Frage von fluffyfo, 110

Mit krummen Zeh zur Polizei?

Hey Leute,

Ich möchte mich demnächst bei der Bundespolizei, sowie bei der Polizei NRW bewerben.

Mein Problem ist es das der zweite Zeh an meinem rechten Fuß krumm ist der Orthopäde hat es mir vor ein paar jahren mal als schwanenhalsdeformität diagnostiziert. Der Zeh ist schon seit meiner Kindheit so. Ich kann mich nicht dran erinnern dass er mal gerade war. Ich bin allerdings bis zu meinem 9ten lebensjahr oft auf zehenspitzen gelaufen mittlerweile natürlich nicht mehr. Außerdem bereitet der Zeh mir keinerlei Probleme ich kann jeden Schuh anziehen und betreibe seit 10 Jahren aktiv Ju Jutsu (Kampfsport). Auch Laufsportarten bereiten mir keine Probleme.

Allerdings habe ich Angst dass es daran scheitern könnte, weil die Polizei ja bekanntlich sehr streng ihren Nachwuchs mustert.

Werde ich deswegen vermutlich mit einer Untauglichkeit rechnen müssen ?

Antwort
von Anonym4664, 78

Hallo fluffyfo, ich hab viele Bekannte bei der Polizei und ich hab mir mal sagen lassen, dass solche Fälle kein Problem wären... Und merk dir : Du musst nicht unbedingt alles sagen und preisgeben, was du für Einschränkungen etc haben könntest ! 

Lg Lukas, viel Glück 

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 43

Es gibt absolute und relative Ausschlussgründe. Beispiele:

Ein Bandscheibenvorfall ist ein absoluter. Es ist völlig egal, ob derjenige Einschränkungen spürt, Ju-Jutsu macht oder kaum gerade stehen kann. BSV = PDU. Ebenso Neurodermitis, jegliches Anzeichen auf Suchtverhalten oder Gelenkschäden.

Eine Skoliose oder Farbsinnstörung sind relative Ausschlussgründe. Das bedeutet, sie dürfen vorliegen, müssen aber im Bereich von Grenzwerten liegen. Bei der Skoliose sind es 12°, bei der Sinnstörung 30%.

Eine Schwanenhalsdeformität ist eine Gelenkfehlstellung. Es ist dabei völlig unerheblich, wie du, dein Hausarzt oder deine Oma das beurteilen. Es können hier auch noch 100 Leute schreiben, daß sie der Meinung sind, das es kein Problem ist, solange es dich nicht einschränkt. Was sich Herr Hinz und Frau Kunz hier vorstellen können, ist definitiv nicht hilfreich.

Stellt der PolArzt fest, daß es hier eine schlechte Prognose hinsichtlich der Behandlungsbedürftigkeit gibt oder er drohende Folgeschäden sieht, kann er auch deshalb eine PDU aussprechen.

Bewerber, die bis zur PÄU kommen, sind in der Regel vielversprechende Bewerber. Wenn deine Fehlstellung fest ist, sich also fixiert hat, nicht mehr schlechter werden kann, Beschwerden und Folgeschäden kaum zu erwarten sind (anders als z.B. bei Kniescheibenfehlformen) wird der Polarzt einen Teufel tun, einen guten Mann auszusortieren.

Lange Rede - kurzer Sinn = relativer Ausschussgrund, befundabhängig

Der Tipp, nicht alles zu sagen, wäre übrigens der allerdümmste Einstieg in deine (dann Nicht-)Karriere ... man ist bei der PÄU bis auf den Slip NACKT. Wer beim Sex die Spocken anbehält, sei gewarnt - hier werden sie ausgezogen!

Gruß S.


Kommentar von Sirius66 ,

Ich (Tipp- und Rechtschreibfanatiker) hab ein "l" übrig ... wer es findet, darf es sich dort denken ...

Kommentar von user8787 ,

Wobei " Ausschussgrund " von der Definition her zwar hart, aber trotzdem kompatibel  wäre. *gg

Kommentar von Sirius66 ,

Hast´s gefunden, ja ... :)

Kommentar von fluffyfo ,

Also glaubst du die deformität wird mir keine Probleme machen ?

Kommentar von Sirius66 ,

Ich werde mich hier weder zu einem JA noch zu einem NEIN hinreißen lassen. :)

Gruß S.

Antwort
von lsfarmer, 59

Wenn du damit alles normale machen kannst, warum nicht?

Antwort
von Hexe121967, 50

glaube ich kaum.

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