Frage von Philipp12312344, 116

Mit dem Pferd durch Afrika?

Ich habe ein Araber Wallach mit dem ich Distanzen laufe 70 km. Wäre es möglich von Kongo aus bis nach Süd Afrika zu laufen? So ne Große Reise zu Pferd ? Mit übernachtung im Zelt oder auf Farmen wieviel Geld bräuchte man und ist es überhaupt möglich ?

Antwort
von hupsipu, 60

Strecke und Unterkünfte sind das eine (qualitativ vernünftiges Heu stelle ich mir zB schwierig vor), aber viel schwieriger ist die Situation vor Ort. Ich finde, zu einem solchen Unternehmen gehört auch, dass man sich vorher vernünftig über die Länder informiert durch die man reist. Und dann wirst Du Dich sicher schnell umentscheiden... Aber eine solche Tour kann man ja auch zB durch Osteuropa oä machen...

Antwort
von Hardware02, 61

Vergiss es! Schau dir mal die Reiseinformationen zum Kongo an: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/KongoDemokratisch...

Abgesehen davon: Wie soll dein Pferd in den Kongo kommen? Mit dem Flugzeug?

Und was sagt das Pferd überhaupt zu den tropischen Temperaturen? Begeistert ist es davon bestimmt nicht.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 50

Das  dürfte wegen der afrik. Pferdeseuche nicht zu machen sein. Auf jeden Fall kannst du das Pferd dann nicht mehr mit nach Hause nehmen. Abgesehen davon, dass die Gegen da unten Bürgerkriegsgegend ist und du vermutlich nicht heil irgendwo ankämst. Als Frau schon gar nicht.


Wenn du mal weit reiten willst, dann reite doch den Jakobsweg. Das hat ein Freund von mir gemacht. Ist auch eine schöne Tour.


Kommentar von Philipp12312344 ,

Ich bin ein Mann. Der Jacobsweg klingt toll kann man die Pferde dann irgentwo hinstellen zum übernachten?

Kommentar von Kallemagalle ,

Infos zum Pilgern mit Pferd gibt es im Pilgerforum  www.pilgerforum.de/forum/ - einfach "Pferd" in der Suche eingeben. Meines Wissens gibt es mehrere Webseiten, die über Pilgern mit Pferde berichten - die Adressen müsstest du in den Kommentaren finden.

Bin selber die Camino frances gepilgert  - und bin neben einigen Reitern sogar einem begegnet, der den Camino mit dem Kamel absolviert hat!

Kommentar von Kallemagalle ,

Es gibt sogar geführte Touren  http://www.reiterreisen.com/pegasus/d/reisen/europa/spanien/gal_navar/gal009.htm - kann durchaus interessant sein, da die Übernachtung organisiert wird.

Antwort
von vitus64, 19

Den Blick der Grenzer im Kongo oder in Sambia würde ich gerne sehen, wenn da ein Europäer mit einem Pferd ankommt. Aber denen werden gleich reichlich Vorwände einfallen, mit denen sie dir ordentlich Bakschisch aus den Rippen leiern können.  

Antwort
von Skinman, 10

Kongo isn bisschen hart. Top Gear ist aber schon mal mit halbwracken Autos einmal quer durch Botswana gefahren und ein anderes Mal (Africa Special) einmal rund um den Viktoriasee und zu den "wahren" Quellen des Nil Uganda, Burundi, Ruanda, Tansania, Kenia. Wenn diese Torfnasen das überleben, müsste es mit dem Pferd erst recht zu machen sein, nur halt wesentlich langsamer.

Aber vielleicht als erstes mal zum Website des Auswärtigen Amtes, die Reisewarnungen und Länderinfos durchgehen.

Antwort
von veritas55, 13

Zunächst musst du dich genau über die Ein/Ausreisebedingungen für Tiere informieren die von Land zu Land unterschiedlich sein können - da hat ponyfliege vollkommen recht: das wird nicht einfach sein :/!

Bedenken hätte ich in manchen Ländern auch wegen der Hitze - da kannst du deinem Pferd auf keinen Fall annähernd so weite Strecken zumuten wie in unserem Klima ! Eine weitere Qual für das Pferd werden im Tropenklima die zahllosen Mosquitos sein....

Ansonsten kann ich dir nur den Blog empfehlen den ich im Kommentar unter ponyflieges Antwort gepostet habe - die Erlebnisse die darin geschildert werden lassen erahnen wieviel man verpasst wenn man sich durch falsche Befürchtungen von so einer Reise abhalten lässt ;) !

Allerdings ist der Unterschied zu deinem Vorhaben, dass die Bloggerin hunderte km mit Bussen zurücklegt. Mit Pferd wirst du für die riesigen Distanzen zigmal mehr Zeit brauchen ! Aber wenn du ausreichend Zeit hast um dein Pferd genug zu schonen, why not ?

Wieviel Geld du brauchst, lässt sich schwer beurteilen, denn zum Leben brauchst du nicht viel (keine Ahnung wie es mit Futter aussieht in Gegenden wo wenig wächst), zelten würde ich nur auf Privatgrundstücken in der Nähe der Anwohner die dafür natürlich einen Obulus verdient haben dass sie ein wachsames Auge auf dich haben. Auch für´s Fotografiertwerden erwarten viele Leute (mit Recht!) eine kleine Gage (immer vorher fragen!!!) - aber das sind alles nur Minibeträge die sich allerdings summieren.

In Südafrika kann ich mir vorstellen, dass du bei der Weinlese gut einen Job finden kannst - zumindest für Unterkunft und Verpflegung. Der landesübliche Lohn dürfte nicht erwähnenswert sein, aber wenn du außer dem Nötigsten keine Ansprüche stellst, kannst du auf die Weise mit dem Geld das du mitnimmst umso länger auskommen.

Kommentar von veritas55 ,

Das größte und ein unlösbares Problem sehe ich darin, dein Pferd über die Sahara an den Start zu bringen ;) !

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 63

du wirst das pferd, wenn es im kongo war, kaum nach südafrika bringen dürfen.

und du wirst das pferd nicht wieder nach europa importieren dürfen.

aus gründen der verhinderung von tierseuchen gibt es ausfuhrverbote für bestimmte länder.

du müsstest dir die liste besorgen.

ausserdem - kennst du die politische situation in zentralafrikanischen ländern? für verschiedene länder gibt es reisewarnungen, und diese wohl bis auf nicht absehbare zeit. und das hat gründe.

und mit einem einzelnen pferd - würde ich generell nicht machen. und allein schon gar nicht. und als frau allein schon ganz überhaupt nicht.

so ein vorhaben ist nicht realisierbar. es sei denn, man ist konkret ziemlich lebensmüde und möchte sein pferd gleich mit um die ecke bringen... ;-((

Kommentar von Philipp12312344 ,

Ich bin ein Mann hat mir aber geholfen war nur so ein Gedankenspiel

Kommentar von ponyfliege ,

oh schuldigung... habe ich übersehen... danke, dass du im nachhinein drauf aufmerksam machst... ich schäme mich freiwillig fürs überlesen und verzichte aufs editieren der antwort... ;-/

für den rest - gern geschehen. 

Kommentar von Dahika ,

ach so . Na ja, dann wirst du eben nicht vergewaltigt und zwangsverheiratet, sondern gleich abgemurkst.

Kommentar von Philipp12312344 ,

Ich überlege mir jetzt ernsthaft den Jacobs Weg zu Pferd zu machen :)

Kommentar von Aristella ,

Ist auf alle Fälle weniger gefährlich, weniger aufwändig und mit weniger Dokumenten und Geld verbunden ;-) google mal, ich glaub ich hab irgendwann mal schon von jemandem gelesen, der das gemacht hat...

Kommentar von veritas55 ,

Es ist durchaus möglich alleine durch Afrika zu reisen, sogar als blonde Frau:

http://www.langersehnteweltreise2015.blogspot.de/

Bekanntlich ist Afrika ein Kontinent mit über 50 Ländern wovon keins wie das andere ist !

Natürlich sollte man sich aus den Ländern raushalten in denen es Bürgerkrieg oder Unruhen gibt oder wo der IS bzw. Boko Haram unterwegs ist - das wäre wirklich lebensmüde.

Oft sind aber nur Teile eines Landes betroffen während man sich in anderen Teilen sicher bewegen kann und auf jede Menge hilfsbereiter Leute trifft bei denen Gastfreundschaft zur Kultur gehört. So habe ich mich z.B. in Ghana sicherer gefühlt als in sämtlichen europäischen Ländern die ich kenne und auch in Marokko hatte ich als alleinreisende Frau niemals Probleme. Es hängt immer sehr davon ab, wie man sich als Gast verhält !

Auf der Seite vom AA kann man sich grob über die Sicherheitslage in jedem Land auf der Route informieren - im Einzelnen finde ich Erfahrungsberichte wie den ogen. Blog allerdings viel interessanter (-vorausgesetzt, dass sie aktuell sind da sich die politischen Zustände ändern können) weil sie garantiert realitätsnaher sind als die Einschätzungen der Botschaftsangehörigen. Die KonsulatsmitarbeiterInnen bewegen sich nämlich in Afrika selten im wirklich wahren Leben sondern leben in ihrer eigenen Welt ;).

Was die Ein. - und Ausreise von Tieren, insbes. von Pferden angeht, magst du aber recht haben, dass es da Schwierigkeiten geben kann. Wahrscheinlich hat jedes Land eigene Bestimmungen und darüber sollte er sich genauestens schlau machen - in Afrika mag sich noch manche Hürde mit einem Bakshish bewältigen lassen, aber die Einreise nach Europa dürfte schwierig werden oder nur mit Quarantäne möglich sein.

Antwort
von Hannybunny95, 63

Ich glaube das ist ne sehr große Belastung für das Pferd. Vor allem die Einreise... Und ich würde es nur mit einem Guide machen

Antwort
von archibaldesel, 60

Eher nicht. Du müsstest durch den Dschungel.

Antwort
von netflixanddyl, 60

Du musst seinen Wasserverbrauch beachten.

Kommentar von ponyfliege ,

der könnte sehr schnell auf null sinken... ;-(

Kommentar von netflixanddyl ,

Da stimmt.

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