Mit 16 selbst einweisen.. Gibt's dann Probleme mit dem Jugendamt?

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10 Antworten

Ja, kannst du. Ab 14 kannst du selber sagen, du möchtest freiwillig in die Klinik. Nur kommst du dann erst einmal auf eine lange Warteliste. Anders ist es, wenn du akut selbst- oder eigengefährdet bist (was ja scheinbar der Fall ist). Dann wirst du als Akutfall sofort aufgenommen.

Mit dem Jugendamt gibt es da eigentlich keine Probleme. Die werden auch nur informiert, wenn die Ärzte bemerken, dass das Wohl des Kindes zu Hause gefährdet ist. Dann wird vorsichtshalber das Jugendamt informiert. Stell dir einmal vor, die müssten alle Kinder in der Klinik überprüfen. Da würden sie ja nicht wirklich fertig werden.

Auch das mit den Medikamenten ist kein Problem. Mit 16 haben deine Eltern bei solchen Medikamenten nichts mehr groß mitzureden. Und gerade wenn es um massive Suizidgedanken geht, haben weder sie noch du groß mitzureden. 

Am besten gehst du sobald wie möglich zum Hausarzt und erzählst ihm von deinen Gedanken. Der wird für den Rest sorgen. Falls davor schon ein Notfall entsteht, ruf bitte die Rettung an oder fahr ins nächste Krankenhaus. 

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Erstens würde ich mit dem Therapeuten über die Einweisung reden: Egal wie hilfreich Du diesen finden magst.. oder eben nicht: Er kann diese Einweisung relativ unkompliziert veranlassen,- bzw. vielleicht eine für Dich passende Therapieeinrichtung finden.

Zu dem Problem: "Medikamente ja oder nein... Mutter": >> "So schnell schießen de Preußen nicht!"  Deine Mutter kann ja ruhig zuerst einmal gegen Medikamente sein: Im Arztkontakt kann man dann ja gemeinsam erörtern, was Du dann wirklich brauchst oder nicht und dann sieht man weiter. Eine Ablehnung ist in der Regel kein Grund das Sorgerecht einzuschränken, es sei denn ´Deine Mutter gefährdet ernstlich Dein Leben... aber auch hier gehören dann alle Hintergründe erst mal erleuchtet.

Zu guter Letzt: Du kannst Deinen "Notstand" dokumentieren: Du gehst einfach selbst an die Aufnahme der Psychatrie... und stellst Dich vor. "Ich will jetzt hier rein, sonst kann ich für mich und mögliche Handlungen nicht wirklich garantieren"

Das würde zumindest mal für diesen Tag/Nacht gelten und zu einem Arztgespräch führen... dann sieht man weiter,- aber die Dringlichkeit Deines Anliegens wäre auch dokumentiert

Sincerely, Norbert

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Du kannst dich nicht selbst einweisen. Das macht ein Arzt. Das Jugendamt hat damit nichts zu tun.

WEnn es von Fachkräften als sinnvoll angesehen wird, aber deine Mutter dagegen ist - dein Vater aber dafür - dann kann er durch das Familiengericht die medizinische Sorge für sich alleine ausstellen lassen.

Wenn beide dagegen sind...den Fall hatte ich noch nicht. Das weiß ich also nicht genau. Es kann aber sein,dass das Jugendamt dann , was das Medizinische angeht, die Amtsvormundschaft für dich übernimmt.


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Kommentar von Menuett
18.11.2016, 15:51

Wie kommt ihr darauf, dass sie sich nicht selbst einweisen kann?

Klar, sie geht hin, sagt dass sie akut selbstmordgefährdet ist und dann fragt kein Mensch mehr nach einer Einweisung.

Sie ist 16.

Ab dem 14. Geburtstag obliegt es dem Arzt, ob er den Jugendlichen für reif genug hält, eigene Entscheidungen zu treffen.

Hält er sie für reif genug, wird die Mutter gar nicht gefragt, ob sie einverstanden ist oder nicht.

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Du kannst den Notruf 112 wählen und etwas von Suizidgedanken oder Absichten sagen, dann bist du schnell in der Klinik. Im Alter von 16 muss Deine Mutter wegen Medikamente nicht mehr gefragt werden, es besteht bis zu einem gewissen Grad sogar äzrtliche Schweigepflicht gegenüber den Erziehungsberechtigten.

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Kommentar von loveBTK
18.11.2016, 15:24

Wenn ich einen Suizid andeute kommt das Jugendamt erst recht. Und wird wohl fragen was bei uns zuhause abgeht, mit dem Jugendamt wollte ich eigentlich nicht viel zu tun haben. 

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Du selbst kannst Dich gar nicht einweisen. Wenn veranlasst das der Therapeut oder ein Dich behandelnder Arzt.

Ohne direkte Einweisung wirst Du in der KJP nur in einer Krisensituation aufgenommen, wenn Du für Dich selbst oder Dritte eine Gefährdung darstellst.

Auch Medikamente dürfen Dir in einem solchen Fall nur mit Zustimmung desjenigen verabreicht werden, in dessen Hand die gesundheitliche Sorge liegt. Wenn dies abgelehnt wird, hat das JA keine Handhabe gegen Deine Eltern.

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Kommentar von WalterE
18.11.2016, 16:01

Das JA kann durchaus die notwendigen Schritte veranlassen wenn Eltern meinen ihrem Kind aus ideologischen Gründen eine medikamentöse Therapie verweigern oder untersagen zu können: https://dejure.org/gesetze/BGB/1666.html "

(1) Wird das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen gefährdet und sind die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage, die Gefahr abzuwenden, so hat das Familiengericht die Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind."

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Zuerst einmal, wenn du das Gefühl hast, es könnte dir helfen solltest du auf jeden Fall in eine Klinik gehen. 

Vor dem Jugendamt solltest du wirklich keine Angst haben. Ich hab da selber Erfahrungen mit gesammelt, denen ist das wohl des Kindes oder Jugendlichen das höchste Gebot. Du musst also keine Angst haben, deine Eltern verlassen zu müssen, wenn sich diese gut um dich kümmern....

Alles Gute für deine Zukunft❤

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Wenn du in eine Klinik gehst, dann erfährt das Jugendamt dies überhaupt nicht.

Wenn Du akut selbstmordgefährdet bist, dann kannst Du natürlich in eine Klinik gehen.

Wie alt bist Du? Ab 14 kann Deine Mutter gar nichts mehr groß gegen eine Medikamentation machen.

Dann kommt es nur darauf an, ob Du sie willst oder nicht.

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Wenn du deinem Therapeuten oder irgendeinem Arzt von deinen Suizidgedanken erzählst wird er für die Einweisung sorgen. Ob mit oder gegen deinen Willen oder den deiner Eltern. 

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In der Regel wird das Jugendamt eingeschaltet, ja. Was aber genau gemacht wird, wird man dann sehen. Es ist abhängig von so vielen Faktoren, dass das hier unmöglich beantwortet werden kann. Du kannst dich übrigens im Jugendamt auch anonym beraten lassen.

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Das Jugendamt wird eher eingreifen wenn deine mutter dich nicht unterstützt.

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Kommentar von loveBTK
18.11.2016, 15:24

Also auch das Sorgerecht entnehmen? 

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