Frage von dingo884, 36

Mit 17 nach Abi direkt studieren?

Hi, ich habe nächstes Jahr im Sommer mein Abi. Da ich G8 habe, bin ich dann noch 17. Ich weiß schon genau, dass und was ich ich studieren möchte. Nur frage ich mich, ob das nicht zu früh ist: Sollte ich erst einmal ein Jahr "Pause" machen? Dann finde ich doch wahrscheinlich nur Minijobs oder? (abgesehen von Au-Pair/Work and Travel usw.) Des Weiteren wird das doch bestimmt schwierig mit der Wohnungssuche? Ich wohne dann von meinen Eltern weit weg und bin minderjährig..

Danke im Voraus :)

Expertenantwort
von Ansegisel, Community-Experte für Studium, 12

Es gibt immer mehr Studierende, die bei Studienantritt noch minderjährig sind. Formal ist das daher kein Problem. Schau mal, wie das Prozedere an deinen Wunsch-Unis abläuft (wenn du im Internet nichts findest, rufe bei der Studienberatung an). In der Regel kann man aber bereits bei der Bewerbung eine Generaleinwilligung der Eltern beilegen, so dass man den Großteil der universitären Einrichtungen nutzen kann. Lediglich bei schwerwiegenderen Angelegenheiten wie Wechsel von Studiengängen, Rücktritt von Prüfungen oder Ähnlichem ist dann noch die Unterschrift der Eltern notwendig.

Die Wohnungssuche ist formal auch kein großes Problem. Bei den örtlichen Studentenwohnheimen schon gar nicht und auch nicht bei städtischen oder privaten Vermietern. Die wollen, auch wenn man ein volljähriger Student ist, wahrscheinlich sowieso eine Elternbürgschaft haben, so dass die Eltern so oder so mit im Boot sind.

Ich würde dir aber auch zu einem Jahr Pause raten. Nicht wegen der Formalitäten sondern einfach, weil es der persönlichen Entwicklung gut tut, nicht nur von einer Bildungseinrichtung in die nächste zu wechseln, sondern dazwischen auch mal ein bisschen was vom Leben da draußen mitzubekommen.

Ich würde dir sogar ein FSJ oder einen Bundesfreiwilligendienst empfehlen. Viel verdient man da zwar nicht, aber gerade das Engagement im sozialen Bereich kann einem durchaus nochmal einen ordentlichen Entwicklungsschub geben. (Ich bin in meinem damaligen Zivildienst das erste Mal mit wirklichen sozialen und gesundheitlichen Härten konfrontiert worden. Das war nicht leicht, aber die Arbeit war trotzdem unheimlich befriedigend und von den damals gemachten Erfahrungen profitiere ich noch heute.)

Viel Erfolg in jedem Falle, wie auch immer du dich entscheiden wirst!

Antwort
von cub3bola, 24

Studentenwohnheim, geht schon ... aber Jahr Pause klingt ganz gut.

Minijobs aber nicht, wie wär es stattdessen mit ner Weltreise als Rucksacktourist? Alternativ eine soziales Jahr im Ausland oderso.

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