du laut Gesetzgeber alt genug ein Zeitschriftenabo abzuschließen. Also wegen minderjährig fällt somit weg.

Wenn da jetzt ein Inkasso-Unternehmen seine Forderung schickt, musst du aber schon sehr lange auf irgendwas nicht reagiert bzw. gezahlt haben.

Und JA. Die bei dir angegebenen 80€ Gebühr, darf das Inkassounternehmen natürlich dazu rechnen. Die Gebühr richtet sich prozentual an die "Schuldensumme", und wird auch je nach Bundesland etwas anders in der maximalen Höhe festgelegt.

Du zahlst denen besser diese Forderung, NATÜRLICH nur wenn diese auch berechtigt ist, und die Sache ist aus der Welt.

Eine Ausweiskopie würde ich dann erstmal NICHT verschicken.


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Kommentar von robinmoser
04.07.2016, 14:55

Ich habe dem Inkassounternehmen nur geschickt, dass ich minderjährig bin, nicht aber 17 Jahre. Somit habe ich damit laut deiner Aussage sowieso keine Chance, richtig? Dann werde ich zahlen und fertig. Danke

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Lass die mutter oder den vater schriftlich widerrufen und gut ist. 

80 Euro inkassogebuehren waeren uebrigens nicht mal ansatzweise im verzugsfall durchsetzungsfaehig. 

Lass Dir also keinen Baeren aufbinden

Wenn Du magst formuliere ich ein antwortschreiben 

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