Frage von MrWatson84, 58

Mit dem Leben überfordert?

Ich werde noch verrückt...für manche klingt das wahrscheinlich komisch was ich schreibe. Aber ich bin mit meinem Leben total überfordert. Bin 32 Jahre alt, lebe aber wieder seit langem im Haus meiner Eltern. Meine erste Ausbildung hatte ich erfolgreich bei einem Namenhaften unternehmen abgeschlossen und anschließend auch dort noch weitere Jahre gearbeitet. Dann könnte ich nicht mehr, war überfordert und total erschöpft jeden Tag. Nicht das die Arbeit ein körperlich kaputt gemacht hat. Ich hatte das Gefühl fehl am Platz zu sein mit der ganzen Arbeit...keine Erfüllung. Dann war ich auf Kur pschologische...und bin dann danach von Meinem Arbeitgeber weggegangen. Habe meine Fachhochschulereife nachgeholt und Studium angefangen, total ziellos. Mich nicht richtig informiert was und welche Richtung es sein soll, dann Studium abgebrochen und anderes angefangen. Dann Studium komplett an den Nagel gehängt. Jetzt arbeite ich wieder bei einem Namenhaften unternehmen. Ja ich könnte stolz sein (bin ich aber nicht)...es ist ein befristetes Verhältnis in der Produktion. Die personalerin hatte mir auch speziell was angeboten im Bereich was ich gelernt habe und das wäre nicht befristet gewesen aber ich war unsicher und sie hatte das gemerkt, dass ich mir das nicht zutraue. Und so ist es auch...ich traue mir kaum nehr was zu. Und ich habe kein Ziel...jetzt versuche ich krampfhaft die Abteilung zu wechseln und weiß nicht mal, ob ich das wieder ausüben will. Mir geht es rein darum ein festes Arbeitsverhältnis zu bekommen.
Setze ich die Ziele zu hoch? Vergleiche ich mich zu sehr mit anderen? Warum bin ich nicht mehr so wie früher?? Ich hatte so viel geschafft und ich kann dass garnicht glauben, das ich das war :-( das macht mich traurig...aber ich bin nicht stressressistent. Bei mir kommt schnell Panik auf. Glaube habe das nie richtig gelernt selbständig zu arbeiten. Meine Psychotherapie hilft mir nicht weiter. Ich warte immer auf jemand, der mir sagt was ich werden soll oder wohin. Meine Eltern sind auch total unsichere Menschen. Viel vererbt und auch so erzogen wurden. Mich ärgert das, weil ich gerne stark sein möchte ohne Angst. Ich will mut haben, fröhlich durchs Leben gehen, leben wieder genießen können. Das geht schon Jahre so und immer bin ich frustriert, Gedanken kreisen, Angst irgendwann etwas bereut zu haben mit dem beruflichen. Mein leben ist total durcheinander. Ich bin kurz davor wieder in eine Klinik zu gehen, aber such da weiß ich, ich kann nicht von meinen Problemen weglaufen und nah so einem Aufenthalt, ist vieles wie immer.

Antwort
von beangato, 26

Vlt. solltest Du damit anfangen, Dir eine eigene Wohnung zu suchen. Das wäre meiner Meinung nach der erste Schritt zu mehr Selbsständigkeit. Du verlässt Dich vlt. viel zu sehr auf andere Menschen.

Ich weiß nicht, welche Ziele Du hast und auch nicht, ob Du Dir diese evt. Ziele zu hoch gesteckt hast.

In Deinem Alter hatte ich schon 3 Kinder.

Kommentar von MrWatson84 ,

Danke dir für die Antwort. Das habe ich sehr oft schon gedacht, mit meinem Alter, da sind andere schon verheiratet oder haben Kinder. Ich fühle mich auch nicht wie 32. es ist, als wäre ich irgendwo mal stehen geblieben und es ging nicht mehr weiter mit der Entwicklung. Natürlich Vergleich ich mich dann auch mit anderen, aber das sollte ich lassen.

Kommentar von beangato ,

Ja, den Vergleich mit anderen solltest Dlassen.

DU bist DU und nicht irgendwer anders.

Nimm Dein Leben selbst in die Hand - vlt. auch weit weg von Deinen Eltern. Du schaffst das schon.

Antwort
von Masakopanik, 17

Hallo MrWatson84

Hast du ein Burn-out? Du brauchst eine starke Hand die dich stuetzt und fuehrt. Ich fühle mit dir. Ich bin 33 und wohne auch noch zuhause bei meinen Eltern. Aufgrund meiner schweren chronischen Krankheit hab ich keine Arbeit, keinen Freund/Mann. Wenn ich dann wieder traurig bin, nehme ich meinen MP3 Player und tauche in meine Welt ab. Das macht mich wieder glücklich. Meine Eltern unterstützen mich soweit sie können. Auf der faulen Haut sitze ich nicht! Ich helfe viel im Haushalt um mich erkenntlich zu zeigen. 

Du musst dich mit dir auseinandersetzen. Schreib auf was dir gefällt und was nicht.

Antwort
von Gimpelchen, 14

Hallo Mr Watson 84

Ich habe deinen Text gelesen und dabei festgestellt dass du einen unglaublich großen Pluspunkt hast. Denn du möchtest unbedingt wieder fröhlich sein, wieder mitten im Leben stehen und wieder viele positive Dinge machen.

 Das ist ein ganz großer Pluspunkt an dem du dich jeden Tag festhalten kannst! Das solltest du immer nutzen um neue Wege einzuschlagen wie zum Beispiel eine neue Therapie?! Vielleicht kommst du mit deinen jetzigen Therapeuten nicht so zurecht wie du das gerne möchtest. Vielleicht ist es dir möglich einen anderen Therapeuten heranzuziehen und mit ihm alles zu besprechen?!

Ich denke mal, da du im Moment absolut keinen Plan hast -,außer dass du ein ganz großes Ziel hast von dem ich gerade sprach, -dass du dir mal eine Auszeit nehmen solltest. Bist du schon länger in Psychotherapie? Dann könntest du vielleicht mal für ein Vierteljahr einen stationären Aufenthalt machen. In dieser Zeit kämst du dann mal zur Ruhe und könntest mit Fachkräften über deinen Lebensweg sprechen.

 Dir fehlt professionelle Hilfe, die dich an die Hand nimmt und die dir für die nächste Zeit den Weg weist. 

Ich glaube schon, dass du stark genug bist um diese Dinge dann weiter führen zu können. Denn wie geschrieben: dein ganz großer Pluspunkt ist dass du den unbedingt den Willen hast wieder glücklich zu werden, um ein konstantes Leben zu führen.

Vielleicht solltest du dich auch nach weiteren Beratungsstellen umschauen. Viele Städte oder Gemeinden haben auch Abteilungen wie soziale Dienste ect. 

Die bieten Sprechstunden an für diverse Dinge. VIelleicht findest du dort etwas für dich.

Ich glaube wirklich, dass dir einfach der rote Faden fehlt. Werde tätig und schau dich um, wer dir weitere professionelle Hilfe geben kann. Und mit deinen Willen, wieder positives Leben zu führen sollte es dann eigentlich klappen.

Viel Erfolg wünsche ich dir! 

Kommentar von MrWatson84 ,

Hallo Gimpelchen,

Danke für deinen Rat...du hast glaube ich auch schon mal auf eine Frage von mir geantwortet.
Habe erst vor paar Wochen meine Therapieplatz gewechselt und anfangs war ich auch erst zufrieden und dachte, dass wird hier besser. Aber mittlerweile sehe ich da schon wieder rot. Ich weiß ich muss selbst viel tun und ändern. Aber ich habe das Gefühl, die meisten beurteilen mich nach dem äußeren. Ich bin halt sehr groß und viele sagen immer, was für ein toller hübscher Mann. Jeder Stuft mich immer ein als hätte ich studiert. Mich ärgert das manchmal...ich bin nicht der für den mich alle halten optisch gesehen. Wäre ich so, dann hätte ich bestimmt eine Freundin oder wäre selbstsicher im Leben und würde mein Leben im Griff haben.

Kommentar von Gimpelchen ,

.. Mich ärgert das manchmal...ich bin nicht der für den mich alle halten .....

Du musst versuchen zu lernen, DICH selbst zu akzeptieren. So wie Du im Moment bist.Im Moment...!!! Jeder macht in seinem Leben Entwicklungsphasen durch! Und jeder hat dabei seinen eigenen Rhythmus. Sei nicht zu ungeduldig,sondern entwickel Wege, die Du schaffen könntest.! 

Und lass dich nicht durch das Äußere anderer blenden! DIE haben nämlich auch ihr Päckchen zu tragen!! Beruf,Familie,Partnerschaft ect. Damit will ich sagen,dass es bei anderen auch ganz schön häufig im Gebälk kracht! 

Aber ...ist es nicht auch gut,dass Du im Moment so zerissen bist? Denn so entstehen ja neue Gedanken und neues Handeln! 

Du solltest jetzt wirklich versuchen neue Wege einschlagen. Schreibe eine Liste mit Dingen, die du demnächst schaffen möchtest.Und daneben,Dinge,die Du im Anschluss  packen möchtest. (die also noch etwas Zeit haben).

 Und dann versuchst Du diese -mit Zeit und ohne Druck- einzulösen.

Bitte nicht gleich so viele auf einmal.Das packt keiner! Sondern kleine  Schritte.Nach und nach.

Dann: Du verdienst doch regelmäßig...(Weshalb hast Du deine Whg. aufgegeben??) Magst Du dir für das neue Jahr nicht wieder eine nehmen?

Wäre das nicht ein kleiner Lichtblick /ein neuer Anfang für das neue Jahr? 

Ich drücke dir die Daumen für alles! 

Antwort
von Nashota, 17

Für solche Probleme gibt es Verhaltenstherapien. Gerade, wenn solche Verhaltensweisen anerzogen oder vorgelebt wurden.

Antwort
von BestLover, 14

Hallo, ich kann deine Lage durchaus nachvollziehen. Du suchst nach einem erfüllten Leben, nach einer Gewissheit über die Sinnhaftigkeit deines Lebens. Du kommst nicht mehr weiter, dass kenne ich. Das Leben geht zwar immer weiter, aber man selbst scheint nicht daran Teil zu haben. Wo ist der Frieden in deinem Leben? Wo ist die Freiheit deiner Freude? Du wirst sie nicht dort finden, wo Menschen sind. Denn Menschen haben Probleme, dort findest du keine Lösung! Ich sage dir, suche nicht nach einer Bestätigung für Frieden im Beruf, bei Freunden, bei einem Psychologen, sondern weit außerhalb von all dem. Verabschiede dich von all den Dingen, die dir ein erfülltes Leben versprechen, denn es funktioniert nicht! Es sind nur Dinge! Verabschiede dich von deinen hohen Ansprüchen an eine utopische Vorstellung eines Lebens, von denen du selbst weißt, dass du sie zu deinen Lebzeiten nicht erreichen kannst/wirst. Lass nicht nach, gib nicht auf, nach LEBEN zu suchen! Gib dein Leben nicht auf, sonst gibt dich dein Leben auf. Aus eigener Erfahrung sage ich dir, es ist der schwierigste Weg, aber der einzige. Wenn du darauf vertraust, dass deine Existenz von enormer Bedeutung ist und du nicht geboren wurdest, um zu arbeiten oder das meiste Geld zu verdienen, wirst du das finden, wonach du dein Leben lang suchtest. 

Deine Probleme holen dich ein? Ja,denn du erzeugst diese Probleme. Deshalb verschwinden  sie nicht, egal welcher Arzt auf dich einwirkt. Du brauchst einen Arzt, der dich liebt. Einen Arzt, der alles tun würde, um dich zu heilen. 

Ich sage dir aus eigener Erfahrung, dieser Arzt existiert! Denn er sagt: Ich bin der Herr, dein Arzt. Höre nicht auf nach Antworten zu suchen, aber höre auf, dich auf dein Herz zu verlassen. Verlasse dich auf den Arzt, denn er sagt zu all seinen Patienten: Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.

Ich wünsche von ganzem Herzen, dass es dir besser geht und bete deshalb zu unserem Arzt, Jesus.

Antwort
von Teodd, 16

1. Dir kann nur künstliche Intellekt helfen, aber in momentan existiert er nicht. Psychologe sind zu schwach und können sogar Analyse nicht stellen. Es ist wie ein Arzt sagt "vielleicht du hast diese Krankheit, probiere diese Mittel". Ich führchte, sie betrachten den Kranke eher Geldtasche...

2. Unsicherheit bekämpfen, also ich habe so gemacht - ins Auge schauen (mit fremden Menschen üben), Fehler nicht Kritisch wahrnehmen (Sei chillig, als ob egal nach Fehler.)

3. Du brauchst Lebensbefriedigung z.b Emotionale Erfahrungen (fallschurmsprung, Frau kennengelernt). Sowas starkes - hast du eine Frau?

4. Eigene Wohnung besorgen. Du muss Selbstständig fühlen.

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