Frage von aqiqi, 66

Mit 18 arbeiten Mutter hartz 4?

Hallo, Ich bin 17 und werde in 4 Monaten 18 und wohne derzeit bei meinem Freund. Laut gesetzlicher Regelung darf ich , weil meine Mutter ja hartz 4 bezieht , nicht mehr als um die 180 Euro mit einem Nebenjob verdienen. Jetzt stellt sich mir die frage ob wenn ich mich mit 18 ummelde, was ich zurzeit noch nicht gemacht habe, ich dann mehr als diese 180 euro verdienen darf? Und ändert sich das generell wenn man 18 wird? Oder wird meiner Mutter der Rest des Gehalts sogar berechnet? Danke im vorraus.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz 4, 13

Das deine Mutter Veränderungen umgehend mitzuteilen hat wisst ihr aber,damit spiele ich auf das Wohnen bei deinem Freund an ?

Woher hast du denn die Info das du nur bis zu 180 € verdienen darfst,dass ist Schwachsinn ?

Du kannst verdienen was du willst / darfst und bekommst,nur wird dieses Einkommen dann nach Abzug deiner Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll auf deinen Bedarf angerechnet.

Das sind von deinem Bruttoeinkommen zunächst die 100 € Grundfreibetrag,von 100 € - 1000 € Brutto 20 % Freibetrag und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge werden dann addiert,theoretisch von deinem Nettoeinkommen abgezogen und ergibt dann das anrechenbare Nettoeinkommen und das wird dann von deinem Bedarf abgezogen den du bei deiner Mutter hast.

Kannst du deinen Bedarf aus deinem anrechenbaren Einkommen selber decken,dann würdest du aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Mutter raus sein.

Sie würde dann also nichts mehr für dich bekommen und du musst zumindest deinen Anteil der Wohnkosten / Abschlag Haushaltsstrom an deine Mutter zahlen und sich mit ihr einigen ob du Kostgeld für die Verpflegung zahlst oder es selber übernimmst.

Würdest du bei deiner Mutter weiter wohnen und du soviel anrechenbares Einkommen haben das du dein Kindergeld zur eigenen Bedarfsdeckung nicht oder nur noch teilweise brauchen würdest,dann würde der Überschuss bzw.max. das volle Kindergeld auf den Bedarf deiner Mutter angerechnet.

Da das Kindergeld dann wieder zu ihrem sonstigen Einkommen werden würde,könnte sie davon max. die 30 € Versicherungspauschale geltend machen,wenn sie nicht schon anderweitig Freibeträge geltend macht,wie z.B. auf Erwerbseinkommen,denn dann würden diese 30 € schon im Grundfreibetrag von 100 € enthalten sein.

Ziehst du aber bei deiner Mutter offiziell aus,meldest dich also ab,dann könnte es passieren das die Wohnung dann für deine Mutter alleine zu groß bzw.zu teuer wird und sie nach einer Übergangszeit von in der Regel 6 Monaten ( solange würde sie auch die unangemessenen KDU - weiter gezahlt bekommen ) ausziehen muss bzw.schon vorher,dass müsste sie sich dann in dieser Zeit überlegen.

Entweder also dann innerhalb dieser Übergangszeit eine angemessene Wohnung suchen oder nach der Übergangszeit die Differenz von angemessenen zu unangemessenen KDU - selber zuzahlen,denn dann bekommt sie nur noch die angemessenen KDU - gezahlt.

Nach deinem offiziellen Auszug steht dir dein Kindergeld zu,wenn du nicht min. Unterhalt in Höhe deines Kindergeldes bekommst.

Deine Mutter sollte bzw.muss dann das Kindergeld nachweislich an dich weiter leiten,denn sonst würde es als Einkommen auf ihren Bedarf angerechnet und ihre Leistungen dementsprechend gekürzt.

Also sie hätte dann nicht wirklich etwas davon dir das Kindergeld nicht zu geben,mit Ausnahme der evtl. 30 € Versicherungspauschale,diese hätte sie dann evtl.mehr als ohne.

Entweder überweist sie es dir selber oder sie schickt der Familienkasse eine Veränderungsmitteilung mit deinen Bankdaten,dann bekommst du es direkt auf dein Konto überwiesen.

Die Veränderungsmitteilung findest du im Internet auf der Seite der Familienkasse der Agentur für Arbeit.

Antwort
von Akka2323, 27

Wenn Du ausziehst und arbeitest, kannst Du mit Deinem Geld machen, was Du willst. Deine Mutter kriegt dann kein Kindergeld mehr für Dich und Dein Anteil von Miete und Lebensunterhalt entfällt auch.

Kommentar von aqiqi ,

Ich mache derzeit Abitur , bekommt meine Mutter dann nicht trotzdem kindergeld ? wird das dann mir ausgezahlt oder entfällt das komplett?

Antwort
von Kandahar, 24

So bald du nicht mehr mit einer Mutter eine Bedarfsgemeinschaft bildest, kannst du verdienen so viel du möchtest und es hat keine Auswirkungen auf die Bezüge deiner Mutter. Ebenso hast du nichts mehr mit dem Amt zu tun.

Bleibst du aber bei deiner Mutter, dann bildest du so lange du dort bist, eine Bedarfsgemeinschaft mit ihr und euer beider Einkommen wird gegen gerechnet.

Das wäre natürlich genaus so, wenn du bei deinem Freund lebst und einer von euch beiden Hartz IV bezieht. Auch dann würdet ihr eine Bedarfsgemeinschaft bilden und müsstet für einander einstehen.

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