Ich habe ein Team um mich, das hochmotiviert arbeitet. Ich überlege nun, ob ich allen das Du anbiete. Wie sind Eure Erfahrungen zu diesem Thema?

Obwohl sich bei uns unter Kollegen generell geduzt wird, und Viele auch den Chef duzen, bleibe ich bei meinem Vorgesetzten lieber bei dem "Sie". Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es sich per "Sie" einfacher und auch objektiver reden lässt, besonders, wenn da mal Meinungsverschiedenheiten herrschen. Aber es muss und sollte Jeder für sich selbst entscheiden, wie er da verfahren will.

Meine Erfahrung in ähnlicher Situation war so, dass mir mein Chef in einer halb-privaten Situation das "Du" angeboten hat... und ich habe es zum Anlass genommen, allen anderen ebenfalls aus der Situation heraus das "Du" anzubieten. Ob diese Erfahrung aber auch auf deine Situation anwendbar ist, musst du selbst entscheiden.

da das team gut arbeitet und dich als anführer akzeptiert, kannst du das ruhig machen. die autorität kommt über deine kompetenz, nicht über das "sie" zustande.

Mit Duzen bei bestehendem Vorgesetztenverhältnis habe ich nur negative Erfahrungen gemacht.
Überlege Dir bitte auch, daß Du Deine Leute in eine gewisse Zwangslage bringst, wenn du als Vorgesetzter das Du anbietest. Selbst, wer das nicht will, wird kaum Nein sagen können. Am schlechtesten ist es, wenn Du mit dem einen im Team per Du bist und dem anderen nicht.
Duzen im Beruf ist im übrigen unprofessionell.
Eine Alternative wäre möglicherweise Vorname und Sie.

Eine gewisse Distanz Arbeitnehmer u. -geber ist in Ordnung. Finde das förderlich für Alle. Der Chef ist nun mal der Chef, selbst bei einem eingeschworenem Team. Anders seh ich das bei Vorgesetzten die unter dem Chef stehen im Bezug auf die "normalen" Mitarbeiter, würde ich als Chef die selbst entscheiden lassen.
Bei mir im Büro - ca. 50 Beschäftigte - hat man vor Jahren eine Ausnahme gemacht und aus den eigenen Reihen jemanden in die Chefposition gebracht - normalerweise wurde solche eine Stelle ausgeschrieben. Da dieser Kollege sich mit fast allen Kollegen duzte, blieb es natürlich auch dabei. Er hat es bis heute nicht geschafft und wird es leider auch nie - befürchte ich - schaffen, als Autorität anerkannt zu werden. Mag ja sein, dass dies nicht unbedingt das richtige Beispiel ist - zeigt jedoch, dass eine gewisse Distanz in manchen Fällen sein muss. Bis dato hatte ich geglaubt, dass die Kollegen besonders solidarisch sein und ihm zur Seite stehen werden. Ist aber nicht so - trifft er eine Entscheidung, stehen sogleich etliche Kollegen bei ihm im Chefzimmer und wollen diskutieren, warum und wieso er diese oder jene Entscheidung getroffen hat. Bei dem alten Chef gab es dies niemals - seine Entscheidungen waren Fakt.
Also ich bin mit meiner chefin auf Du und Du. Seit dem wir das gemacht haben, ist das Arbeitsklima noch viel besser geworden. Wir verstehen uns super, auch privat. Sie ist zwar um einiges älter aber trotzdem schätzen wir beide uns sehr. Ich würde aber nur dem Chef die Frage überlassen, das Du anzubieten nicht umgekehrt, das schickt sich nicht.

Lass es ! Niemals ! man kann sich ja Siezen und mit dem Vornamen anreden.
Richtig, so halte ich es auch.
Genauso würde ich es auch formulieren gri1su