Frage von Jsh123457, 109

Mit Marihuana auf Freiwilliges Soziales Jahr-Freizeit erwischt, was tun?

Hallo, Ich bin 18 Jahre alt und leiste momentan ein Freiwilliges soziales Jahr mit Behinderten ab. Letzte Woche war ich auf einem Seminar in einer Art Jugendherberge und wurde dort vom Seminarbetreuer in unserem Zimmer beim Drehen eines Joints erwischt. Ich sollte das Gras und den Tabak aus dem Fenster werfen und gab zu dass es mir gehört. Der Betreuer meinte er müsse dies melden weil er sonst seinen Job aufs Spiel setzt. Verständlich. Nun zu meinen Fragen: Er ist ohne zu klopfen in unser Zimmer reingeplatzt, darf er das? Das Programm, welches als Arbeitszeit gewertet wird war bereits zu Ende, es drehte sich als um meine "freie Zeit", hätte ihn das garnichts angehen dürfen bzw.kann ich mir darum ein milderes Vorgehen gegen mich erhoffen? Wenn meine Dienststelle es mitkriegt,-was wahrscheinlich ist- werde ich voraussichtlich rausgeschmissen oder gar die Polizei verständigt? Sollte ich rausgeschmissen werden, ist es vielleicht klüger eher zu kündigen um keinen kündigungsgrund nennen zu müssen? Ich bedanke mich schonmal im voraus für alle guten Antworten

Antwort
von Akka2323, 22

Leuten, die kiffen, kann man keine Kinder anvertrauen. Das ist viel zu gefährlich. Und wenn die Eltern der Kinder das erfahren und der Einrichtungsleiter hat Dich nicht rausgeschmissen, kommt der in große Probleme. Er darf das nicht akzeptieren. Deine Karriere in diesem Bereich ist damit beendet, du fliegst. In unserer Einrichtung für Behinderte mußte jeder ein erweitertes Führungszeugnis vorliegen. Einen haben wir entlassen müssen, weil er eine Verurteilung in diesem Bereich hatte und damit die Auflage, fünf Jahre lang nirgends zu arbeiten, wo er mit Kindern und Jugendlichen zu tun hatte. Man würde ja auch keinen Alkoholiker mit Kindern arbeiten lassen. Das wäre genauso unverantwortlich.

Kommentar von Rheinflip ,

Eine Verurteilung wg BTMG und mal kiffen ,  das ist dich schon ein Unterschied. Wer am Freitag  6 WodkaLemon trinkt ist am Montag doch auch arbeitsfähig . 

Kommentar von Akka2323 ,

Wer sagt denn, dass er mal kifft, wenn er es schon auf einem Fortbildungslehrgang nicht lassen kann. Und so jemandem würdest Du Deine Kinder anvertrauen?

Kommentar von Rheinflip ,

Wer sagt denn,  das der WochenendTrinker  in der Woche nüchtern  bleibt ?  

Antwort
von Nightwing99, 71

Also mit so Sachen wie er ist einfach rein geplatzt oder es würde ihn nichts angehen weil gerade Freizeit war brauchst du gar nicht kommen... Das erste ändert nämlich nichts an deinem Vergehen und das zweite ist im Anbetracht der Umstände so hanebüchener Unsinn das du es wohl kaum selbst glauben kannst... Natürlich geht es ihn was an er hat Aufsichtspflicht da sind auch genug noch nicht 18 Jährige mit, ausserdem sag mir mal in welcher Jugendherberge das Mitbringen und konsumieren von Drogen NICHT gegen die Hausordnung verstößt? So sieht es genauso mit den vom Träger festgelegten Seminarregeln aus gegen die du verstoßen hast also bullsh*tte dich nicht selber zu von wegen es wäre deine Sache nicht seine...

Was dich jetzt erwartet hängt davon ab wie locker Träger und Einrichtung sind. Aber das kann hier niemand vorraus sagen vielleicht passiert nichts, vielleicht hast du ein kurzes Gespräch, vielleicht fliegst du tatsächlich. Gibt Leute die sind schon für weniger geflogen. FSJler sind sehr teuer (kannst deinen Chef ja mal fragen was er alles für dich an den Träger löhnen muss und damit meine ich nicht die monatliche pauschale die du bekommst) daher verstehen die meisten Betriebe bei Fehlverhalten wenig Spaß.

Kommentar von john201050 ,

in jeder jugendherrberge darf man drogen in beliebigen mengen mitbringen und konsumieren.

zumindest solange die drogen legale wie tabak, koffein, medikamente,... sind.

Kommentar von Rheinflip ,

Nein.  In Jugendherbergen ist das Rauchen verboten, Saufgelage sind ebenso untersagt.

Kommentar von Nightwing99 ,

Das ist Blödsinn in Jugendherbergen darfst du nicht rauchen und Alkoholekzesse schon mal gar nicht... Woher hast du so einen Schwachsinn bitte? Mal ganz davon ab das du von legalen Drogen sprichst zu denen Marihuana immer noch nicht gehört und selbst wenn diese gestattet wären (was immer noch nicht zutrifft) das immer noch nicht für Marihuana zutrifft. Somit ist dein Kommentar nicht nur falsch sondern auch unnötig.

Antwort
von Gehoergaeng, 56

Solange er das Zeug nicht aufgehoben hat, kann er dir ja schlecht nachweisen das du BTM besessen hast. Von daher steht Aussage gegen Aussage. Und im Zweifel fällt die Entscheidung immer zugunsten des beschuldigten aus. Polizeiliche Konsequenzen brauchst du von daher nicht erwarten. Allerhöchstens eine Anzeige die im Winde verfliegt.

Was den Arbeitgeber angeht, ist die ganze Sache ziemlich willkürlich. Denn hat der Aufseher der dich erwischt hat, einen guten Ruf, dann wird ihm mehr glauben geschenkt als dir. Trotzdem hat der Mann keine Beweise und solange er deine Schuld nicht beweisen kann, brauchst du nichts befürchten.

Ein tägliches zusammenarbeiten wird mit ihm sicher nicht angenehm, aber besser seine Glaubwürdigkeit in Frage stellen, als deine Zukunft aufs Spiel zusetzen.

Antwort
von Jsh123457, 17

Danke für die vielen Antworten! Ich hab jetzt den Eindruck, dass ich theoretisch höchstwahrscheinlich rausgeschmissen werden müsste, aber gut, selber schuld, klar.. Das einzige was ich mir vorstellen kann ist dass es nun zu schwer ist eine neue fsj zu finden und noch einzulernen und ich definitiv nichtnur eine Hilfestellung dort bin sondern vielmehr vollzeitpflegekraft. Ob kiffen mich jetzt zu einem Verbrecher macht den man nicht auf behinderte los lassen darf weiß ich jetzt auch nicht. Ein Gespräch mit dem Chef wird ja eh unausweichlich sein, würdet ihr den Chef direkt darauf ansprechen oder soll ich lieber abwarten?

Antwort
von alexkoe123, 64

Also erstmal ist es ein Verstoß gegen da Betäubungsmittelgesetz. Das kann Probleme geben. Ob er einfach so in das Zimmer reinplatzen darf ist eine andere Baustelle. Es könnte sein, dass er die Privatsphäre verletzt hat, allerdings ist das mit den Drogen wohl schlimmer. Ich kann nicht genau sagen, was auf dich zukommt.

Antwort
von Jsh123457, 35

Ok, danke für die Antworten. Aber haltet ihr es für klug im voraus jetzt zu kündigen um Ihnen zuvor zu kommen? Mein Gedanke ist dabei, dass es in meinem Lebenslauf dann keinen vermerk über den Kündigungsgrund gibt, da man bei sowas dann immer als Kiffer abgestempelt sein wird, was ja bei Einstellungen immer ein ziemlich großer Minuspunkt ist..

Kommentar von alarm67 ,

Im Lebenslauf steht nur das drin, was DU reinschreibst!

Es gibt kein Gesetz, was Dich dazu verdonnert, dass Du Kündigungsgründe reinschreiben musst!

Sorry, selten so eine dämliche Frage gelesen!

Sicher, dass Dir das Kiffen bekommt? 😎

Kommentar von Rheinflip ,

Bloss nicht kündigen.  Falls da wirklich ein Gespräch kommt, lass es auf dich zu kommen. Biete an,  zu einer DrogenBeratungstelle zu gehen und in 6 Wochen einen Urintest zu machen. Solange Kiffest du eben nicht .  

Antwort
von aXXLJ, 19

Mach Dir keinen Kopf. Es wird nicht zu einem Strafverfahren kommen. Wer einigermaßen sozial eingestellt ist (und das sollte man in der Behindertenhilfe schon sein), der wird nicht riskieren Deiner Zukunft einen Knick zu verpassen, indem er Dich bei der Polizei anzeigt.

Möglicherweise wird Dein FSJ vorzeitig beendet, aber strafrechtliche Konsequenzen wird die Sache m.E. nicht haben. Möglicherweise belässt man es auch mit einer einfachen Ermahnung.

Warte den weiteren Verlauf in Ruhe ab. Da kommt nicht viel auf Dich zu.

Antwort
von alarm67, 51

Mein dringender Rat!

Hier geht es um Deine Zukunft!!!

Also sowas wird nicht bei GF geklärt, gehe zum Anwalt!

Der kann Dich da eventuell unbeschadet rausholen!

Du sagst zu niemanden mehr was, Du musst Dich nicht selbst belasten!

"Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!"

Beratungsschein von Amtsgericht holen, glaube 15 Euro, wenn Du dir das nicht leisten kannst und dann zum Anwalt!

Anwalt kann dann auch Prozesskostenbeihilfe für Dich beantragen!

Viel Erfolg, alles wird gut!

Kommentar von Jsh123457 ,

Was meinst du mit Gf?

Kommentar von alarm67 ,

Das HIER ist GF!

Schon wieder am kiffen? 😎

Kommentar von DerHans ,

In einem Strafverfahren gibt es keine Prozesskostenhilfe

Kommentar von aXXLJ ,

Meine Güte! Lauter Jura-Professoren.

1. Es besteht kein Anlass für ein Strafverfahren.

2. Bestünde Anlass für ein Verfahren, ginge es um eine sog. "geringe Menge zum Eigenbedarf."

3. Derlei Pipi-Mengen-Verfahren werden in aller Regel von der Staatsanwaltschaft eingestellt, mitunter gegen Auflagen.

4. Einen Anwalt in derlei Situationen zu beauftragen, ist wie dem Papst eine großzügige vierstellige Summe zu überweisen und dafür auf Gottes Segen zum Ablass begangener Sünden zu hoffen.

Antwort
von Sandkorn, 66

Wenn in (D)einer Unterkunft das Rauchen bzw. der Gebrauch von BTM verboten ist dann hast Du dich daran zu halten, egal ob in Deiner "Freizeit" oder nicht.

Kommentar von Rheinflip ,

Btw sind überall verboten . 

Antwort
von Rheinflip, 44

Ein FSJ- oder früher Zivildienstseminar ohne Hanf oder Alkohol gibt es nicht. Schlimmstenfalls gibt's ein Gespräch mit der Auflage clean zu bleiben. Das könnte mit Test geprüft werden.  

Einmaliges Kiffen in der Freizeit  rechtfertigt  keine Entlassung ,  wenn du sonst super arbeitest. 

Kommentar von matrix1984 ,

Drogenkonsum ist Drogenkonsum. Egal ob einmalig oder regelmäßig und rechtfertigt IMMER eine Entlassung. 

Kommentar von Rheinflip ,

Der Eigengebrauch von Hanf in der Freizeit führt nicht zu Entlassung ,  das wäre völlig überzogen.  

Kommentar von matrix1984 ,

Finde deine Bagatellisierung einer Straftat erschreckend...

Kommentar von Rheinflip ,

Wg Bagatelle: Selbst und alleine geringe Mengen THC konsumieren ist definitiv eine Bagatelle ,  keinen Staatsanwalt dürfte das in der Regel interessieren.  Einstellung ist obligatorisch.  

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