Mit dem ritzen(svv) aufhören?

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6 Antworten

Hallo Lexiaqueen,

weißt Du eigentlich, warum sich Menschen überhaupt ritzen oder sich anderweitig selbst verletzen? Wenn die Ursachen auch vielschichtig sind, geht es meistens um einen großem emotionalen Notstand. Menschen, die sich selbst verletzen, haben festgestellt, dass die körperlichen Schmerzen den seelischen Schmerz lindern können. Manche schaffen es nicht, ihren Schmerz in Worte zu fassen und sich bei einer Vertrauensperson auszusprechen. Der Druck in der Schule oder Konflikte zu Hause können so übermächtig werden, dass sie keinen Ausweg sehen. Der innere Druck wird unerträglich. Dann entdecken manche folgendes: Wenn sie sich körperlich verletzen, führt das zur Entlastung des inneren Drucks, zumindest vorübergehend. Interessant ist hier ein Vergleich. Ein Mädchen, das sich ritzt, sagte einmal. "Das war wie Medizin für meine Ängste". Wahrscheinlich empfindest Du ähnlich, nicht wahr? Was also kannst Du tun?

Es wäre sicher gut, wenn Du Dich irgendwann dazu durchringen könntest, mit jemandem über Dein SVV zu sprechen. Es sollte jemand sein, der Dich und Deine Krankheit ernst nimmt und der Dich nicht unter Druck setzt. Wenn Du also jemandem von Deinem Problem erzählst, kann allein das Dir große Erleichterung bringen. Hast Du schon einmal daran gedacht, Deine Eltern deswegen anzusprechen? Wahrscheinlich fällt Dir dieser Schritt nicht ganz leicht und sie mögen nicht gleich so reagieren, wie Du es Dir wünscht. Habe daher Geduld mit Ihnen und sei nachsichtig. Sollte es Dir jedoch nicht möglich sein, vernünftig mit Deinen Eltern zu reden, dann hast Du die Möglichkeit, Dich hier zu melden:

- Telefonseelsorge unter der Nummer 0800-1110111 oder 0800-1110222.
Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Für Kinder und Jugendliche gibt es eine spezielle Telefonnummer: 0800-1110333 unter der Beratungseinrichtungen verschiedener Art, vor allem solche vom Kinderschutzbund, genannt werden.

- Dann gibt es in jeder Gemeinde den Sozialpsychiatrischen Dienst, der Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen bietet. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

Was könntest Du immer dann tun, wenn der Drang, Dich zu verletzen, erneut in Dir entsteht? Wenn Du weinen musst, dann versuch es auf keinen Fall zu unterdrücken, denn Weinen kann ein Ventil für das sein, was sich seelisch aufgestaut hat. Körperliche Bewegung, wie joggen, spazieren gehen oder Sport zu treiben eignet sich ebenfalls gut dazu, inneren Stress abzubauen.

Hast Du es schon einmal mit Ablenkung versucht, z. B. mit einem Hobby, Hausarbeiten oder Musik hören? Auch etwas völlig Neues zu lernen (wie z. B. ein Musikinstrument) oder sich kreativ zu betätigen (malen, Gedichte oder Tagebuch schreiben) kann ein wichtiger Schritt sein, der Dich von dem SvV wegbringt.

Falls Du dazu neigst, Dich von anderen zurückzuziehen, wäre es besser, den Kontakt zu suchen. Triff Dich mit Freunden und unternimm etwas mit Ihnen, halte telefonischen Kontakt oder schreibe Dich mit Ihnen über das Internet. Du wirst sicher schon gemerkt haben, dass der Drang, Dich selbst zu verletzen, immer dann am größten ist, wenn Du alleine bist. Vermeide es daher, wenn immer möglich, zu lange allein zu sein und suche den direkten Kontakt zu Dir vertrauten Menschen. Manchen hat es auch schon geholfen, sich ganz bewusst etwas Gutes zu tun. Das könnte ein entspannendes Bad sein, ein leckeres Essen oder eine schöne Tasse Kaffee. Dir fallen sicher noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten ein.

Was Dir in der konkreten Situation noch helfen könnte, wären Ersatzhandlungen für SvV. Es geht also um Dinge, die Du Dir zufügst und die einen gewissen Reiz (Schmerzen) auslösen, ohne Dich dabei zu verletzen. Beispiele dafür sind: Ein Gummiband um die Hand wickeln, anspannen und zurückflitschen lassen, kalt duschen, auf etwas Scharfes beißen (z. B. Peperoni etc.) Diese Ersatzhandlungen sind jedoch bestenfalls als eine Zwischenlösung anzusehen, können allerdings nicht das eigentliche Problem beheben oder zu einer Heilung führen.

Eines solltest Du jedoch auch nicht vergessen: Es gibt auf jeden Fall jemanden, der Dich versteht und Dir helfen kann. Ich spreche hier von Gott, von dem Du wahrscheinlich am wenigsten Hilfe erwartest. Sein Interesse gilt jedoch besonders denen, die verzweifelt und schmerzbeladen sind. Das geht aus folgendem Text aus der Bibel hervor: "Weil er seine Zuneigung auf mich gerichtet hat, Werde ich auch für sein Entrinnen sorgen. Ich werde ihn beschützen, weil er meinen Namen kennengelernt hat. Er wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten. Ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis. Ich werde ihn befreien und ihn verherrlichen. Mit Länge der Tage werde ich ihn sättigen, Und ich werde ihn die von mir [bewirkte] Rettung sehen lassen (Psalm 91:14-16). Viele junge Menschen, die sich Gott zugewendet haben, konnten feststellen, dass ihnen dadurch vieles im Leben leichter gelingt. Und vor allem hat es ihrem Leben Sinn und Halt gegeben.

Ich wünsche Dir, dass Du die benötigte Hilfe findest, um vom Ritzen loszukommen und auch seelisch wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

LG Philipp

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Hallo Lexiaqueen,

mit dem ritzen aufhören ist absolut nicht einfach, vor allem, wenn man es schon über einen längeren Zeitraum macht und es sich zu einer Sucht entwickelt hat. Aber unmöglich ist es nicht.

Zuallererst möchte ich dir ans Herz legen, nach den Ursachen zu suchen. Ritzen ist kein Problem, dass alleine steht, sondern hat immer einen Auslöser. Und nur, wenn man diese Probleme bekämpft und die Ursache beseitigt, ist es möglich, dauerhaft mit dem ritzen aufzuhören. Je nach Problem kann man das vielleicht alleine angehen oder auch mit wenig Unterstützung von außen; es gibt aber auch Probleme, bei denen es wirklich ratsam ist, sich professionelle Hilfe zu suchen. Ich weiß, dass man das meistens nicht hören und noch weniger machen möchte, aber wenn man vor Problemen steht, die man alleine nicht aus der Welt schaffen kann und nicht erkenntn, dass man Hilfe braucht, dann wird man auch nicht mit dem ritzen aufhören (können).

Den ersten Schritt hast du bereits getan - du hast gemerkt, dass es so nicht weitergehen soll und dass du aufhören möchtest. Das ist das Wichtigste! Nur, wer wirklich aufhören möchte, der schafft es auch.
Jetzt musst du an die Ursachenforschung gehen, denn alle Skills, die man so kennt (Gummi gegen die Haut flitschen, Eiswürfel an die nackte Haut halten, sich kratzen, etwas scharfes essen oder was auch immer) sind vorrübergehende und sehr sinnvolle Hilfen, wenn der Druck zu groß wird (um weitere Narben zu vermeiden), aber absolut nicht dazu geeignet, um dauerhaft aufzuhören. Damit tauscht man nur eine Art der Selbstverletzung gegen eine andere ein. Und ich rate dir eindringlich, nicht einfach die Art der Selbstverletzung zu tauschen und es damit gut sein zu lassen. Je länger man das macht, je länger das Teil vom Leben ist, umso schwerer wird es, irgendwann dann komplett aufzuhören.
Je länger man allerdings weg von der Selbstverletzung ist, umso einfacher wird es dann, nicht wieder rückfällig zu werden, wenn sich neue Probleme ergeben, auch wenn das Leben einen manchmal auf eine harte Probe stellen mag. So zumindest meine Erfahrung. Ich bin jetzt seit mehreren Jahren nicht mehr ruckfällig geworden, auch wenn es mir oft sehr, sehr schlecht ging und der Drang durchaus mal da war. Aber ich weiß mittlerweile, anders mit meinen Problemen umzugehen. Und genau muss man lernen - wenn nötig auch mit Hilfe....

Ich kann auch sehr gut verstehen, dass du deine Eltern da erst einmal heraushalten willst. Es mag auch sein, dass das funktioniert. Wenn allerdings der Punkt kommen sollte, an dem das nicht mehr geht, dann wünsche ich dir, dass du den Mut aufbringst, mit ihnen zu sprechen und nicht stattdessen den 'einfacheren' Weg wählst und dein Vorhaben, mit dem ritzen aufzuhören, wieder aufgibst. Ich weiß nicht, wie euer Verhältnis so ist, aber manchmal kann es auch sehr hilfreich und eine Entlastung sein, seine Eltern miteinzubeziehen. Aber das kannst für den Anfang nur du entscheiden.

Für deinen weiteren Weg wünsche ich dir alles Gute und viel Kraft! Und das du es schaffst, damit aufzuhören.

Liebe Grüße
CharlieLoveU





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Am besten eine Therapie.

Bis dahin solltest du es mit Skills versuchen.

Das hilft nicht die Prozent lösen, aber Skills sind nicht so gefährlich, wie ritzen.

Skills sind zum Beispiel saures/scharfes Essen, ein Gummiband das du dir gegen das Handgelenk fletschen kannst, Steine im Schuh, Eiswürfel, die du dir auf die Haut pressen kannst,...

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Es ist wichtig das du dich jemanden anvertraust. Verbring viel Zeit mit der Person das sich dich auf andere Gedanken bringt, wenn es aber doch schon sehr weit ist und du nicht da raus kommst bleibt dir nichts anderes übrig als zu deinen Eltern zu gehe. Sie werden dir helfen und viellicht solltest du mal versuchen zu einem Pychologen zu gehen aber wenn du Das nicht möchtest Freunde machen das auch.

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Du musst dagegen ankämpfen. Schmeiß alles in den Müll womit du dich verletzen kannst. Jedesmal wenn du den Drang dazu hast machst du eins deiner Lieblingslieder an und gehst spazieren.

Du musst gegen den Drang ankämpfen. Dabei kann dir niemand helfen. Es muss von dir aus kommen und du musst alleine dagegen ankämpfen 

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Mit deinem Therapeuten Alternativen suchen, wenn der dir noch keine genannt hat.

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