Frage von technikou78, 80

Mit CFDs handeln?

Maaaahlzeit!

Meine Frage bezieht sich auf das Traden mit CFDs, kennst sich da jemand ein bisschen aus? Ich habe selber noch nie große Erfahrungen damit machen können, aber ein Arbeitskollege findet es ziemlich interessant und ich bin irgendwie neugierig geworden. Welche Anbieter sind da seriös? Hab schon viel Schlechtes über das Traden gehört, würde es aber zu gerne mal probieren...

Antwort
von BrokerDeal, Business, 50

CFDs sind eine großartige Alternative zu den intransparenten, ich würde fast sagen verbrecherischen Optionsscheinen und Zertifikaten. Die die Emittenten so preisen wie es ihnen beliebt für den Otto Normalverbraucher. Nur bei wenigen, sehr speziellen Strategien sind diese Derivate zu bevorzugen.

Für den großen Rest der Trader sind CFDs, Aktien und Futures die einzig sinnvollen Instrumente. Futures und Aktien sind allerdings sehr kapitalintensiv. Und genau hier kommen CFDs ins Spiel. Durch den Handel auf Margin erlauben sie auch Kleinanleger im Spiel der Großen mitzumachen. Dank der 1:1 Kursbewegung des CFDs zum Original-Underlying auf sehr professionellem Niveau.

Hier kommt es dann aber schon stark auf einen geeigneten Broker an. Es gibt zwar einige seriöse Market Maker, Beispiele wären GKFX oder Admiral Markets, die für gute Kursstellung und Orderausführungen sorgen. Da ein Market Maker aber die Verluste seiner Kunden kassiert als Gegenpartei, gibt es hier noch immer viele die ich nicht empfehlen würde. 

Dann gibt es da noch STP oder DMA-Broker: diese haben mehrere Liquiditätsprovider wie Deutsche Bank, Citi, Morgan Stanly etc. angeschlossen, suchen sich in diesem Pool an Kursstellern den jeweils besten An- und Verkaufskurs für die Kunden raus, leiten die Orders dann an den entsprechenden Provider und verdienen nur an einer objektiven Kommission. 

CFDs haben viele Vorteile und nur wenig Nachteile bei striktem Risikomanagement. Wer gerne zockt mit höheren Stückzahlen und weiten oder gar keinen Stopps, der sollte entweder zu Knock Out Zertifikaten greifen oder zu CFD-Brokern ohne Nachschusspflicht. Mehr Infos zum idealen Broker und zu vielen Themen rund um CFDs, Trading & Co findest du auf brokerdeal.de. Mit vielen empfehlenswerten Brokern bei denen Mitglieder sogar günstiger handeln können als bei einer direkten Kontoeröffnung, ohne Nachteile natürlich.

Viel Erfolg beim Trading
Michael Hinterleitner

Antwort
von AlexChristo, 50

Bin zwar etwas spät dran mit meiner Antwort, aber dennoch:

1. Traden mit CFDs ist seriös, genau wie Aktienhandel. Die Risiken mit CFDs sind jedoch größer als beim Aktienhandel.

Wer sich mit Traden beschäftigt, dem empfehle ich.... oh dem würde ich viel empfehlen. Am besten erstmal mit Aktien anzufangen und von Profis zu lernen.

 CFDs gehören zu den hochspekulativen Geschäften mit dem Risiko eines blitzartigen Totalverlustes. Nur was für wirkliche Zocker, aber nicht für Normalanleger.

Also generell ist Traden nichts für "Normalanleger", denn Traden hat einfach höhere Ansprüche. Da mit meine ich nicht einmal besonderes Wissen, sondern eher mentale Anforderungen. Man muss viel besser mit Verlusten, Gewinnen und Risiken umgehen können. Das ist anstrengend.

Das Risiko eines blitzartigen Totalverlustes besteht nur dann, wenn man

1. keine Ahnung hat was man tut oder
2. kein ordentliches Risikomanagement betreibt. Beispiel die Sachen mit dem Schweizer Franken. Hier muss man klar sagen: Alle wussten, dass der Staat dort eingreift und der Kurs nicht "natürlich" ist sondern gesteuert wurde. Viele haben mit vollem Hebel gezockt (sonst nutze ich das Wort nicht gerne, ab in diesem Zusammenhang ist es angemessen) und dann ist es halt passiert.

3. Wenn man sich für schlauer hält als der Markt ;-).

Antwort
von hamburger69, 54

Habe mal im Zug mit einer Frau gesessen, die 10 Jahre bei ihrer Bank getradet hat und sich dann als Traderin selbständig gemacht hat. Ein Trade ist aus dem Ruder gelaufen und sie hatte danach 50.000€ Schulden (in ca. 20 Minuten).

Das erzählte ich einem Studenten, der meinte dass sein KUmpel seit Jahren CFDs tradet und das nichts passieren kann, wenn man alles mit Stop LOss absichert.

Dann kam die Loslösung des Franken vom Euro: Der Franken stieg innerhalb weniger Minuten um 20 Prozent: Es gab stundenlang keine Kurse und Trader, die mit ein kleinen Positionen engagiert waren, hatten plötzlich 50.000€ Schulden, viele Broker brachen zusammen.

Ich schätze, dass man zwei Jahre braucht, um die Märkte so zu verstehen, dass man mitmischen kann. Und das Traden ist dann nochmal richtig schwierig; Viele Leute, die als Anleger erfolgreich waren, waren schlechte Trader.

Antwort
von Diodeicieli, 51

CFDs handelt man nur, wenn man sich mit dem Thema auskennt. Mit auskennen meine ich nicht nur zu wissen, was CFDs sind, sondern wie technische Analyse, Chartanalyse, auswerten von Unternehmensdaten funktioniert. Andernfalls wird man sein Geld verlieren, und darauf beruhen auch die meisten Negativerfahrungen.

Antwort
von Hideaway, 48

1. Grundsätzlich: Traden ist nur etwas für Leute, die

  • Ahnung von der Materie haben
  • genügend Geld übrig haben (nur überschüssiges Geld soll man in Geldgeschäfte stecken)

2. CFDs gehören zu den hochspekulativen Geschäften mit dem Risiko eines blitzartigen Totalverlustes. Nur was für wirkliche Zocker, aber nicht für Normalanleger.

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