Frage von xXxXx123xXxXx, 155

Mit 16 in Gold investieren?

Hallo Leute, ich bin 16 Jahre alt und interessiere mich sehr für Geld. Leider kann man erst mit 18 an die Börse gehen, was ich dann auf jeden Fall machen werden.

Ich bin nicht der Typ, der Geld nimmt und nur auf die Bank bringt. Ich möchte investieren und später absahnen. Deswegen hatte ich jetzt die Idee, mir Goldmünzen (reine) zu kaufen, dann ein paar Jahre warten, gucken wie der Kurs läuft und die Münzen dann mit Gewinn zu verkaufen.

Was haltet ihr von der Idee?

Antwort
von Aaron84, 47

Warum bist du überhaupt überzeugt das der Goldpreis steigen muss? In deiner Frage sagst du, dass du dein Gold in ein paar Jahren halten möchtest, um es mit Gewinn zu verkaufen. Das Problem ist aber das der Goldpreis extrem volatil ist und der faire Wert praktisch nicht zu bestimmten ist. Während man bei z.B. Aktien das Unternehen analysieren kann und daraus einen fairen Wert bestimmen kannst ist Gold ein reines Spekulationsobjekt. Woran möchtest du den einen guten Preis festmachen? Historisch gesehen hat sich ein Goldinvestment gegenüber andere Anlageformen nicht gelohnt (siehe Bild), was natürlich nicht bedeutet das es für gewisse Zeiträume Ausnahmen gibt, wie z.B. 2002-2013.

Vorallem bei kurzfristigen halten solltest du auch die relativ hohen Transaktionskosten beachten.

Antwort
von Cougar99, 75

Das ist reine Spekulation, die kann, muss aber nicht ertragreich sein. Erfahrene Geldleute meinen, dass Gold eher als "Eiserne Reserve" mit höchstens 1/3 der frei verfügbaren Beträge verwendet werden sollte - es behält eher seinen Wert, als dass grosse Sprünge nach oben erfolgen.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

33% ist eine hohe Marge, ich würde nicht über 10-15% gehen.

Antwort
von Mignon4, 46

Sorry, aber das ist sehr naiv!

Um an die Börse zu gehen, benötigst du Geld. Woher hast du das mit 18? Oder hast du eine dicke Erbschaft gemacht?

Wer an die Börse gehen will, sollte sehr viel Ahnung haben, denn sonst verliert er sehr viel Geld. Börse bedeutet keinesfalls immer, dass du nur absahnen kannst. Viele haben sich finanziell sogar völlig ruiniert.

Gold ist ebenfalls risikobehaftet. Ein paar Goldmünzen sind schön anzuschauen, sind aber keine echte Kapitalanlage, mit denen du in ein paar Jahren viel Geld verdienen kannst. Der Goldpreis steigt nicht nur, er fällt auch. Folglich kannst du auch hier verlieren.

Es ist prima, dass du dich schon jetzt mit dem Thema "Geld" auseinandersetzt. Möglicherweise wäre es für dich gut, einen Beruf zu ergreifen, der mit Geldinvestitionen zu tun hat. Dann lernst du nämlich nicht nur die Chancen einer Kapitalanlage kennen, sondern gleichzeitig auch die häufig sehr hohen Risiken!

Antwort
von Kirschkerze, 59

Ist sinnlos. Schau dir doch mal die Bewegungen des Goldkurses an. In 5-10 Jahren hast du die Bestellgebühren wieder drinnen, wenn es gut läuft. Gold eignet sich schlichtweg nicht als Geldanlage weil es nahezu keine Rendite abwirft

Kommentar von Laestigter ,

Bestellgebühren? - In jedem besseren Münzladen kann er sich 20er Vrenellis oder Sovereign für 230, bzw. 280 Euro gegen cash kaufen...

Selbst wenn er sich die schicken lässt, (also mit Kurier), dann kostet das nur ein "appel und ei", sprich bis 2500 Euro grad mal 15 Euro, wenn er bis 10000 anlegt, dann halt 20 Euro..

http://www.edelmetall-handel.de/lieferung/

Antwort
von Neubii, 66

In Gold zu investieren ist in keinem Alter eine Dumme Idee. Man kann es auch für schlechte Zeiten beiseite Legen, denn Gold ist immer was Wert im Gegensatz zu Geld.

Antwort
von InsertCoolName, 62

Das kannst du auch tun, ohne Gold zu kaufen. Warum ausgerechnet Gold?

Eröffne dir ein Musterdepot und lege dir mal ein paar Aktien zu und beobachte diese. Du bist 16, hast also alle Zeit der Welt und für den Anfang macht so etwas auch Spaß und man sammelt erste Erfahrungen.

Antwort
von ArminSchmitz, 34

Mein alter Herr war auch ein Goldfan. Der hatte nämlich Angst, daß es der DM (!!!!) genau so ergehen würde wie der RM.

Dummerweise hatte er seine güldenen Schätze genau zur falschen Zeit gekauft, nämlich in den 80er Jahren auf dem Höhepunkt der Goldhausse. Das Ende vom Lied war, daß er dicke Buchverluste einfuhr. Den Einstandspreis hat das von ihm erworbene Gold erst wieder erreicht, als er schon 20 (zwanzig!) Jahre unter der Erde lag.

Du hast mit Deinen 16 Jahren aber noch mehr Zeit wie mein alter Herr. Wenn Du 40 bist, ist Dein Gold wieder das wert, was Du dafür bezahlt hast. Könnten auch 10 oder 20 Jahre mehr werden.

Kommentar von Laestigter ,

????-  80er Jahre ???? - da hat sich nicht viel bewegt, von wegen "dicke Buchverluste" - in den 80er dümmpelte das so um die 400 herum..

https://static.boerse.de/cache/charts/XC0009655157/6e8820d56404c98858d4bac8a5005...

Und der Vollständigkeit sollte man erwähnen, dass der Preis von den 80er Jahren bis heute sich immer noch mehr als verdoppelt ist...

Kommentar von ArminSchmitz ,

Hast Du Dir den Chart nicht angeschaut? Da sieht man die dicken Buchverluste.

Simple Bundesanleihen rentierten sich im übrigen damals mit bis zu 10% pa. Da hätte man nicht bis heute für eine Verdoppelung des Kapitals warten müssen.

Kommentar von Laestigter ,

Achziger hattest du geschrieben, nicht 1980/81. 10 -15% sind doch keine "dicken Verluste"  , damüsste Ich mir ja die Kugel geben, weil Ich auch schon mal für 30 Euro Silbermünzen gekauft habe die nun 17 Euro wert sind...

Bundesanleihen bis 10 %? - soweit Ich das noch weis, staffelte sich das rauf bis 8%

Deinem alten Herrn ging es um Sicherheit - und von dem 1:10 Umrechnungskurs der RM ist das doch weit entfernt, also alles wie gewünscht!

Auch meine Goldanlagen sind nicht auf "Gewinn" ausgelegt - Ich möchte in gut 10 Jahren in Rente gehen und dem Staat nicht auch noch Steuern von meiner Rente zahlen müssen, weil Ich zuviel davon habe - Dann lieber jeden Monat ein oder zwei Münzen einlösen und 4-500 Euro zusätzlich einschieben...

Und ob das dann nur noch 80% oder 120 % vom Einkaufswert sind, ist mir schnuppe, darum gehts mir nicht...

Es ist sicher...

Kommentar von ArminSchmitz ,

1990, also sogar noch nach den 80er-Jahren, lag die Rendite von Bundesanleihen bei 9%.

10-15% keine dicken Verluste? Und das über 20 Jahre hinweg. Da muß man Gold schon sehr lieben um das hinzunehmen. Ich liebe meine Geldanlagen nicht, ich nutze sie.

Kommentar von Laestigter ,

Ich nicht, für mich sind sie reine Absicherung, so wie meine Silbermünzen und Barren- Besser mindesten 80% Wert als das Risiko auf gar nichts - Undes kann ja auch mehr sein. Der letzte Einkauf ( April 13??) erfolgte für 1000 euro die Unze -  nun sind wir bei 1180, also derzeit noch kein Minus, das gilt auch für die Käufe die Jahre davor...

Was die Anleihen betrifft,  die ja 1970 erstmals auf den Markt gekommen sind - da ist nicht interessant, was ich max. an Verzinsung bekomme, sondern der Durchschnitt

Seite 5 - da stehen die wirklichen Zinsssätze in der Grafik! - sowohl die durchscnitltichen , als auch die schöngerechneten für die letzten

Jahre. - Der Flyer ist vom Herausgeber, dem darfst du schon glauben...

www.deutsche-finanzagentur.de/fileadmin/user_upload/private-anleger/pdf/forum-bu...

Wohl eher im Durchschnitt 7,5% und nicht 9%,  nicht wahr?

.

Warum Ich das noch wusste? - Anfang der 90er hatte Ich 12000 DM zum anlegen für 10 Jahre - und habe mich dann letztendlich für die Sparkasse mit 8 % ohne Zinseszins entschieden - 10 Jahre lang jedes Jahr 960 DM als zusätzliches Weihnachtsgeld, da hatten die Anleihen keine Chance...

Kommentar von ArminSchmitz ,

Ich habe 1990 eine Bundesobligation gezeichnet, zu 9% Rendite. Die Bundesanleihen haben nur marginal achwächer rentiert.  Du liegst also falsch.

Kauf Dir ruhig Gold zur Absicherung. Was ich davon denke, hast Du ja schon gehört.

Antwort
von Ursusmaritimus, 49

Zumindest zahlst du für Goldmünzen keine Mehrwertssteuer.

Aber selbst eine 1/10 Unze kostet schon weit über hundert Euro und ist kleiner als ein Cent.

Kommentar von xXxXx123xXxXx ,

Aber eine 0,5g Münze von HSE 24 kostet um die 30. Wenn ich da nach und nach mal ein paar kaufe...?

Kommentar von Zeitmeister57 ,

1 g Gold kostet heute 37,97EUR.....

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Finger weg von diesen "Betrugsmünzen", damit wirst du nur arm! Sie kosten alle erheblich mehr als der Goldwert und sind keine zertifizierten und (gut) verkaufbare Münzen.

Nur Krüger Rand, Koala etc. sind eine sichere Münzgoldanlage

Kommentar von Mignon4 ,

Genau! Ursusmaritimus hat vollkommen Recht. Es gibt "echte" Goldmünzen, die einen Wert haben, und eben die "Betrugsmünzen", die an gutgläubige, ahnungslose Menschen verkauft werden, die den Betrug erst dann feststellen, wenn sie die Münzen wieder verkaufen wollen. :-))

Antwort
von AlpezinKomplex, 55

Guten Tag Herr xXxXx123xXxXx,

Erst einmal solltest du zusehen, dass du überhaupt genug Geld zusammenbekommst, um genug Startkapital zu haben. Danach nutzt du, wie du bereits geschrieben hast, vor dem nächsten Börsencrash das kapitalistische System aus.

Kauf meinen Merch

Antwort
von Zeitmeister57, 60

Eine Anlage in Gold halte ich nicht für sinnvoll. Es erwirtschaftet nichts in der Zeit in der Du es besitzt.

Außerdem ist Gold an den Dollarpreis gekoppelt und Du hast auch noch das Kursrisiko.

Fond-Sparen wäre evtl. eine Alternative für Dich.....

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Gold und Dollar sind seit rund 50 Jahren entkoppelt......

Kommentar von Zeitmeister57 ,
Kommentar von Laestigter ,

Eine bulgarische Seite.. klar, der würde Ich auf alle Fälle glauben..

http://www.gold-kaufen.biz/75/

Die sind auf dem 1944er Stand von Bretton Woods stehengeblieben, sehr traurig, ehemaliger Ostblock halt..

Die Rede am 15.August 1971 von Richard Nixon haben die bis heute nicht mitbekommen, als er die Entkopplung in einer landesweiten Rede verkündete..

https://www.youtube.com/watch?v=iRzr1QU6K1o

Du anscheinend auch nicht....

Kommentar von Laestigter ,

Fond sparen - also einen Zettel auf dem drauf steht, das es irgendwie Geld wert ist, wenn die Bank und Wirtschaft nicht abkackt - Gebunden an ein einzelnes Land. - und was  steht im Kleingedruckten "die Verluste können die Einlagen übersteigen"...

Das hat man bei physikalischem Gold kaum zu erwarten, das ist immer was wert. Und natürlich nicht alles auf Gold, sondern dritteln, also Gold, Immobilien und Cash.

Am leichtesten fängt es sich mit gold und Cash an!

Kommentar von Zeitmeister57 ,

Du hast recht. Genau die richtige Empfehlung für einen 16-Jährigen. Vor allem der Immobilienkauf......

Kommentar von Laestigter ,

Welchen Teil von "..am leichtesten fängt es sich mit Gold und Cash an" hast du nicht verstanden? Der 16jährige hat es verstanden, dass er, wen Geld übrig ist, sich jeden Monat oder zweiten Monat eine 20 Vrenelli Münze kaufen soll...

Bleib bei deinen bulgarischen Quellen und deinem Wissenstand, dass du die Dollar-Gold Entkopplung vor 35 Jahren bis heute wirklich nicht mitbekommen hast...

Kommentar von Zeitmeister57 ,

Seit geraumer Zeit drückt außerdem der starke Dollar auf den Goldpreis. Das Edelmetall wird auf dem Weltmarkt in der US-Währung gehandelt. Mit dem kräftigen Aufschwung in den USA
ging es auch mit dem Kurs des Greenback deutlich nach oben. Die Folge:
Gold wird in Regionen außerhalb des Dollarraums wie beispielsweise
Europa und Asien tendenziell teurer. Das bremst ebenfalls die Nachfrage.

Quelle: Die Wirtschaftswoche

Kommentar von Zeitmeister57 ,

Dennoch gibt es wichtige Ursachen, warum Gold in der Anlegergunst sinkt.So hat der Dollar im Zuge der wieder hochgekochten Euro-Schuldenkrise spürbar an Wert gewonnen. Für viele Anleger verteuert eine feste US-Währung die Anschaffung von Gold, weil das Edelmetall traditionell in Dollar gehandelt wird. Das drückt die Nachfrage und belastet mithin den Goldpreis.
Quelle: Handelsblatt

Kommentar von Zeitmeister57 ,

Für Rohstoffanleger spielt also neben der Entwicklung der Rohstoffmärkte auch das Geschehen am Devisenmarkt
eine extrem wichtige Rolle. Die Verfolgung der Devisenkurse,
insbesondere der Notierung des US-Dollars, gehört deshalb zum täglichen Rüstzeug für erfolgreiche Rohstoffinvestoren. Führen wir uns die Auswirkungen dieser zusätzlichen Risikokomponente für Euro-Anleger am Beispiel von Gold bildlich vor Augen, damit Sie sich der hohen Bedeutung des Währungsrisikos eindeutig bewusst werden.

Quelle: Börse.de

Kommentar von Laestigter ,

"..drückt der Dollar" -wie kann der "drücken", wenn das doch nach deinem Wissensstand gekoppelt ist (wahrscheinlich immer noch auf 35 US$ je Unze...) - du widerspricht dir selbst!

Das etwas in Dollar gehandelt wird, bedeutet nicht, dass es "gekoppelt" ist, schon klar, oder? Ist halt ne Weltwährung, deshalb wird es auch bei den Diamanten genutzt, ist aber auch da nicht gekoppelt...

Oder möchtest du irgendwie mitteilen, dass das von dir behauptete "Kopplungsgespinst" nicht wahr ist?

Auf den anderen Blödsinn gehe Ich mal gar nicht ein - einfach mal googlen, was passiert, wenn grosse Goldmengen auf den Markt geworfen werden- da müsste sich doch der Preis erniedrigen, oder (also früher haben einige Staaten es ab und an gemacht, große Mengen auf den Markt zu schmeißen, danach sackte der Wert ab und sie haben es billig wieder aufgekauft, das geht heute nicht mehr..)

Früher hat das alles China aufgekauft, heute kauft es Indien als Sicherheit auf..

Jedes Land, das was auf sich hält und sich absichern möchte, tut das in Gold:

http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/deutschland-weit-vorne-di...

Und das ist alles echtes Gold, keine Zertifikate oder sonstiger Papierdreck, auf dem das Wort "Gold" steht..

Antwort
von grubenschmalz, 14

Nichts.

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