Mit Fahrrad nachts über rote Ampel gefahren, da ein ziviles FZ mehrmals an mir vorbeigefahren ist (aus Angst gehandelt) Macht Einspruch Sinn?

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7 Antworten

Natürlich, zum Anwalt gehen macht sinn. Ist doch logisch wenn deine Freundin so reagiert. Einfach direkt zum Anwalt gehen und erklären, der wird helfen. 

Also, Bevor der Anwalt überhaupt mit einem Schriftverkehr Anfängt, gibt es eine Sprechstunde, die zwischen Anwalt zu Anwalt variiert. Diese Gebühren zur erst Besprechung muss man ggf. nicht Zahlen, wenn man ALG 2 Bezieht, oder halt Student ist und Bafög beziehen sollte. 

Solltet ihr in Hamburg Leben, könnt ihr zur Öffentlichen Rechtsauskunft, ggf. nochmal Googlen ob es bei euch eine Öffentliche Rechtsauskunft gibt (Das sind im Prinzip nur ehm. Richter, Staatsanwälte und Anwälte, die dort Arbeiten und die schauen sich für gerade mal 5 - 10 € euren Fall an und helfen. Vorausgesetzt ihr habt in eurer Stadt eine Öffentliche Rechtsauskunft, ansonsten wie oben erwähnt vorgehen.



Viel Erfolg Gruß


PS: Bei Fragen meldet euch.




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Da kann aber etwas nicht stimmen, denn wir waren ja gar nicht auf dem Rad und wir wurden doch auch gar nicht kontrolliert.

Fällig ist eben die Freundin ganz alleine und nur die kann widersprechen und nur die kann klagen und nur die wird dann verlieren.

80,00 EUR und ein Punkt und die Gebühren sind da günstiger.

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Kommentar von Britze87
16.06.2016, 14:10

Das macht 125 € u 1 Punkt um genau zu sein...zahlst du auch gerne Bescheide, von denen du meinst, dass sie ungerechtfertigt sind? ;-)

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Ich kann vollkommen nachvollziehen das deine Freundin über rot gefahren ist und ich hätte es genauso gemacht.

Ich denke ihr habt gute Chancen das Ding zu gewinnen, da man als Frau nachts um 2 Uhr von einem vermeintlichen Privatwagen verfolgt wird, darf man davon ausgehen, das man evtl verfolgt wird und riesige Angst hat.

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Kommentar von Britze87
16.06.2016, 14:02

So sehe ich das auch. Ich kann ihre Entscheidung absolut gutheißen und bin auch froh, dass sie so gehandelt hat.

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Ich habe bereits Einspruch eingelegt (ohne Begründung, wird aber nachgereicht)

Und das ist der Punkt der mir Kopfzerbrechen macht...
WIE genau soll denn diese Begründung aussehen?

Kein Richter wird allein dadurch das ein Fahrzeug mehrfach vorbei fuhr eine Gefahrenlage erkennen - dafür braucht es schon etwas mehr.
Hier müsste mindestens ein Rechtfertigender Notstand oder eine gegenwärtige Gefahr vorliegen - und die erkenne ich nicht.

Trotzdem könnt Ihr Euch natürlich in einer Erstberatung anwaltlichen Rat holen - dabei besteht allerdings die Gefahr das der Anwalt versuchen wird die Sache durchzuziehen - denn damit verdient er ja sein Geld.

Meiner Einschätzung nach stehen die Chancen seeehr gering das Ihr den Vorwurf abwenden könnt.

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Pflichtverteidiger vieleicht? Dann müsst ihr nicht zahlen, aber VORSICHT! Wenn ihr verliert tragt ihr die Kosten der Gerichtsverhandlung.

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Ihr könnt natürlich die Übernahme von den Kosten für einen Rechtsstreit beantragen und werdet ihr sicherlich auch bekommen als Studenten. 

Ich glaube kaum, dass ihr dann noch zahlen müsst, selbst bei einer Niederlage. 

Und insgesamt kann ich mir gut vorstellen, dass ihr gewinnt, weil das auf jeden Fall plausibel ist und sie auch bei dem Überfahren der Roten Ampel niemanden behindert oder gefährdet hat. 

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Kommentar von Britze87
16.06.2016, 14:04

Danke für die Antwort :-) Wo beantrage ich sowas? Direkt beim Amtsgericht?

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Just so it!

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