Frage von pepsicolalight, 33

Mit Abgelungssteuer wirklich alles abgegolten?

Hallo Aktienexperten,

mal angenommen ein Gewerbetreibender ist Depotinhaber und kauft am 01.01.16 Aktien für 100.000€. Am 31.12.16 verkauft er alles wieder für 200.000€ und macht somit einen Gewinn von 100.000€. Nun werden hiervon 25% Abgeltungssteuer direkt ans Finanzamt abgeführt (Soli, Kirchst lassen wir mal weg). Dem Gewerbetreibender bleiben somit 75.000€, welche auch die einzigen Einkünfte in diesem Jahr waren.

Nun zur Frage: Laut Einkommensteuerrechner müssten für 100.000€ Einkünfte knapp 33.000 an den Fiskus abgedrückt werden. Muss der Gewerbetreibende, neben den 25.000 die bereits gezahlt wurden, zusätzlich noch weitere 8.000 nach der Abgabe seiner Ekst Erklärung ans Finabzamt abdrücken oder ist mit den 25K Abgeltungssteuer wirklich alles abgegolten?

Antwort
von Steuerbaer, 20

Wenn der Gewerbetreibende die Anteile im Betriebsvermögen hält, hat die Abgeltungsteuer keine abgeltende Wirkung. Vielmehr muss der Gewinn aus dem Verkauf zu seinen Einkünften aus Gewerbebetrieb hinzugerechnet werden ( bzw. eigentlich nur 60 % davon ). 

So wird der Gewinn dann mit dem individuellen Steuersatz besteuert und die bereits gezahlte Abgeltungsteuer auf die Einkommensteuer angerechnet.

Auch wenn das Depot im Privatvermögen gehalten wird, besteht die große Veranlagungsoption, also den Gewinn zu den übrigen Einkünften hinzurechnen zu lassen und individuell zu besteuern. ( Das macht Sinn, wenn der individuelle Grenzsteuersatz < 25 % beträgt)

Antwort
von coolboy153, 19

Das ist ja auch der Vorteil reicher Leute das sie damit mir 25% zahlen während ihr eigentlicher Steuersatz höher ist und sie somit bei einer normalen Einkunft mehr Geld abdrücken müssen

Antwort
von Hefti15, 22

Mal unabhängig davon, ob die Voraussetzungen vorliegen.... Das Wort Abgeltungssteuer beinhaltet die Lösung schon im Wort. Es ist alles damit abgegolten!

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