Frage von pikiii, 98

Mit Borderline und Depressionen Arbeit?

Frage steht oben . Ich soll arbeiten gehen bekommt mein Leben aber nicht mal so auf die Reihe . Verletze mich fast jeden Tag hab extreme Stimmungsschwankungen,Suizid Gedanken , Zusammenbrüche usw. Wie soll ich das dan auf Arbeit schaffen . Die haben mich ja deswegen schon aus der Schule geschmissen.was soll ich tun?

Antwort
von TrudiMeier, 45

Wende dich an den Integrationsfachdienst in deiner Stadt. Die werden dir helfen und sehen auch, ob du überhaupt in der Lage bist zu arbeiten. Sollte das der Fall sein, kann man dich in einem Integrationsbetrieb unterbringen. Das hätte den Vorteil, dass man über deine Krankheit informiert ist und auch dementsprechend Rücksicht nimmt. Auch wenn du es nicht packst, kannst du dort jederzeit wieder raus. Aber einen Versuch wäre es wert.

Antwort
von nil101, 31

Arbeiten gehen... Es versuchen u wenn es nicht klappt, wirst du einfach gekündigt u kannst zu Hause bleiben oder lass dich in einer Psychiatrie behandeln dann muss du nicht arbeiten gehen.

Antwort
von Leseratte87, 48

Lass dich einweisen. 

Kommentar von pikiii ,

Mach ich seit Jahren + 4 Klinik Aufenthalte

Kommentar von Leseratte87 ,

Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, du gibst dich weiter der Krankheit hin und leidest. Oder du versuchst, ein möglichst normales Leben mit der Krankheit zu führen. Ich bin selbst Bipolar, also auch psychisch krank, aber ich konnte mir nie vorstellen, mich in der Opferrolle des "Psychisch Gebeutelten" zu suhlen. Ich akzeptiere meine Krankheit, weiß, dass sie teils sehr gefährlich ist, aber ich weiß auch, dass diese Krankheit mir Möglichkeiten eröffnet, die andere nicht haben. Einige sagen, psychisch kranke sind kreativer, ob das stimmt, wird jeder sicher unterschiedlich beurteilen. Ich habe kalten Entzug meiner Antidepressiva gemacht und mit Yoga angefangen, dazu ist mein Tag gut organisiert, was mir wichtige Stabilität gibt. Dazu entscheide ich jeden Tag neu, was für mich heute angenehm ist, will heißen, ich esse, was mir schmeckt und worauf ich Appetit habe (von Diäten habe ich mich ohnehin verabschiedet), ob ich heute, sofern ich nicht zur Arbeit muss, etwas Kreatives machen oder den ganzen Tag fern sehen oder lesen will. Manchmal gehe ich nicht unter Leute, weil ich keine Menschen ertragen kann - auch das ist ok. Je mehr du akzeptierst, dass du krank bist und lernst, mit der Krankheit zu arbeiten, statt dagegen, je besser wirst du deinen Alltag damit gestalten können.

Ich weiß, dass es schwer ist, und es ist auch schwer, es anderen gegenüber zuzugeben, dass man krank ist (viele stempeln einen gleich als Tablettenfressender Psycho ab, der in der Zwangsjacke durchs Klinikum geführt und gegen seinen Willen mit Medikamenten vollgepumpt wird), aber es ist wichtig, dass Leute verstehen lernen, dass du "anders bist" und dass man dir eben in manchen Situationen nicht zu nahe kommen sollte. 

Aber dich weiter in die Opferrolle zu begeben ist - meiner Meinung nach - ein falscher Weg.

Kommentar von pikiii ,

Will ich ja auch nicht ich bin ja auch so zur Schule die mich dan rausgeschmissen hat . Ich weiß aber wirklich nicht wie ich das schaffen soll

Kommentar von TrudiMeier ,

Ich weiß aber wirklich nicht wie ich das schaffen soll

Da ist der Casus Knaxus bei dir. Du gehst von vornherein davon aus, dass du es nicht schaffst - ohne es versucht zu haben!

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